Coronavirus in Selm: 33 bestätigte Infektionen in Selm, zweites Todesopfer im Kreis

Corona-Krise

Auch am Samstag (28.3.) ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Selm gestiegen. Aus Fröndenberg kommt am späten Samstagnachmittag allerdings eine schlimme Nachricht.

Selm

, 28.03.2020, 14:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei zwei weiteren Menschen in Selm ist das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Der Kreis Unna vermeldet damit am Samstag (28.3.) für Selm insgesamt 33 bestätigte Coronafälle.

Im gesamten Kreis Unna ist die Gesamtzahl der Menschen mit nachgewiesener Coronavirus-Infektion auf 185 gestiegen, 14 mehr als am Freitag (171 Fälle). Eine erneute traurige Nachricht musste der Kreis Unna allerdings am späten Samstagnachmittag mitteilen: „Im Kreis Unna gibt es einen zweiten Todesfall im Zusammenhang mit dem Corona-Virus zu beklagen. Es handelt sich um eine Frau aus Fröndenberg (Jahrgang 1932)“, heißt es in der Pressemitteilung, die gegen 17 Uhr herausgegeben wurde.

Die Verstorbene habe seit Anfang Dezember 2019 in einer Fröndenberger Pflegeeinrichtung gelebt und sei am 23. März wegen ihres schlechten Allgemeinzustandes in ein Mendener Krankenhaus eingeliefert worden. Dort verstarb sie am 27. März.

„Bei der Aufnahme war das erste Covid-19-Testergebnis zunächst negativ. Allerdings verschlechterte sich der Zustand der unter Vorerkrankungen leidenden und zur Risikogruppe mit den schweren Verläufen gehörenden Patientin mit Corona-typischen Symptomen akut. Deshalb wurde ein erneuter Abstrich vorgenommen. Das positive Testergebnis liegt dem Kreis seit dem 28. März vor“, schreibt der Kreis.

Mit der verstorbenen 87-Jährigen seien in der Fröndenberger Einrichtung nun zwei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus zu beklagen. Zwei weitere Bewohner wurden ebenfalls positiv getestet und sind stationär untergebracht. Auch vor diesem Hintergrund habe die Gesundheitsbehörde des Kreises weitere Maßnahmen veranlasst.

Bewohner mit einschlägigen Symptomen identifizieren

Ein Amtsarzt habe am Samstag (28.3.) gemeinsam mit dem Leitenden Notarzt und dem organisatorischen Leiter des Rettungsdienstes in enger Absprache mit der Geschäftsführung eine sogenannte ärztliche Sichtung vorgenommen.

Dabei sei es insbesondere darum gegangen, Bewohner mit einschlägigen Symptomen zu identifizieren, Abstriche vorzunehmen und labortechnisch möglichst zeitnah untersuchen zu lassen. Außerdem gehe es um die weitere Isolierung von ermittelten Kontaktpersonen und natürlich auch um den Schutz der Beschäftigten durch entsprechende Schutzmaßnahmen (insbesondere Masken und Schutzkleidung), erklärt der Kreis.

In einer Pressemitteilung, die am Samstagmittag (Stand 13 Uhr) veröffentlicht wurde, sprach der Kreis Unna insgesamt gesehen von einem „moderaten Anstieg“. Und weiter: „Die meisten Infizierten sind aktuell in Schwerte (39) und in Selm (33) registriert. Die Zahl der im Krankenhaus liegenden Erkrankten ist mit 22 am Samstag gegenüber 24 am gestrigen Freitag fast unverändert“, schreibt Pressesprecherin Constanze Rauert.

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