Coronavirus zieht nicht als Ausrede vor Gericht

Als Ausrede vor Gericht hat das Coronavirus in Düsseldorf nicht funktioniert. Ein 29-jähriger Angeklagter war seinem Prozess am Landgericht am Freitag mit der Begründung ferngeblieben, er stehe als Verdachtsfall unter Quarantäne und dürfe das Haus nicht verlassen.

28.02.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Schriftzug "Landgericht und Amtsgericht Düsseldorf" hängt an der Fassade des Landgerichts an der Werdener Straße. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Der Schriftzug "Landgericht und Amtsgericht Düsseldorf" hängt an der Fassade des Landgerichts an der Werdener Straße. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Auf Nachfrage des Staatsanwalts erklärte das Düsseldorfer Gesundheitsamt, dass der 29-jährige Mann definitiv nicht zu den Verdachtsfällen gehöre. Daher verwarf das Landgericht in Abwesenheit des Angeklagten dessen Berufung, wie eine Richterin am Freitag bestätigte. Er muss nun 1200 Euro Geldstrafe wegen Betrugs zahlen.

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