Deutscher im Mordprozess in Belgien für schuldig befunden

In einem Mordprozess in Belgien hat das Schwurgericht Antwerpen einen Deutschen für schuldig befunden. Dies meldete die Nachrichtenagentur Belga am Donnerstag. Der 57-Jährige war angeklagt, vor 13 Jahren einen Autohändler in der Kleinstadt Schilde östlich Antwerpens in räuberischer Absicht erschossen zu haben. Anschließend soll er ein Feuer am Tatort gelegt haben, um die Tat zu vertuschen. Der Mann verbüßt wegen eines anderen Mordes bereits eine lebenslange Freiheitsstrafe in Deutschland.

29.10.2020, 18:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Richterhammer aus Holz liegt auf der Richterbank. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild

Ein Richterhammer aus Holz liegt auf der Richterbank. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild

Der gelernte Mechaniker galt bereits seit 2008 als dringend tatverdächtig. Da deutsche und belgische Justizbehörden sich jedoch lange Zeit nicht auf eine Auslieferung einigen konnten, begann der Prozess erst über ein Jahrzehnt nach der Tat am Montag dieser Woche.

Im Fall Schilde hatten die Ermittler zunächst den Sohn des Mordopfers als mutmaßlichen Täter im Visier. Dann wurde der Deutsche 2008 auf Mallorca verhaftet, weil er verdächtigt wurde, wenige Wochen zuvor einen Mord in Krefeld (Nordrhein-Westfalen) begangen zu haben. Eine Waffe, die im Auto des Mannes gefunden wurde, stellte sich später als Mordwaffe beider Taten heraus und brachte ihn so in Verbindung mit der Bluttat in Belgien. 2009 wurde der Deutsche vom Landgericht Krefeld wegen des Mordes in der niederrheinischen Stadt verurteilt.

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