Coronavirus in NRW – Reisekonzern streicht Pauschalreisen nach Spanien – Liveblog

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Nach der Reisewarnung für fast ganz Spanien werden zahlreiche der ab Samstag geplanten Pauschalreisen dorthin storniert. Die Lage in NRW im Überblick.

NRW

, 15.08.2020, 07:56 Uhr / Lesedauer: 13 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • In NRW sind inzwischen 53.660 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden und es gibt 1.772 Todesfälle. 47.192 Menschen sind laut NRW-Gesundheitsministerium wieder genesen. (Stand: 14.8.2020)
  • Der Reisekonzern Tui wird nach der Reisewarnung für fast ganz Spanien die ab Samstag (15.8) geplanten Pauschalreisen dorthin absagen. Umbuchungen seien möglich.
  • Eine Studie des Robert Koch-Instituts zeigt, dass bei fast 30 Prozent der Infizierten keine Antikörper nachweisbar waren. Außerdem blieben 16,8 Prozent der Erkrankten symptomfrei.
  • Immer mehr Reiserückkehrer bringen das Coronavirus nach Deutschland. Um Tests an Flughäfen besser zu im Blick zu haben, verlangen Politiker nun die Überwachung von Conrona-Kontrollen durch die Polizei.

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Samstag, 15. August, 8.20 Uhr

1415 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der bekannten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bis Samstagmorgen 1415 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages (Datenstand 15.8., 0.00 Uhr). Experten sind besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an ihre Grenzen bringt.

Samstag, 15. August, 7.33 Uhr

Nach Reisewarnung: Tui sagt Pauschalreisen nach Spanien ab

Das Auswärtige Amt hat für Spanien - mit Ausnahme der Kanarischen Inseln - eine Reisewarnung ausgesprochen. Zuvor hatten die zuständigen Bundesministerien Spanien als Risikogebiet eingestuft. Auch die beliebte Urlaubsinsel Mallorca ist davon betroffen.

Der Reisekonzern Tui wird nach der Reisewarnung für fast ganz Spanien die ab Samstag (15.8) geplanten Pauschalreisen dorthin absagen. Den Kunden würden Umbuchungen zu anderen Reisezielen angeboten, zum Beispiel zu den Kanarischen Inseln, wie ein Tui-Sprecher am Freitagabend der dpa sagte. Weil man nicht von allen Kunden Kontaktdaten habe, nehme man außerdem Kontakt zu Reisebüros auf. Reisenden, die bereits in den betroffenen Feriengebieten sind, biete Tui an, sie auf Wunsch früher als geplant nach Hause zu fliegen.

Freitag, 14. August, 21.26 Uhr

Nasenspray soll Corona-Infektion für 24 Stunden verhindern

Ein Nasenspray deutsch-amerikanischer Forscher soll die Ansteckung mit dem Coronavirus möglicherweise verhindern. Wissenschaftlern der „UC San Francisco“ zufolge soll das Mittel Coronaviren vom Vordringen in Körperzellen abhalten. Ihre Forschungsarbeit haben sie auf der Wissenschaftsplattform bioRxiv veröffentlicht. Das Präparat stößt künstlich im Labor erzeugte Proteinmoleküle aus, die sogenannten Nano-Körpern ähneln. Das sind sehr kleine Antikörpertypen, die zum Beispiel Dromedare und Lamas bilden. Durch den feinen Aerosol-Nebel des Nasensprays gelangen die Proteinmoleküle über das Geruchsorgan Nase in Atemwege und Lunge. Dort sollen sich die Moleküle auf die kronenartige Oberfläche des Coronavirus setzen und es so unschädlich machen.

