Coronavirus in NRW – Stadt im Ruhrgebiet führt verschärfte Corona-Maßnahmen ein – Liveblog

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Die 7-Tage-Indizenz bei einer Stadt im Ruhrgebiet ist deutlich über den Grenzwert angestiegen. Die Maßnahmen für die Bevölkerung wurden nun verschärft. Die Lage in NRW im Überblick.

NRW

, 22.09.2020, 05:42 Uhr / Lesedauer: 15 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • In NRW sind inzwischen 65.751 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden und es gibt 1.848 Todesfälle. 59.656 Menschen sind laut NRW-Gesundheitsministerium wieder genesen. (Stand: 22.9.2020)
  • Hamm (87,1), Remscheid (52,1) und Gelsenkirchen (38,0) verzeichnen einen starken Anstieg an Corona-Fällen. Dort greifen neue, verschärfte Corona-Maßnahmen.
  • Die Stadt Hamm führt ab diesem Mittwoch (23.9.) wieder eine Maskenpflicht im Unterricht für Lehrer und Schüler an weiterführenden Schulen ein. Zudem wird ab Mittwoch wieder eine Kontaktbeschränkung eingeführt.
  • Viele klagen im beginnenden Herbst über Schnupfen, Husten, Fieber & Co.: Doch wann sollte man in Corona-Zeitenzu Hause bleiben? Lesen Sie hier mehr dazu.
  • Alle Corona-Regeln für NRW finden Sie hier im Überblick

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Dienstag, 22. September, 18.22 Uhr

Westen Österreichs führt wieder Sperrstunde um 22 Uhr ein

In den österreichischen Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg gilt ab Freitag eine Sperrstunde von 22 Uhr. Im Rest des Landes dürfen Lokale dagegen weiterhin bis 1 Uhr öffnen. Die Maßnahme gelte erstmal für drei Wochen, wie die Landesregierungen und das österreichische Kanzleramt mitteilten.

Hintergrund sind die zuletzt stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen in Österreich. Zwar lebt mehr als die Hälfte der aktuell als erkrankt geltenden 8200 Menschen in Wien, aber auch Teile der drei westlichen Bundesländer, die an die deutschen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg grenzen, werden von österreichischen Experten als Gebiete mit hohem Risiko eingeschätzt.

Dienstag, 22. September, 17.41 Uhr

Spahn: Keine Schnellzulassung bei Impfstoff

Eine Schnellzulassung bei einem Corona-Impfstoff wird es nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nicht geben. Schnelligkeit sei nicht die Hauptpriorität bei der Entwicklung, sondern Sicherheit und Wirksamkeit, sagte Spahn in Frankfurt am Main. Der Minister betonte, es werde ein freiwilliges Impfangebot geben. Er sei sicher, dass die Bereitschaft in der Bevölkerung ausreiche.

Spahn startete in einem Industriepark im Stadtteil Höchst einen Testlauf einer Anlage zur sterilen Abfüllung eines künftigen Impfstoffs des französischen Herstellers Sanofi. Der Impfstoff wird derzeit getestet, mit Ergebnissen wird Anfang Dezember gerechnet.

Dienstag, 22. September, 16.53 Uhr

Vize-Ministerpräsident Stamp: Keine flächendeckende Kita-Schließungen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will trotz der gestiegenen Corona-Infektionszahlen keine flächendeckenden Schul- oder Kitaschließungen mehr. Das hat der NRW-Familienminister und stellvertretende Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) betont. Kommunen und Landesregierung handelten weiter lokal und regional. In der Abwägung liege der Schwerpunkt aber bei den Bildungschancen der Kinder, sagte Stamp. Im September habe es wegen der Corona-Pandemie 50 vollständige und 90 Teilschließungen von Kitas gegeben. Dies sei bei rund 10.000 Kitas in NRW akzeptabel.

Dienstag, 22. September, 16.13 Uhr

Null-Toleranz-Prinzip bei Corona-Verstößen bei Feiern

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will Verstöße gegen die Corona-Regeln bei privaten Feiern konsequent ahnden. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kündigte am Dienstag vor Beginn einer Kabinettsklausur im Wasserschloss Burg Anholt im Münsterland ein „Null-Toleranz-Prinzip“ an. Wer Feiern mache, müsse sich an die Regeln halten, und wenn das jemand nicht tue, müsse das „als Ordnungswidrigkeit geahndet werden“. Laschet bezog sich auf eine Feier mit rund 250 Menschen, bei der es keinen Listen für Kontaktnachverfolgung gegeben habe. Bei der Hochzeitsfeier hatten sich 86 Menschen infiziert. Bei dem Fest waren 236 Gäste aus Hamm.

