Geplantes Stadion in Wandhofen: Schwerter fordert mehr Mitsprache

dzSportzentrum und Gewerbegebiet

Ein neues Gewerbegebiet, ein neues Stadion und auf dem alten Sportplatz wird gebaut – für Wandhofen gibt es große Pläne. Dieter Schmikowski wünscht sich dafür noch mehr Bürgerbeteiligung.

Wandhofen

, 18.07.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch im Herbst erwartet Dieter Schmikowski die Ratsentscheidung über das geplante Gewerbegebiet Wandhofener Bruch. „Die Pläne sind schon weit fortgeschritten“, berichtet der in mehreren Vereinen engagierte Wandhofener.

Vereine sollten Einfluss nehmen

Das klingt nach einer guten Nachricht, sehen die Pläne doch ein modernes Stadion auf dem Wandhofener Bruch vor, auf dem der TuS Wandhofen seine Kräfte mit anderen Vereinen verbinden könnte. Und auf dem alten Sportplatz könnte es eine umfangreiche neue Bebauung geben mit Supermarkt, Kita und Wohnhäusern.

Diese gute Nachricht hat in den Augen von Dieter Schmikowski aber auch einen Haken. „Wegen der Corona-Krise und der Urlaubszeit sind die Vereine gerade nicht so aktiv wie sonst“, meint Schmikowski. Deshalb gebe es keine offene Diskussion zu den Plänen. Damit verspielten die Vereine die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen.

Deshalb hat sich Dieter Schmikowski ein paar Gedanken gemacht, was seines Erachtens unbedingt mit in die Planungen zum Neubau des Sportzentrum aufgenommen werden sollte.

  • Ein Fest-oder Dorfplatz, der von allen ortsansässigen Vereinen genutzt werden kann, sollte mit eingeplant werden. So ein Platz fehle in Wandhofen, so Schmikowski.
  • Die Räume des geplanten Vereinsheims sollten für eine Mehrfachnutzung ausgelegt und so dimensioniert werden, dass andere Vereine hier Versammlungen oder Veranstaltungen durchführen können.
  • Sollten die Sportschützen ihren Standort aufgeben und verlagert werden, sollte für den neuen Schießstand ebenfalls eine Mehrfachnutzung angestrebt werden. Dort könnten dann die Königreichschützen auch ihr Übungsschießen abhalten.

Neubau einer Kita mit vier Gruppen

Auch über die Bebauung des alten Sportplatzes in Wandhofen hat sich Dieter Schmikowski Gedanken gemacht. „Wenn sich dort junge Familien ansiedeln, wäre das eine Gelegenheit, den schon seit vielen Jahren geforderten Neubau der Kita mit vier Gruppen in Angriff zu nehmen.

Das wäre aus einem zweiten Grund von Vorteil: In so einem Neubau könnte man einen Raum für die Senioren-Begegnung einplanen. „Denn niemand kann voraussagen, wie lange noch die Ursula Werth Begegnungsstätte hierfür zu Verfügung steht“, so Schmikowski.

Schmikowski hält die Mitarbeit der Vereine für wichtig, um die Politik in die richtige Richtung zu dirigieren. Das habe in der Vergangenheit nicht immer geklappt - zum Schaden von Wandhofen.

So wurde das Gebäude der aufgelösten Grundschule Wandhofen nicht in ein Gemeinschaftshaus umgewandelt, was Schmikowski sehr begrüßt hätte. Und der Friedhof und die Freiwillige Feuerwehr hätten die Wandhofener nur durch bürgerschaftliches Engagement knapp retten können.

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