Freitag, 14. August, 19.07 Uhr

Karnevalshochburgen legen Ideen für Frohsinn trotz Corona vor

Die Karnevalshochburgen Köln, Düsseldorf, Bonn und Aachen haben konkrete Ideen für närrischen Frohsinn unter Corona-Bedingungen ausgearbeitet. Es handle sich um Empfehlungen für Karnevalsveranstaltungen, die man nun der Landesregierung zur Prüfung vorgelegt habe, sagte ein Sprecher des Festkomitees Kölner Karneval am Freitag. Die Idee: Eine Art Leitfaden, an dem sich Karnevalisten landesweit orientieren können, wenn es um die Genehmigung einer Veranstaltung geht. „Es geht nicht darum, mit Gewalt zu feiern, wenn es nicht geht“, sagte er. „Der Punkt ist: Wenn wir feiern, wollen wir ehrenamtlichen Karnevalisten, die sich damit nicht auskennen, konkrete Tipps geben.“ In dem Papier werden den Angaben zufolge viele praktische Probleme erörtert, die sich aus der Kombination von Pandemie und Party ergeben: Welchen Abstand haben Büttenredner zum Publikum? Wie weit müssen die Bläser im Orchester von den anderen Musikern und den Gästen im Saal entfernt sitzen? Wie viele Menschen dürfen in einen Saal? Wo könnte getanzt werden? Mit einem Ergebnis der Prüfung auf Landesebene rechnen die Initiatoren erst im September.

Freitag, 14. August, 17.49 Uhr

Gericht untersagt wegen Corona Feier mit 70 Gästen

Wenige Stunden vor einer geplanten privaten Geburtstagsfeier mit 70 Gästen auf einem Balkon in Münster hat das Verwaltungsgericht das Aus der Veranstaltung bestätigt. Wegen der Corona-Bestimmungen hatte das Ordnungsamt der Stadt die Feier untersagt. Das Gericht bestätigte diese Sicht in einem Eilverfahren und untersagte das Treffen am Freitagabend. Begründung: Ein 26. Geburtstag sei kein „herausragender Anlass“ wie bei einem Jubiläum, einer Hochzeit oder einem runden Geburtstag, den die Coronaschutzverordnung mit höchstens 150 Teilnehmern zulasse.

Freitag, 14. August, 16.15 Uhr

Spanien und Balearen zum Risikogebiet erklärt

Das Robert-Koch-Institut (RKI) wird ganz Spanien außer den Kanarischen Inseln (Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura, Lanzarote, El Hierro, La Palma) zum Risikogebiet erklären. Die entsprechenden Bundesministerien bestätigten der Deutschen Presse Agentur einen entsprechenden Bericht der „Bild“. Damit würde wohl auch eine Reisewarnung vom Auswärtigen Amt für das beliebte Urlaubsziel folgen. Das RKI verwies bei einer Anfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland auf das Auswärtige Amt, das am Freitagnachmittag zunächst nicht erreichbar war. Das RKI teilte weiter mit, noch nicht sagen zu können, wann eine offizielle Aktualisierung der Liste der Risikogebiete erfolgt. Mallorca hat zuletzt einen sehr starken Anstieg von Corona-Neuinfektionen erlebt.

Freitag, 14. August, 15.31 Uhr

Weiter steigende Corona-Belastung im Ruhrgebiet

Im Ruhrgebiet steigt die Zahl der Coronainfektionen weiter an: In fünf Städten und Kreisen gab es innerhalb von sieben Tagen über 25 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag hervor. Betroffen waren: Duisburg mit 26,3, der Kreis Unna mit 26,9, Bochum mit 29,3, Hagen mit 29,7 und Herne mit 30,7 (Stand: 14. August, 00.00 Uhr). Ab 50 können neue Regeln zur Eindämmung des Ansteckungsrisikos verhängt werden.

Freitag, 14. August, 14.27 Uhr

Bislang fünf Millionen Euro für Sportvereine - NRW verlängert Frist

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat die Antragsfrist zur Unterstützung von Sportvereinen um drei weitere Monate verlängert. Wie die Staatskanzlei in Düsseldorf am Freitag bekanntgab, kann die Soforthilfe Sport für die Folgen der Corona-Pandemie nun noch bis zum 15. November 2020 beantragt werden. Sportvereine können aus diesem Hilfsfonds Mittel bis zu 50.000 Euro erhalten. Laut Mitteilung der Staatskanzlei konnten bislang über 700 Vereine mit rund fünf Millionen Euro unterstützt werden.