Dienstag, 22. September, 16.07 Uhr

Laschet schließt landesweite Verschärfung der Corona-Auflagen aus

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat eine landesweite Verschärfung der Corona-Auflagen etwa mit Maskenpflicht im öffentlichen Leben trotz der steigenden Infektionszahlen vorerst ausgeschlossen. „Wir wollen keinen flächendeckenden Lockdown in NRW“, sagte Laschet am Dienstag zu Beginn einer Kabinettssitzung auf dem Wasserschloss Anholt in Isselburg. Bisher seien die Infektionsketten rückverfolgbar. Es werde daher weiter lokal reagiert, wie etwa in Hamm, wo die Auflagen verschärft worden seien. „Nein, neue Regeln brauchen wir nicht“, sagte Laschet. „Aber es wäre gut, wenn sich alle an die Regeln halten würden.“

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sieht keinen Grund für eine landesweite Verschärfung der Corona-Maßnahmen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sieht keinen Grund für eine landesweite Verschärfung der Corona-Maßnahmen. © picture alliance/dpa

Dienstag, 22. September, 15.51 Uhr

Laschet: „Wollen einen zweiten Lockdown verhindern“

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will mit Blick auf die Wirtschaftslage ein erneutes Stilllegen des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens unbedingt vermeiden. „Klar ist: Wir wollen einen zweiten Lockdown verhindern. Das ist derzeit die beste Wirtschaftspolitik“, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag im Münsterland. Das nordrhein-westfälische Kabinett berät dort auf dem Wasserschloss Burg Anholt über Konsequenzen aus den Corona-Infektionszahlen.

Dienstag, 22. September, 15.37 Uhr

Ministerpräsident Laschet hält Weihnachtsmärkte für möglich

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hält trotz der Corona-Pandemie Weihnachtsmärkte in den Städten für möglich. Es handle sich dabei letztlich um eine Entscheidung, die bei der jeweiligen Kommune liege, sagte er am Dienstag. Und er ergänzte: „Ich kann mir Weihnachtsmärkte vorstellen.“. Allerdings seien sie nur unter klaren Regeln denkbar, etwa mit Abstandsregeln. Auch Martinsumzüge seien möglich. Er halte sie „für das geringste Problem“. „Wenn Kinder in der Kita auf engstem Raum zusammen sind, sollte es an der frischen Luft mit Abstand auch gelingen, eine Martinsfackel durch die Straße zu tragen“, sagte Laschet.

Dienstag, 22. September, 14.44 Uhr

Remscheid empfiehlt Mundschutz für gesamtes Stadtgebiet

Die Stadt Remscheid empfiehlt Bürgern in der Öffentlichkeit im gesamten Stadtgebiet Alltagsmasken zu tragen. In den vergangenen sieben Tagen sei es zu 52,05 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gekommen, teilte die Stadt den aktuellen Stand vom Dienstag mit. Man habe damit erstmals die kritische Schwelle von 50 übersprungen. Die Stadt könne das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der gesamten City aber nicht anordnen, sondern nur empfehlen, erläuterte eine Sprecherin nach einer Sitzung des Krisenstabs. Die bergische Stadt mit rund 114.000 Einwohnern setzt zudem auf mehr Aufklärung - auch auf eine gezielte, mehrsprachige Informationskampagne - und auf weitere Kontrollen. Man werde Verstöße konsequent mit Bußgeldern ahnden, um gegen die Pandemie anzukämpfen.

In Remscheid wird der Bevölkerung nun empfohlen, an öffentlichen Plätzen eine Maske zu tragen.

In Remscheid wird der Bevölkerung nun empfohlen, an öffentlichen Plätzen eine Maske zu tragen. © picture alliance/dpa

Dienstag, 22. September, 13.47 Uhr

Hamm: Maskenpflicht im Unterricht für weiterführende Schulen

Die Stadt Hamm führt ab diesem Mittwoch wieder eine Maskenpflicht im Unterricht für Lehrer und Schüler an weiterführenden Schulen ein. Das kündigte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) angesichts stark steigender Corona-Neuinfektionswerte in einer Video-Pressekonferenz am Dienstag an. Das gelte für zunächst zwei Wochen und nur dann, wenn baulich ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht gewährleistet sei. Ab diesem Mittwoch dürfen im öffentlichen Raum zudem nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen. Die Kontaktbeschränkung in der 182.000 Einwohner-Stadt gelte ebenfalls für zunächst zwei Wochen.

Dienstag, 22. September, 12.51 Uhr

Bundesverdienstkreuz für Drosten

Unter dem Motto Vereint und füreinander da verleiht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in diesem Jahr den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, auch Bundesverdienstkreuz genannt. Wie das Bundespräsidialamt mitteilt, werden dabei Frauen und Männer geehrt, die helfen, die Corona-Pandemie zu bewältigen, das Zusammenwachsen von Ost und West fördern und dazu beitragen, Vorurteile in unserer Gesellschaft abzubauen.

