Der Rettungswagen kommt: Nicht immer in empfohlener Frist

Die angestrebten Fristen bei Rettungseinsätzen in Nordrhein-Westfalen sind im ersten Halbjahr 2019 nicht immer eingehalten worden. Das geht aus einer am Dienstag vom WDR veröffentlichten Übersicht des NRW-Gesundheitsministeriums hervor, die dem Sender vorliegt. Dabei geht es um Zeitspannen bis ein Rettungswagen nach einem Anruf bei der Leitstelle beim Patienten sein sollte.

10.03.2020, 14:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Rettungswagen fährt mit Blaulicht durch die Innenstadt. Foto: Jens Büttner/dpa/Archivbild

Ein Rettungswagen fährt mit Blaulicht durch die Innenstadt. Foto: Jens Büttner/dpa/Archivbild

Mehrere Kommunen wie etwa Paderborn, Köln, Mönchengladbach, Euskirchen und der Oberbergische Kreis übertrafen demnach den angestrebten Anteil von 90 Prozent fristgemäßer Einsätze. In der Regel sind das im städtischen Raum acht Minuten und auf dem Land zwölf Minuten zwischen Anruf und Eintreffen am Einsatzort.

Unterschiede gab es etwa in Remscheid: Im städtischen Raum trafen im ersten Halbjahr 2019 dort 73 Prozent der Rettungswagen innerhalb von acht Minuten beim Patienten ein. In den Randlagen wurden aber 96 Prozent der Einsatzorte innerhalb der 12-Minuten-Spanne erreicht. In Düsseldorf kam der Rettungsdienst in rund 80 Prozent der Fälle in der angestrebten Zeit. Diese sogenannten „Hilfsfristen“ seien nur ein Faktor von mehreren in der hochkomplexen Materie, erklärte das Ministerium. Es werde vielerorts an neuen Plänen und Verbesserungsmaßnahmen gearbeitet.

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