Freitag, 14. August, 13.20 Uhr

Mallorca überschreitet Corona-Grenzwert

Die Rate an Neuinfektionen auf der Baleareninsel Mallorca liegt bei 66,81 pro 100.000 Einwohner. Damit hat Mallorca den von Deutschland gesetzten Grenzwert, um als Corona-Risikogebiet eingeschätzt zu werden, deutlich überschritten. Nun könnte es passieren, dass Mallorca zum Risikogebiet erklärt wird.

Freitag, 14. August, 12.51 Uhr

Karneval absagen? Laschet entgegnet Landrat: „Es ist jetzt zu früh“

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hält die vom Landrat des Rhein-Sieg-Kreises geforderte Entscheidung über eine mögliche Absage der Karnevalssession für „zu früh“. „Dem Landrat würde ich sagen, es ist jetzt zu früh, das abschließend zu entscheiden“, sagte Laschet in einem Sommerinterview des WDR. Die Staatskanzlei sei insbesondere mit den Festkomitees der Hochburgen Köln, Düsseldorf, Bonn und Aachen im Gespräch, um zu erörtern, unter welchen Bedingungen Karneval stattfinden kann. „Nur auch da muss man das Infektionsgeschehen abwarten“, sagte Laschet.

Freitag, 14. August, 12.30 Uhr

RKI-Studie: Hohe Corona-Dunkelziffer

Eine Studie des Robert-Koch-Instituts ergab, dass bei fast 30 Prozent der infizierten Probanden keine Antikörper nachweisbar sind. Außerdem wurden 3,9 Mal mehr Infektionen nachgewiesen als bisher bekannt waren. Für die Antikörperstudie zur Verbreitung des Coronavirus testete das RKI 2203 Teilnehmer in der Gemeinde Kupferzell in Baden-Württemberg.

Freitag, 14. August, 11.54 Uhr

RKI mahnt Einhaltung der Corona-Regeln an

Das Robert-Koch-Institut (RKI) appelliert an die Bevölkerung, die Abstands- und Hygieneregeln weiter einzuhalten. Es sei zu beobachten, dass die Infektionszahlen bundesweit wieder ansteigen. „Wir dürfen diese Entwicklung so nicht weiterlaufen lassen“, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schade bei einer Pressekonferenz.

Jeder müsse seine Kontakte weiterhin einschränken - das gelte für alle Bereiche. Reisen sollten nur unternommen werden, wenn unbedingt notwendig und Feiern nur im engsten Kreis abgehalten werden. Auch das Tragen von Masken und das Abstandhalten helfe dabei, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. „Anders wird es nicht gehen und wir drohen, die Kontrolle zu verlieren“, sagte Schade.

Freitag, 14. August, 11.01 Uhr

Kein dringender Regelungsbedarf zur Priorisierung von Corona-Patienten

Der Gesetzgeber muss im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie vorerst keine Regelung zur sogenannten Triage treffen. Bei einer Triage handelt es sich um eine Einteilung der Verletzten nach der Schwere der Verletzungen. Das Bundesverfassungsgericht lehnte einen entsprechenden Eilantrag ab.

Die Beschwerdeführer hatten gefordert, dass der Bund die Vergabe von Krankenhausintensivplätzen klar regeln soll, um zu verhindern, dass Vorerkrankte und Menschen mit Behinderungen bei Engpässen von lebendrettendenden Behandlungen ausgeschlossen werden. Die Verfassungsbeschwerde sei nicht generell unbegründet, erklärten die Richter, das derzeitige Infektionsgeschehen lasse aber nicht erkennen, dass eine solche Situation bald eintrete.

Freitag, 14. August, 10.20 Uhr

Runder Tisch: Wie kann Karneval gefeiert werden?

In der rheinischen Narrenhochburg Köln kommt an diesem Freitag ein Runder Tisch zusammen. Es soll beraten werden, wie der Sessionsstart 2020 in der Domstadt womöglich doch stattfinden könnte.

In NRW wird momentan darüber beraten, wie Karneval unter Corona-Bedingungen möglich ist.