Unter den Geehrten findet sich etwa der Virologe Christian Drosten. Er gehöre national wie international zu den führenden Wissenschaftlern, denen eine herausragende Rolle bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie zukomme, heißt es auf der Webseite des Präsidialamtes zur Begründung.

Dienstag, 22. September, 11.23 Uhr
Massentest auf Corona an Schule in Ostwestfalen

Nach vier Corona-Infektionen unter Schülern einer Schule in Hüllhorst im Kreis Minden-Lübbecke haben die Behörden einen Massentest angeordnet. Bis Mittwoch ist die Gesamtschule voraussichtlich geschlossen, am Dienstag war der Test der rund 1500 Schüler und Lehrer angelaufen, wie die Pressestelle des Kreises mitteilte. Zuvor hatte der WDR berichtet. Grund für die strikte Anordnung: Nicht bei allen Infizierten seien mögliche Infektionsketten und Querverbindungen klar zu ermitteln gewesen, sagte eine Sprecherin.


Dienstag, 22. September, 10.21 Uhr

Landesregierung berät über Corona-Maßnahmen und Haushalt

Das nordrhein-westfälische Kabinett berät am Dienstag und Mittwoch in einer zweitägigen Klausur über Konsequenzen aus den steigenden Corona-Infektionszahlen. Konkrete Beschlüsse sind nach Angaben aus Regierungskreisen erst kommende Woche nach den Bund-Länder-Beratungen zu erwarten. Am 29. September will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut mit den Ministerpräsidenten der Länder beraten.

Die aktuelle Corona-Schutzverordnung in NRW läuft am 1. Oktober aus. Themen der Kabinettsberatungen im Wasserschloss Burg Anholt im Münsterland dürften nach dpa-Informationen unter anderem Martinsumzüge und Weihnachtsmärkte in Zeiten der Corona-Pandemie sein. Im Fokus stehen derzeit aber die steigenden Corona-Infektionszahlen in Hamm, Gelsenkirchen und Remscheid. Es wird erwartet, dass Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sich zur Infektionslage äußert. Laschet tritt am Nachmittag vor die Presse.

Dienstag, 22. September, 10.02 Uhr

Stadt Hamm rechnet mit weiter steigenden Corona-Zahlen

Die Stadt Hamm mit den derzeit höchsten Neuinfektionswerten in NRW plant zusätzliche Maßnahmen, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Ein Sprecher sagte am Dienstag auf dpa-Anfrage, der bereits erneut tagende Krisenstab habe zunächst die Schließung eines temporären Freizeitparks noch im Tagesverlauf beschlossen. Er sollte eigentlich bis Sonntag laufen, war mit 1500 erlaubten Gästen vor einigen Tagen gestartet und am Sonntag schon auf unter 1000 gleichzeitig gestattete Besucher heruntergefahren worden. Am Mittag will die westfälische Stadt mit 182 000 Einwohnern über weitere Maßnahmen informieren.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Verschärfte Corona-Maßnahmen in NRW-Städten: Zweite Welle trifft "in voller Härte"

Gerade in einigen Städten im Ruhrgebiet steigen die Corona-Fallzahlen.

Gerade in einigen Städten im Ruhrgebiet steigen die Corona-Fallzahlen. © picture alliance/dpa

Dienstag, 22. September, 9.33 Uhr

Weihnachtsgottesdienste: Vieles soll sich draußen abspielen

Mit Gottesdiensten, Krippenspielen und Liedersingen unter freiem Himmel will die katholische Kirche in Nordrhein-Westfalen an Weihnachten auf die Corona-Pandemie reagieren. Normalerweise sind die Kirchen an Heiligabend und Weihnachten vollgepackt, aber das wird dieses Jahr nicht möglich sein.

Vieles werde voraussichtlich draußen stattfinden, weil dort die Hygieneregeln leichter einzuhalten seien, sagte Antonius Hamers, Leiter des Katholischen Büros NRW, der Deutschen Presse-Agentur. Die Zahl der Gottesdienste einfach zu erhöhen, sei unter anderem wegen des Priestermangels nur in begrenztem Umfang möglich. Außerdem müssten die Kirchen nach jedem Gottesdienst desinfiziert und gelüftet werden.

Dienstag, 22. September, 7.21 Uhr
„Wir werden Probleme kriegen mit der unbeschränkten Schulöffnung“

Christian Drosten kritisierte in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“, dass Deutschland wichtige Zeit verloren habe, einen coronakonformen Schulbetrieb zu ermöglichen. Der Virologe bedauere es, „dass es im Mai und Juni so viel irreführende Informationen in der öffentlichen und politischen Diskussion gegeben hat“.

Seine Studie zur Rolle der Kinder bei der Übertragung des Coronavirus sei „unter Missachtung der journalistischen Sorgfaltspflicht medial teils falsch dargestellt und völlig ungerechtfertigt skandalisiert“ worden - und dadurch Zeit verschenkt worden. „Wir werden Probleme kriegen mit der unbeschränkten Schulöffnung, wie sie inzwischen stattgefunden hat“, sagte der Chef-Virologe der Berliner Charité.


