Coronavirus: Stadt sagt alle Veranstaltung im Hilpert-Theater bis Ostern ab

Appell an private Veranstalter

Bis zu 760 Zuschauer passen ins Hilpert-Theater. Die Türen bleiben aber erst einmal geschlossen. Die Ausbreitung des gefährlichen Coronavirus soll so verlangsamt werden.

Lünen

12.03.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Hilpert-Theater bleibt erst einmal leer: Alle Veranstaltungen bis Ostern wurden abgesagt.

Das Hilpert-Theater bleibt erst einmal leer: Alle Veranstaltungen bis Ostern wurden abgesagt. © Günter Blaszczyk

Die Stadt Lünen hat alle Theater- und Konzertveranstaltungen im Heinz-Hilpert-Theater bis Ostern (10.-12. April) abgesagt. Die Verwaltung reagiert damit auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Andere Veranstaltungen in Lünen sind bislang nicht betroffen.

Das Kulturbüro versucht, soweit möglich, innerhalb von 14 Tagen Ersatztermine für die ausfallenden Veranstaltungen zu benennen. Betroffen ist unter anderem auch die ausverkaufte Show von Herbert Knebels Affentheater am Freitagabend.

Bei abgesagten Veranstaltungen wird der Kaufpreis erstattet. Bei verschobenen Veranstaltungen behalten die Eintrittskarten ihre Gültigkeit. Auch wenn der Ersatztermin nicht wahrgenommen werden kann, wird der Kaufpreis erstattet.

Betroffen sind neben dem Auftritt von Herbert Knebel auch weitere Veranstaltungen. Abgesagt wurde der Auftritt der „Kulisse“ am Sonntag (15.3.) um 16 Uhr, die Vormittagsvorstellung „Fall Gretchen“ des artensemble Theaters am Dienstag (17.3.) um 11 Uhr, die Show „Best of Britain“ am Donnerstag (19.3.) um 20 Uhr. Da auch die Vorstellung „Orpheus in der Unterwelt“ am Sonntag (22.3.) um 17 Uhr ausfällt, wird auch der Theatertreff am selben Tag um 15.30 Uhr abgesagt. Betroffen von der Absage bis Ostern sind zudem die 3. Lüner Lachnacht am 26.3., die Tom-Jones-Story „Sexbomb“ am 27.3. und das Musical „Queen“ am 2. April.

Erstattung wird überwiesen

Dazu muss die Originaleintrittskarte an der Vorverkaufsstelle an der sie erworben wurde, vorlegt werden. Eine Erstattung ist nur auf dem Überweisungsweg möglich.

Die Entscheidung über die Theaterschließung fällte der so genannte „Stab Außergewöhnliche Ereignisse (SAE)“, eine Krisenmanagementstruktur unterhalb der Kreis-Ebene, die die Stadtverwaltung in derartigen Situationen aktivieren kann.

Den SAE leitet planmäßig der Erste Beigeordnete Uwe Quitter, sein Vertreter ist der Technische Beigeordnete Arnold Reeker. Es gehe darum, die Ausbreitung der Infektion mit dem Corona-Virus möglichst zu verlangsamen, sagte Quitter am Donnerstagmittag.

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Weitere Einschränkungen im öffentlichen Leben können man derzeit nicht grundsätzlich ausschließen: „Wir bewerten die Lage jeden Tag neu und stehen zudem in enger Abstimmung mit den übergeordneten Behörden, insbesondere mit der Gesundheitsbehörde des Kreises“, so der Stabsleiter.

Stadt appelliert an private Veranstalter

Die Stadt appelliert auch an die Verantwortung privater Veranstalter, wenn es darum geht, zu entscheiden, ob größere Veranstaltungen stattfinden oder nicht. Außerdem ruft sie dazu auf, das sich Bürgerinnen und Bürger selbst überlegen sollten, ob sie an bestimmten Veranstaltungen, die nicht offiziell abgesagt sind, teilnehmen wollen.

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