In NRW wird momentan darüber beraten, wie Karneval unter Corona-Bedingungen möglich ist. © picture alliance/dpa

Freitag, 14. August, 9.30 Uhr

Erste Autobahn-Teststation in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg hat seine erste Autobahn-Teststation an der A5 in der Nähe der Grenze zu Frankreich eröffnet. Reisende können sich dort sieben Tage die Woche von 6 bis 22 Uhr kostenlos testen lassen. Vorerst gilt das Angebot nur bis zum Ende der Sommerferien Mitte September.

Freitag, 14. August, 9.01 Uhr

Digitalisierung an Schulen soll schneller gehen

Schüler haben am Donnerstagabend noch mal das Versprechen aus der Politik bekommen, dass die Digitalisierung schneller gehen soll.
Bundesbildungsministerin Anja Karlicezk hat mit Kollegen aus sieben Ländern und Kanzlerin Angela Merkel über Lehren aus der Coronakrise beraten. Sie wollen sich dafür einsetzen, dass Schüler privates Internet bekommen für maximal zehn Euro im Monat - und Lehrer Dienstlaptops.

Freitag, 14. August, 7.45 Uhr

Aktuell keine Einreise für Online-Studierende
Momentan werden in Deutschland Visa zurzeit nur an Studierende vergeben, die eine Präsenzpflicht an ihrer Uni nachweisen können. In der Antwort der Bundesregierung heißt es wörtlich: „[Seit] dem zweiten Juli können ausländische Studierende, die nachweisen können, dass ihr Studium nicht vollständig aus dem Ausland durchgeführt werden kann, beispielsweise aufgrund von Präsenzpflichten, auch zur Aufnahme eines Studiums einreisen.“ Weiter heißt es: „Die Einreise zu einem Online- oder Fernstudium ist weiterhin nicht vorgesehen.“ Das geht aus einer Anfrage der grünen an des Bundesbildungsministerium hervor.

Das bedeutet im Umkehrschluss: Bietet eine Uni im Wintersemester für einen bestimmten Studiengang wegen Corona noch keine Präsenz-Vorlesungen an, dann gibt es für die betroffenen ausländischen Studierenden kein Visum.

Freitag, 14. August, 7.15 Uhr

Maskenmuffel in der Bahn

Der Pianist Igor Levit berichtet auf Twitter von einem Dialog mit einer Person, die während der Zugfahrt lieber keine Maske tragen wollte. Zugbegleiter der Deutschen Bahn sollen Menschen, die keinen Mund-Nasen-Schutz tragen, ermahnen. Doch etwa Bußgelder dürfen sie rechtlich gesehen nicht verhängen.

Freitag, 14. August, 6.40 Uhr

Bayrischer Rundfunk: 1400 Getestete sind positiv

Die Behörden in Bayern sind dabei, die mehr als 1000 positiv auf das Coronavirus getesteten Reiserückkehrer zu informieren. Bei den mehr als 100.000 Tests an den Stationen für Reiserückkehrer in Bayern gab es fast 1400 positive Ergebnisse. Das hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit dem Bayrischen Rundfunk mitgeteilt.

Freitag, 14. August, 6.03 Uhr

Großbritannien ordnet Quarantäne für Reisende aus Frankreich und Niederlanden an

Wegen stark steigender Corona-Fallzahlen müssen aus Frankreich und den Niederlanden eintreffende Reisende in Großbritannien ab Samstag wieder in Quarantäne. Ankommende aus beiden Ländern sowie aus Monaco, Malta, den Turks- und Caicosinseln und Aruba müssten sich nach ihrer Ankunft im Vereinigten Königreich „für zwei Wochen selbst isolieren“, wie Verkehrsminister Grant Shapps mitteilte.

Frankreichs Regierung „bedauerte“ die Entscheidung und kündigte „reziproke“ Maßnahmen an. Die britische Regierung hatte Ende Juni bereits Spanien von der Liste jener Länder gestrichen, aus denen eine Einreise ohne Quarantäne möglich ist.