Dienstag, 22. September, 5.39 Uhr

„In voller Härte“ von einer zweiten Corona-Welle getroffen

Die Stadt Hamm will trotz der höchsten Corona-Neuinfektionswerte in NRW auf weitreichende Beschränkungen verzichten und vor allem bei privaten Veranstaltungen ansetzen. Die wichtige Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen sei aktuell mit einem Wert von 70,9 deutlich übersprungen, sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) am Montag in einer Video-Pressekonferenz. Die Stadt sei „in voller Härte“ von einer zweiten Corona-Welle getroffen. Auslöser sei eine Großhochzeit mit einem verbundenen weiteren Fest.

Montag, 21. September, 22.15 Uhr

Spahn: Deutschland ist im Kampf gegen Corona besser gerüstet

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält Deutschland im Kampf gegen das Coronavirus für besser gerüstet als noch im Frühjahr. „Wir wissen zum Beispiel besser, wie wir die Intensivkapazitäten in den Kliniken genauer, zielgenauer auch steuern können“, sagte der CDU-Politiker in einem ARD-“Extra“.

Die Medizin wisse besser, welche Behandlungsmethoden sinnvoll seien. Zudem habe man auch mehr Testkapazitäten und mehr Schutzausrüstung für betroffenes Personal. „Wir sind nochmal deutlich besser gerüstet, als wir es im Frühjahr waren.“

Montag, 21. September, 21.25 Uhr

VfL-Fans schmücken Straßen ums Ruhrstadion in Blau und Weiß

Die Freude der Fans über die Rückkehr auf die Stadionränge war am Montagabend schon vor den Toren des Ruhrstadions zu sehen. Die Anhänger des VfL Bochum haben Straßen, Zugänge zum Stadion und die umliegenden Wohnhäuser mit Fahnen, Luftballons und Wimpeln in den Vereinsfarben Blau und Weiß geschmückt. Vor der Partie gegen den FC St. Pauli am Abend wurden etwa 3500 von 5000 zur Verfügung stehenden Karten verkauft.

Der VfL Bochum durfte im ersten Spiel der neuen Saison nach Monaten wieder Fans im Stadion begrüßen.

Der VfL Bochum durfte im ersten Spiel der neuen Saison nach Monaten wieder Fans im Stadion begrüßen. © picture alliance/dpa

Montag, 21. September, 20.31 Uhr

70 statt 7000: Hoppeditz-Erwachen nur vor Mini-Publikum geplant

Helau trotz Corona: Das traditionelle Hoppeditz-Erwachen als Auftakt in die Karnevalssession soll am 11.11. nur in abgespeckter Version gefeiert werden.

Version gefeiert werden. Statt der üblichen 5000 bis 7000 Jecken auf dem Düsseldorfer Rathausplatz sollen es nur gut 70 sein, wie das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) bekanntgab. Grund ist die Corona-Pandemie.

Erste Pläne, 500 Gäste einzuladen, wanderten angesichts zuletzt gestiegener Zahlen von Neuinfektionen in die Tonne. Die Narrenfigur Hoppeditz soll zwar wie gewohnt aus ihrem Senftopf klettern und seine närrische Rede halten, dies aber nur vor kleinem Publikum. Mit dabei sein sollen bloß Düsseldorfs Oberbürgermeister, der Präsident des Düsseldorfer Carnevals-Comitees sowie die Präsidenten der 70 örtlichen Karnevalsvereine. Über Videostream sollen Karnevalisten Hoppeditz-Erwachen mitverfolgen können und im kleinen privaten Kreis feiern.

Montag, 21. September, 19.39 Uhr

64 Länder wollen gerechte Impfstoffverteilung finanzieren

64 Länder mit hohem Einkommen haben sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verpflichtet, die gerechten Verteilung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus weltweit finanziell zu unterstützen. Darunter sind Deutschland, Großbritannien Frankreich und viele andere europäische Länder. Die Unterschrift von 38 weiteren Regierungen werde in den nächsten Tagen erwartet, berichtete die WHO in Genf. Die USA und China beteiligen sich bislang nicht an der sogenannten Covax-Initiative der WHO. Es gebe aber permanent Gespräche mit allen Regierungen der Welt, sagte der Chef der Impfallianz Gavi, Seth Berkley.

Montag, 21. September, 18.44 Uhr

Corona-Fälle in Dortmund in Schule und Kita

In Dortmund gibt es über ein Dutzend neue Corona-Infizierte. Das teilte die Stadt am Montag mit. Betroffen sind auch Personen aus einer Grundschule und einer Kita.

