Crash in der Höhe: Kein Schmerzensgeld für Drachengleiter

Ein Kölner Drachengleiter ist nach einem Luftunfall mit der Forderung nach Schmerzensgeld gescheitert - er soll bei dem Crash selbst gegen Flugregeln verstoßen haben. Das teilte das Oberlandesgericht (OLG) Köln am Freitag mit. Der Unfall hatte sich in Norditalien in rund 80 Metern Höhe ereignet. Der Lenker des Gleitdrachens kollidierte mit einem anderen Sportler, der mit einem Gleitschirm durch die Luft schwebte. Bei dem folgenden Absturz zog sich der Drachenflieger - trotz der Höhe - nur Prellungen und eine Stauchung zu. Da er glaubte, dass der Gleitschirm-Flieger den Unfall verschuldet habe, wollte er Schmerzensgeld und Ersatz für weitere Schäden. Beim Landgericht Bonn blieb die Klage aber erfolglos.

27.03.2020, 14:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Strafgesetzbuch (StGB) steht im Oberlandesgericht auf der Richterbank. Foto: Oliver Berg/dpa/Illustration

Ein Strafgesetzbuch (StGB) steht im Oberlandesgericht auf der Richterbank. Foto: Oliver Berg/dpa/Illustration

Die Berufung vor dem OLG wurde nun ebenfalls zurückgewiesen. Bei der Entscheidung habe man auch die Regeln des italienischen Luftrechts zu berücksichtigen. Mit Hilfe eines Sachverständigen habe das Gericht dabei die von Instrumenten aufgezeichneten Flugwege beider Parteien nachvollziehen können. „Danach ergab sich, dass nicht der Beklagte, sondern der Kläger gegen die Flugregeln verstoßen hatte“, teilte das OLG mit. Unter anderem sei er eine gefährliche Rechtskurve geflogen. Eine Revision wurde nicht zugelassen.

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