Freitag, 14. August, 5.40 Uhr

1449 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der bekannten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist erneut deutlich gestiegen. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts 1449 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages. Höher lag der Wert zuletzt am 1. Mai mit 1639 registrierten Neuinfektionen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 221.413 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Seit dem Vortag wurden 14 neue Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben nun bei 9225. Bis zum Morgen hatten 200.200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Freitag, 14. August, 5.08 Uhr

CDU-Experten verlangen Polizei-Überwachung von Flughafen-Tests

CDU-Parlamentarier im Bund und im EU-Parlament fordern schnelle Abhilfe bei mangelhaften Flughafentests. Unions-Innenexperte Armin Schuster (CDU) bezeichnete in „Bild“ „Urlaubsheimkehrer mit Corona-Infektion“ als „unser Problem Nummer Eins“. Kontrollen der Rückreisenden müssten auf Flughäfen verlässlich funktionieren, sagte Schuster der Zeitung.

Besonders bei Ankunft aus Risikogebieten dürften die Tests nicht bewusst umgangen werden können. Unterstützung erfährt diese Kritik auch im Europäischen Parlament. Flugverkehrsexperte Sven Schulze (CDU) sagte: „Die Rückreisetests sollen zwischen Fluggastbrücke und Terminalgebäude durchgeführt werden.“ Schulze fordert: „Polizisten müssen die akkurate Durchführung der Kontrollen überwachen.“

Donnerstag, 13. August, 21.54 Uhr

Rekord an Neuinfektionen: Urlaubsrückkehrer stecken sich in Kroatien an

Kroatien ist für viele Deutsche eine beliebte Urlaubsdestination. Zuletzt meldete das kroatische Fremdenverkehrsamt, dass die Buchungslage im Lichte der Pandemie weit weniger schlimm sei, als ursprünglich befürchtet. Statt einem erwarteten Rückfall von 70 bis 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr seien es derzeit lediglich 55 bis 50 Prozent weniger Übernachtungen.

Zugleich wurden in Deutschland zunehmend Urlaubsrückkehrer aus Kroatien registriert, die sich dort mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Bei vielen von ihnen handelt es sich um junge Menschen, die angaben, dass sie an Strandpartys teilgenommen hatten.

Donnerstag, 13. August, 20.19 Uhr

Passant droht Maskenverweigerer mit Schreckschusswaffe

Wegen eines Verstoßes gegen die Maskenpflicht hat ein 25-Jähriger im Neusser Bahnhof eine Waffe gezogen. Damit habe er dafür sorgen wollen, dass ein Maskenverweigerer seinem Bußgeld nicht entgeht, berichtete die Polizei am Donnerstag. Angestellte der Bahn und die Polizei seien eingeschritten. Der 25-Jährige muss sich nun wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie wegen des Verdachts der Bedrohung verantworten. Die Schreckschusswaffe wurde sichergestellt. Zudem wurde gegen beide Beteiligten ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht eingeleitet, denn auch der 25-jährige selbst ernannte „Ordnungshüter“ habe den Mund-Nasen-Schutz nicht richtig getragen.

Donnerstag, 13. August, 18.55 Uhr

Spahn: Corona-Infizierte sind so jung wie nie

In Deutschland steigen die Corona-Zahlen wieder. Reiserückkehrer, Schulöffnungen und eine gesteigerte Kontaktfreudigkeit der Deutschen tragen dazu bei. Vielerorts wird gar die „zweite Welle“ beschworen. Gesundheitsminister Jens Spahn macht zudem das gesunkene Durchschnittsalter der Neuinfizierten Sorge. „Wir hatten letzte Woche mit im Schnitt, also Durchschnitt mit 34 Jahren, das niedrigste Durchschnittsalter seit Beginn. Das heißt eben, dass vor allem unter Jüngeren im Moment viele Infektionen stattfinden“, erklärte Spahn im ZDF-“Morgenmagazin“.