Montag, 21. September, 17.55 Uhr

Frankfurter Messe verzichtet bis April auf Präsenzveranstaltungen

Die Frankfurter Messe verzichtet wegen der Corona-Pandemie bis einschließlich März 2021 auf Präsenzveranstaltungen auf ihrem Heimatgelände. Die große Konsumgütermesse Ambiente wird mit weiteren Veranstaltungen wie der Christmasworld zusammengefasst und einmalig in den April verschoben, wie die Messegesellschaft mitteilte. Auch die Veranstaltung Heimtextil erhält einen neuen Termin im Mai. Ins Internet wurde hingegen die für März geplante Sanitär- und Klimafachmesse ISH verlegt.

Montag, 21. September, 17.04 Uhr

Corona-Kennzahl steigt in Hamm deutlich über kritischen Wert

In Hamm ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen deutlich über eine kritische Marke gestiegen. Nach Angaben der Stadt sind 70,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage registriert worden. Das teilte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) mit. Zuletzt hatten sich bei einer Hochzeitsfeier 86 Menschen infiziert. Bei der Feier waren 236 Gäste aus Hamm.

Als Folge will die Stadt bei privaten Feiern deutliche Einschränkungen vornehmen: Private Veranstaltungen zwischen 50 und 150 Personen müssten im Vorfeld ab Dienstag von der Stadt genehmigt werden. Es werde ein Bußgeld ab 2000 Euro verhängt, wenn es zu Fehlverhalten komme. Auch bei Sportveranstaltungen seien maximal noch 150 Zuschauer erlaubt. Die Beschlüsse gelten zunächst für zwei Wochen.

Lesen Sie hier mehr zu den Corona-Entwicklungen in NRW.

Montag, 21. September, 16.44 Uhr

Hohe Fallzahlen: Gelsenkirchen beschränkt Größe von Privatfeiern

Wegen gestiegener Corona-Fallzahlen dürfen in Gelsenkirchen an privaten Feiern in gewerblichen Räumen künftig nur noch höchstens 50 Personen teilnehmen. Bislang galt eine Höchstgrenze von 150, wie ein Stadtsprecher am Montag berichtete. Abgesagt wurde außerdem ein großer Flohmarkt am Fußballstadion von Fußball-Bundesligist FC Schalke 04, der für Dienstag geplant war.

Die Stadt appellierte an die Bürger, sich bei Feiern in privaten Räumen bis auf weiteres auf 25 Personen zu beschränken. Gelsenkirchen hatte am Montagmorgen 44,1 Fälle pro 100.000 Bewohner verzeichnet und damit nach Hamm den zweithöchsten Wert in ganz NRW.

Montag, 21. September, 16.21 Uhr

Hohe Corona-Fallzahlen: Erstes Schalke-Heimspiel ohne Zuschauer?

Angesichts hoher Corona-Fallzahlen in Gelsenkirchen ist weiterhin offen, ob das erste Saison-Heimspiel von Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 vor Fans stattfinden darf. Eine Austragung der Partie gegen Werder Bremen am Samstag (18.30 Uhr/Sky) in der Veltins-Arena mit Zuschauern sei noch nicht gesichert, teilte der Verein am Montag im Internet mit. „Wenn der Wert so bleibt, wird Schalke am Samstag ohne Zuschauer spielen müssen“, sagte Stadtsprecher Martin Schulmann. Entscheidend sind die Fallzahlen der vergangenen sieben Tage, gerechnet auf 100.000 Einwohner.

In den kommenden Tagen klärt sich, ob der FC Schalke 04 in der Bundesliga vor Zuschauern spielen darf.

In den kommenden Tagen klärt sich, ob der FC Schalke 04 in der Bundesliga vor Zuschauern spielen darf. © picture alliance/dpa


Montag, 21. September, 15.30 Uhr

„1Live Krone“ wird im Corona-Jahr in einer Studio-Show vergeben

Der Radiopreis „1Live Krone“ wird im Corona-Jahr 2020 nicht wie gewohnt bei einer großen Gala in Bochum verliehen. Stattdessen ist am 21. November eine „Sonderedition“ als Show geplant, die in den WDR-Studios in Köln produziert wird, wie 1Live am Montag mitteilte. Verleihungen, Konzerte, Talks und Comedy-Einlagen sollen dort von 12 bis 18 Uhr in mehreren Studios zeitgleich stattfinden. Alles werde live ins Radio und in einen Stream gesendet. Am Abend sollen die Highlights im WDR-Fernsehen zu sehen sein.

Montag, 21. September, 14.11 Uhr

Steigende Corona-Fallzahlen in Remscheid - Stadt berät Maßnahmen

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Remscheid will die bergische Stadt an diesem Dienstag über weitere Maßnahmen entscheiden. Eine Informationsoffensive sei als aktuell erster Schritt auf den Weg gebracht, um einer Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken, schilderte eine Sprecherin am Montag. Nach den neuesten Zahlen der Stadt - Stand Sonntag - liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen bei 37,05. Sie hat damit die Vorwarnstufe (Wert 35) überschritten. Die Menschen müssen sich dort also womöglich wieder auf erste Einschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen.

