Covestro hält nach schwierigem Quartal an Jahreszielen fest

Der Kunststoff-Spezialist Covestro hält trotz deutlicher Einbußen im zweiten Quartal an seinen Jahreszielen fest. Die Unsicherheiten wegen der Coronavirus-Pandemie blieben allerdings hoch, betonte der Dax-Konzern bei der Vorlage der endgültigen Zahlen für das zweite Quartal am Donnerstag in Leverkusen. Die Prognosespanne für den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im laufenden Jahr bleibt daher mit 0,7 bis 1,2 Milliarden Euro entsprechend hoch. Immerhin: Nach einem sehr schwierigen April spürt das Unternehmen seit Mitte Mai schrittweise Verbesserungen.

23.07.2020, 12:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Schriftzug „Covestro“ auf dem Gelände des Chemieparks. Foto: Oliver Berg/dpa/Archiv

Der Schriftzug „Covestro“ auf dem Gelände des Chemieparks. Foto: Oliver Berg/dpa/Archiv

Sollte sich der aktuelle Trend fortsetzen, dürften die Verkaufsmengen im Juli nur noch leicht unter dem Vorjahreswert liegen, sagte Covestro-Chef Markus Steilemann im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Covestro leidet unter einem Nachfrageeinbruch und niedrigeren Verkaufspreisen in der Corona-Krise. Zudem macht dem Konzern Konkurrenzdruck zu schaffen, da viele Wettbewerber ihre Kapazitäten erweitert haben. So sank der Umsatz im zweiten Quartal im Jahresvergleich um rund ein Drittel auf 2,16 Milliarden Euro. Unterm Strich blieb ein Verlust von 52 Millionen Euro.

Unter Druck standen dabei alle drei Sparten des Konzerns. Das Geschäft mit Vorprodukten für Hart- und Weichschäume, die etwa in Autositzen, Stühlen oder auch als Dämmstoffe eingesetzt werden, bekam eine schwache Nachfrage der Autobranche sowie der Möbel- und Holzverarbeitungsindustrie zu spüren. Das gilt auch für kleinste Segment CAS rund um Vorprodukte für Lacke, Klebstoffrohstoffe und Spezialanwendungen.

Die Autoflaute setzte auch der Polycarbonat-Sparte zu, die harte Kunststoffe etwa für den Autobau, aber auch in der Elektroindustrie und vielen anderen Branchen herstellt. Allerdings sorgten hier etwas bessere Geschäfte mit der Bauindustrie für eine gewisse Milderung. Zudem geriet der Absatz in die Elektronik- und Haushaltsgeräteindustrie nicht ganz so sehr unter Druck.

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