Deutsche-Post-Chef verteidigt Briefporto

Deutsche-Post-Chef Frank Appel hat die aktuelle Höhe des Briefportos angesichts aktueller Rechtsstreitigkeiten verteidigt. Mit 80 Cent liege das Briefporto rund 32 Cent niedriger als in Nachbarländern, erklärte der Konzernchef am Mittwoch vor Journalisten. Weil das Bundesverwaltungsgericht eine ältere Preiserhöhung im Mai für rechtswidrig erklärt hatte, könnte diese Entscheidung laut Bundesnetzagentur auch Auswirkungen auf das aktuelle Porto haben.

18.06.2020, 12:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post, spricht zur Presse. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post, spricht zur Presse. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Angesichts des Urteils aus Leipzig gab sich Appel gelassen: Das Gericht habe sich nicht zur Höhe des Portos geäußert, sondern nur zum Verfahren. Konkret geht es darum, mit welcher Begründung die Portoerhöhungen genehmigt wurden. „Da muss man eben jetzt sehen, wie der Gesetzgeber damit umgeht. Unser Eindruck ist, dass der Kläger nicht unbedingt Recht bekommen hat, sondern das Bundesverwaltungsgericht auch andere Aspekte gesehen hat.“ Erst kürzlich hat die Post ihre Preiserhöhung bei Paketen zurückgenommen, jetzt droht neuer Ärger beim Briefporto. Ein weiteres Verfahren ist beim Verwaltungsgericht in Köln anhängig.

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