Montag, 21. September, 13.19 Uhr
Drosten: Eher gezielte Einschränkungen als Lockdown-Neuauflage

Im Fall einer Verschärfung der Corona-Lage in Deutschland ist aus Sicht des Virologen Christian Drosten künftig nicht zwangsläufig mit einer Neuauflage des Lockdowns vom Frühjahr zu rechnen. „Es ist natürlich so, dass man nicht immer gleich einen deutschlandweiten oder regionalen Lockdown braucht, weil man jetzt schon ein paar Sachen besser weiß“, sagte der Charité-Professor der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er glaube, dass in Zukunft eher bestimmte Sparten des Alltags- und Berufslebens von Einschränkungen betroffen sein könnten. Drosten bekräftigte aber gleichzeitig, dass er von einer weiteren Zunahme der Fälle ausgeht.

Montag, 21. September, 11.27 Uhr
Hamm rechnet mit Überschreiten wichtiger Corona-Marke
Die Stadt Hamm rechnet damit, bald den wichtigen Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen zu überschreiten. Nach aktuellstem Stand der Stadt von Sonntagmittag sei der Wert auf 48,6 gestiegen, man berate aktuell über Maßnahmen, wie man gegensteuern werde, berichtete ein Sprecher am Montag.

„Es wird auf jeden Fall Maßnahmen geben, denn wir gehen davon aus, dass wir über die 50 kommen.“ Der Krisenstab werde die konkreten Schritte am späteren Nachmittag mitteilen. Es sei zwar noch nichts beschlossen, werde aber als „grundsätzlich sinnvoll“ erachtetet, bei privaten Feiern einzuschränken. Hier habe es jüngst auch in Hamm nach größeren Hochzeitsfeiern einen Anstieg gegeben.

Montag, 21. September, 11.07 Uhr

Corona erschwert Silvesterplanung in vielen Städten

Wenige Monate vor dem Jahreswechsel stecken viele deutsche Städte noch in den Planungen für die Silvester-Feierlichkeiten. Im Fokus dabei stehen mögliche Feuerwerksverbote. Ob es auch gesonderte Regeln wegen der Coronavirus-Pandemie geben wird, ist in den meisten Städten noch unklar.

Eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei 16 Großstädten in der Bundesrepublik ergab, dass sich die meisten zum möglichen Ablauf für die Nacht zum Neujahrstag noch nicht festgelegt haben. Mit Blick auf die Covid-19-Pandemie verwiesen die meisten Städte auf die von den Ländern erlassenen Corona-Regeln. Konkrete Corona-Silvesterpläne existieren bei den meisten deshalb noch nicht.

Montag, 21. September, 10.19 Uhr

Hohe Corona-Zahlen in NRW-Städten - Hamm kurz vor kritischer Marke

Hamm steht mit 46,9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen kurz vor der wichtigen Marke von 50. Die Stadt in Westfalen stand NRW-weit am Montag an der Spitze der Liste der sogenannten 7-Tage-Inzidenz und überholte mit einem Anstieg von fast vier Punkten zum Vortag Gelsenkirchen. Auch in anderen Städten liegt der entsprechende Wert weiter über der Zahl 35, ab der bereits erste Maßnahmen ziehen:

Gelsenkirchen lag - zum Vortag unverändert - bei 44,1. Remscheid bei 37,8, wobei der Wert laut Robert Koch-Institut (RKI) am Vortag noch bei 36,9 lag. Für Köln betrug der Wert am Montag 33,2 (Vortag: 34,2). Der Oberbergische Kreis stagnierte bei 33,0. An diesem Montag wollen die Behörden entscheiden, ob in Hamm, Gelsenkirchen und Remscheid wieder striktere Beschränkungen eingeführt werden. In Köln solle am Dienstag der Krisenstab zusammentreten, teilte ein Sprecher mit.


Montag, 21. September, 9.23 Uhr
Rund 7000 Schüler und 580 Lehrer in NRW in Quarantäne

Im Zuge der Corona-Pandemie befinden sich nach jüngsten Zahlen des nordrhein-westfälischen Schulministeriums knapp 7000 Schüler und rund 580 Lehrer in Quarantäne. Bei 238 Schülern und 46 Lehrkräften sei eine Infektion mit dem Virus bestätigt worden, berichtete die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ (Montag) unter Berufung auf das Ministerium. Fehlt ein klares Konzept für den Schulbetrieb in Corona-Zeiten?
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Montag, 21. September, 7.27 Uhr
Spahn kündigt neue Corona-Strategie für kalte Jahreszeit an

Mit sogenannten Fieberambulanzen und besonderen Schutzvorkehrungen für Risikogruppen will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das Land für den befürchteten Anstieg der Corona-Infektionszahlen in der kühleren Jahreszeit wappnen. Für Patienten mit klassischen Atemwegssymptomen, die auf eine Corona- oder Grippeinfektion hindeuten, solle es zentrale Anlaufstellen geben, sagte Spahn der „Rheinischen Post“ (Montag).

