Coronavirus in Selm: Saftige Strafen drohen Spielplatzbesuchern und anderen Unbelehrbaren

Coronavirus

Wer nicht hören will, muss fühlen - im Geldbeutel: Die Stadt Selm hat das Team des Ordnungsamtes verstärkt und verlangt happige Bußgelder, wenn sich Menschen auf Spielplätzen versammeln.

Selm

, 19.03.2020, 18:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Spielplätze bleiben in Zeiten von Corona besser leer.

Spielplätze bleiben in Zeiten von Corona besser leer. © Foto: Vanessa Trinkwald

Von saftigen Geldbußen um die 50 Euro ist die Rede. So teuer kann es werden, wenn Selmerinnen und Selmer alle Appelle und Bitten in den Wind schlagen und die Vorsichtsmaßnahmen in Zeiten von Corona partout nicht befolgen wollen. Es gehe darum, Menschen zu schützen, sagt Bürgermeister Mario Löhr am Donnerstagmittag, „wir haben uns das ja nicht ausgedacht“.

Auch wenn das Wetter noch so schön ist: Es sei verantwortungslos, in Gruppen zu grillen, über den Campus zu schlendern, in Scharen beisammen zu sitzen oder die Skateanlage oder Spielplätze zu nutzen, sagt auch Selms Erste Beigeordnete Sylvia Engemann. Es geht darum, sich jetzt vorsichtig zu verhalten, damit wir möglichst bald all das wieder tun können, was uns am Herzen liegt.“

Um die Kontrollen durchzuführen - dabei wird auch nachgeschaut, ob die Geschäftsschließungen eingehalten werden, habe er eigens Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den anderen Fachbereichen abgezogen und im Ordnungsamt eingesetzt.

Trotz des Virus sei die Stadtverwaltung „voll aktiv“, sagt Stadtsprecher Malte Woesmann: Bauanträge würden bearbeitet, andere Amtsgeschäfte genauso. Allerdings sind inzwischen 89 der rund 200 städtischen Bedienstete im Homeoffice.

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