Desinfektionsmittel-Spender stehen demnächst auch im Foyer des Lüner Rathauses

dzDiskussion im Ausschuss

Wieviel Desinfektionsmittel-Spender braucht das Rathaus? Um diese Frage ging es im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung. Am Ende gab es eine Lösung.

Lünen

, 05.03.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Infektionen mit Viren vermeiden - da ist häufiges Händewaschen wichtig. In Zeiten von Corona reichte das der Lüner FDP-Fraktion aber nicht. In einem Eilantrag an den Ausschuss für Sicherheit und Ordnung forderten die Liberalen die Installation von Desinfektionsmittel-Spendern in der Eingangshalle des Rathauses.

„Die Stadt sollte mit gutem Beispiel voran schreiten“, so Klaus Rausch (FDP) in der Sitzung am Dienstag (3.3.). Gerade dort, wo - wie am Bürgerbüro - viele Menschen aufeinander treffen, müsse man einer möglichen Ansteckungsgefahr vorbeugen.

Die Spender sollten nicht nur für die Bürger, sondern natürlich auch für die Mitarbeiter der Verwaltung nutzbar und nützlich sein.

Dezernent Arnold Reeker erklärte: „Handhygiene ist schon durch normales Händewaschen gegeben.“ Außerdem fände er es bedenklich, dass viele Privatleute derzeit die Desinfektionsmittel Einrichtungen wie Krankenhäusern „weg kaufen“. Man müsse besonnen vorgehen und die knappen Schutzmittel denen überlassen, die sie dringend bräuchten.

In Rathaus-Toiletten vorhanden

Und - in den Toiletten des Rathauses sind solche Desinfektionsmittel-Spender bereits seit längerem angebracht. Darauf wies auch Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns hin. „Die Spender werden jeden Abend neu befüllt.“ Man habe sich schon 2017 über das Thema Gedanken gemacht und damals in Abstimmung mit dem Personalrat entschieden, nicht in Durchgangsbereichen solche Spender aufzustellen, sondern in den Toilettenräumen.

Dass es solche Spender in den Rathaus-Toiletten gibt - die natürlich auch für Bürger und Besucher des Rathauses zugänglich sind - sei der FDP nicht bewusst gewesen, so Rausch. Und deshalb vermutete er, dass auch viele Bürger dies nicht wüssten. „Wenn man solche Spender ins Foyer stellt, wäre es ein positives Entgegenkommen für die Bürger. Auf den Toiletten nehme niemand diese Spender wahr.

Andreas Dahlke nannte die Idee, Desinfektionsmittel-Spender im Rathaus aufzustellen eine „generell gute Sache, auch abgesehen von Corona“.

Am Ende der Diskussion stimmte der Ausschuss einstimmig dafür, dass zwei Spender im Rathausfoyer aufgestellt werden. Ob das allerdings schnell umzusetzen ist, daran zweifelte Uwe Walter angesichts der großen Nachfrage aufgrund des Corona-Virus.

Übrigens gab zuvor eine kleine Diskussion darüber, ob es sich bei der kurz vor der Sitzung eingereichten Forderung tatsächlich um einen Eilantrag handele. Weil die FDP den Antrag zunächst mündlich nicht mit den Vorsorge-Maßnahmen aufgrund von Corona begründete, hätte der Antrag eigentlich nicht als Eilantrag gewertet werden dürfen - und in die nächste Sitzung im Juni verschoben werden müssen. Dann einigte man sich aber darauf, ihn sofort zu behandeln.

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