Um Gefahren für Risikogruppen zu minimieren, soll es Spahn zufolge spezielle Maßnahmen geben. „Deshalb werden präventive Reihentests in den sensiblen Bereichen wie zum Beispiel Pflegeheime ein fester Bestandteil der Teststrategie für Herbst und Winter. Dort müssen wir den Eintrag des Virus verhindern. Es gilt weiter höchste Wachsamkeit,“ so Spahn.

Montag, 21. September, 5.44 Uhr

Steigende Infektionszahlen: Werden verschärfte Regeln verhängt?

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in einigen NRW-Städten steigt weiterhin stark an. Bereits am Wochenende überschritten die Städte Hamm, Gelsenkirchen und Remscheid die sogenannte Vorwarnstufe. Diese liegt bei einem Wert von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Am Montag liegt die 7-Tage-Inzidenz für Hamm bei einem Wert von 46,9 und Remscheid bei 37,8. Der Wert in Gelsenkirchen liegt noch immer bei 44,1. Am Montag werde über eventuelle Einschränkungen entschieden.

Die Stadt Gelsenkirchen etwa hatte am Freitag angekündigt, über eine Obergrenze von 50 Gästen für private Partys entscheiden zu wollen. In Wohnungen sollen den Plänen zufolge Feste „aus herausragendem Anlass nur noch mit höchstens 25 Teilnehmern möglich sein“, wie die Stadt mitteilte. „Wir haben in den vergangenen Tagen feststellen müssen, dass vor allem größere private Feiern in Gelsenkirchen zu einer Verbreitung des Corona-Virus beigetragen haben“, sagte Krisenstabsleiterin Karin Welge.

Sonntag, 20. September, 20.44 Uhr

Tönnies: Zahlreiche Arbeitsschutzverstöße vor Corona-Ausbruch

Beim Schlachtbetrieb Tönnies kam es bereits vor dem Coronavirus-Ausbruch zu Verstößen gegen die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards. Dem WDR zufolge geht dies aus Berichten des Arbeitsschutzes hervor. Tönnies wurde in der Pandemie erst nach dem Corona-Ausbruch bei der Firma Westfleisch Anfang Mai kontrolliert, zwischen Mitte März und Mitte Mai fanden keine Kontrollen statt. Dabei wurden bei der Kontrolle Mitte Mai „gravierende Mängel im Hinblick auf die Vorgaben der Sars-CoV-2-Arbeitsschutzstandards“ festgestellt.

Sonntag, 20. September, 18.08 Uhr

Stadt Hamm muss auf Bestätigung des RKI warten

In Hamm ist die Zahl der akut Infizierten auf 98 gestiegen - und damit auf den kritischen 7-Tage-Inzidenz-Wert von 48,6. Wie der WDR berichtet, kann die Stadt aber keine schärferen Maßnahmen beschließen, weil das Robert-Koch-Institut die Fälle zuerst bestätigen muss. Das das meistens mit einem zeitlichen Verzug passiert, sind die Neu-Infizierten am Sonntag noch nicht mit eingerechnet. Die Stadt will laut WDR-Bericht auf die Aktualisierung der Zahlen am Montag warten und sich dann zum weiteren Vorgehen und möglichen zusätzlichen Einschränkungen äußern. Die meisten der akut Infizierten - genau sind es 58 - waren Gäste einer Hochzeit.

Sonntag, 20. September, 16.45 Uhr

Weiterhin wenig Corona-Patienten auf der Intensivstation

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat einen Höchststand seit knapp fünf Monaten erreicht. So meldete das Robert Koch-Institut am Samstagmorgen 2297 neue Fälle, die der Behörde binnen 24 Stunden übermittelt wurden. Die Lage auf den Intensivstationen in Deutschland ist nach wie vor ziemlich entspannt, wie aus dem sogenannten DIVI-Intensivregister hervorgeht, das die Kapazitäten in fast 1300 Krankenhäusern erfasst. So werden rund 250 Covid-Patienten intensivmedizinisch behandelt, gleichzeitig sind knapp 9000 Betten frei.

Sonntag, 20. September, 15.03 Uhr

Wenige Tausend Teilnehmer bei Demo gegen Corona-Maßnahmen

Begleitet von starker Polizeipräsenz haben sich wenige Tausend Menschen in Düsseldorf an einer Kundgebung gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen beteiligt. Auf der gegenüberliegenden Rhein-Seite versammelten sich zeitgleich Demonstranten der Initiative „Düsseldorf stellt sich quer“ zu einer Gegenveranstaltung. Die Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen war von einer regionalen Gruppen der Initiative Querdenken angemeldet worden. Einige Teilnehmer hatten Regenbogenfahnen dabei, hielten Schilder gegen Digitalisierung in die Höhe oder forderten auf Plakaten Umarmungen statt Distanz. Die Stimmung sei friedlich, berichtete eine dpa-Reporterin.

In Düsseldorf demonstrierten am Sonntag wenige tausend Menschen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen.

In Düsseldorf demonstrierten am Sonntag wenige tausend Menschen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen. © picture alliance/dpa

Sonntag, 20. September, 13.24 Uhr
Steigende Zahlen in NRW: Hamm und Remscheid überschreiten Vorwarnstufe

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in einigen NRW-Städten steigt weiterhin stark an. Heute überschritten auch die Städte Hamm (43,0) und Remscheid (36,9) die sogenannte Vorwarnstufe. Das heißt, die Menschen dort müssen sich jetzt womöglich wieder auf erste Einschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen.

Bei der entscheidenden Kennzahl - den Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - lag Gelsenkirchen heute weiterhin an der Spitze der großen Städte und Kreise in NRW. Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz wurde vom Robert Koch-Institut (RKI) wie am Vortag mit 44,1 angegeben.

Sonntag, 20. September, 12.33 Uhr

SPD-Chefin schlägt kostenlose Nachhilfe für Schüler vor

SPD-Chefin Saskia Esken hat angesichts der Corona-Pandemie kostenlose Nachhilfe für benachteiligte Schülerinnen und Schüler ins Gespräch gebracht. „Warum eröffnen wir den Schüler*innen nicht ein Abonnement auf einer qualitätsgeprüften Nachhilfeplattform?“, sagte die Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die Kosten könnten nach Eskens Worten mit dem Geld aufgefangen werden, das für - jetzt ausfallende - Fahrten ins Schullandheim vorgesehen gewesen sei. „Wir müssen die Nachteile, die gerade sozial benachteiligten Familien und ihren Kindern aus der Pandemiebewältigung entstehen, so gering wie möglich halten und so weit wie möglich ausgleichen“, betonte Esken.

Sonntag, 20. September, 10.58 Uhr

Corona-Tests: Wer wird wie und wann getestet?

Testen ist ein wichtiger Bestandteil der Pandemie-Bekämpfung. Seit März wurden die Testkapazitäten im Kampf gegen das Coronavirus laut Robert Koch-Institut kontinuierlich ausgeweitet. Doch wer kann sich checken lassen, und was kostet ein Test überhaupt? Die wichtigsten Fragen werden im Überblick geklärt:

Corona-Tests: Wer wird wie und wann getestet?

In Deutschland enstehen immer mehr Corona-Testzentren.

In Deutschland enstehen immer mehr Corona-Testzentren. © picture alliance/dpa

Sonntag, 20. September, 9.16 Uhr

Kliniken blocken immer weniger Betten für Corona-Patienten

Trotz steigender Infektionszahlen halten deutsche Kliniken einem Bericht zufolge auf ihren Intensivstationen weit weniger Betten für Corona-Patienten frei als noch vor einigen Wochen und Monaten. Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hält das auch für richtig: „Trotz leicht angestiegener Infektionszahlen gab es keine erhebliche Belastung der Intensivstationen“, sagte Reinhardt der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.


Sonntag, 20. September, 7.44 Uhr
Massiver Anstieg an Infektionen in Gelsenkirchen: Verschärfte Regeln?
In Gelsenkirchen gab es am Samstag 44,1 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - die Vorwarnstufe, die bei einem Wert von 35 liegt, ist damit deutlich überschritten. Vor einer Woche lag die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz in der Stadt noch bei 10,7.

Die Stadt hatte am Freitag angekündigt, beim Überschreiten der Vorwarnstufe von 35 Fällen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen vor allem private Feiern stärker zu beschränken. Geplant ist eine Obergrenze von 50 Gästen für private Partys. In Wohnungen sollen den Plänen zufolge Feste „aus herausragendem Anlass nur noch mit höchstens 25 Teilnehmern möglich sein“, wie die Stadt mitteilte. „Wir haben in den vergangenen Tagen feststellen müssen, dass vor allem größere private Feiern in Gelsenkirchen zu einer Verbreitung des Corona-Virus beigetragen haben“, sagte Krisenstabsleiterin Karin Welge. Deshalb wolle die Stadt mit den Einschränkungen auch genau an dieser Stelle ansetzen. Am Montag wollen die Behörden entscheiden.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Viele Masken sind keine Spezialmasken, wehren Feinpartikel nicht ab und schützen dementsprechend auch nicht vor einer Tröpfcheninfektion
  • Für Menschen, die sich bereits angesteckt haben, sei es aber sinnvoll, sogenannte FFP3-Masken zu tragen, um andere Menschen nicht anzustecken
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.
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