Donnerstag, 13. August, 17.37 Uhr

Wirte im Rheinland möchten nach Mitternacht draußen bedienen dürfen

Um fehlende Umsätze durch die Corona-Krise ausgleichen zu können, möchten die Wirte im Rheinland Terrassen und Biergärten abends länger öffnen. Ihr Branchenverband Dehoga hat deshalb die Oberbürgermeister und Bürgermeister in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf gebeten, die Sperrzeiten in der Außengastronomie zu verkürzen. Zugleich forderte der Verband die Landesregierung auf, das Landesimmissionsschutzgesetz zu ändern, damit die Kommunen das Freiluftgeschäft auf auch über 24 Uhr hinaus erlauben dürfen. Die Gäste seien coronabedingt derzeit nicht bereit, in die Innenräume der Gaststätten zu wechseln, heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Donnerstag, 13. August, 16.41 Uhr

Corona-Warn-Update sorgt für neue Probleme

Am Dienstag ist das Update 1.2.0 für die Corona-Warn-App erschienen. Die neue Version soll Nutzer darüber informieren, ob ihre Hintergrundaktualisierung auf dem Smartphone aktiviert ist. Diese Aktualisierung ist wichtig, um die fehlerfreie Risiko-Ermittlung zu garantieren, auch wenn die App gerade nicht geöffnet ist. Zudem kommt mit dem Update eine Übersetzung der App in den Sprachen Rumänisch, Bulgarisch und Polnisch.

Doch nach dem Download der Version 1.2.0 meldeten einige iOS-Nutzer erneute Probleme mit der Anwendung. Die App ließ sich nicht öffnen oder stürzte wiederholt ab. War die Hintergrundaktualisierung inaktiv, so führte dies zum Crash. Zwar ließ sich der Bug umgehen, indem die Aktualisierung manuell aktiviert wurde, doch war dies keine dauerhafte Lösung.

Donnerstag, 13. August, 15.08 Uhr
Land gibt Zustimmung für Großkonzert
Das Land NRW hat grünes Licht gegeben für das geplante Großkonzert am 4. September in Düsseldorf. Eine endgültige Entscheidung soll aber erst am 31. August fallen.

Ministerpräsident Armin Laschet hatte die Pläne für die Veranstaltung mit rund 13.000 Zuschauern zuvor kritisiert, Düsseldorfs OB Thomas Geisel dagegen verteidigt. Wie die WAZ berichtet, sind inzwischen bereits rund 3000 Karten verkauft.

Die Entscheidung für oder gegen das Konzert sei unter andere abhängig von den Infektionszahlen. Der Grenzwert sei noch nicht bekannt.

Bei dem Konzert soll unter anderem Sarah Connor auftreten.

Donnerstag, 13. August, 12.30 Uhr

Landrat bittet Laschet um Absage von Karneval

Der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Sebastian Schuster, hat sich dafür ausgesprochen, die Karnevalsveranstaltungen für die kommende Session abzusagen. Der CDU-Politiker sagte, er habe deswegen bereits an den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) angeschrieben. Karneval, so wie man ihn kenne, werde in der Session 2020/2021 nicht möglich sein. Die wegen der Corona-Pandemie gebotenen Abstands- und Hygieneregeln machten Veranstaltungen für Vereine nicht durchführbar.

Donnerstag, 13. August, 11.58 Uhr

Festnahme wegen Betrugsverdacht mit Corona-Hilfen in Duisburg

Wegen des Verdachts auf Betrug mit Corona-Soforthilfen hat die Polizei in Duisburg am Donnerstag eine Frau festgenommen. Sie soll zu Unrecht 15 000 Euro ausgezahlt bekommen haben - für einen gewerblich tätigen Verein, den es allerdings gar nicht gegeben haben soll. Sie sollte am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

In dem Verfahren gibt es drei weitere Beschuldigte, denen ebenfalls Subventionsbetrug vorgeworfen werde, weil sie Hilfsgelder für einen vermeintlichen Verein kassiert haben sollen. Details nannte die Staatsanwaltschaft unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht. Am Donnerstag waren im Stadtteil Marxloh drei Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus durchsucht und die Tatverdächtige festgenommen worden.

Donnerstag, 13. August, 11.35 Uhr

Test-Panne: 900 Corona-Infizierte sollen bis Mittag Bescheid wissen

Nach der Test-Panne an bayerischen Autobahnen ist das bayerische Gesundheitsministerium weiter optimistisch, dass 900 positiv Getestete bis zum Donnerstagmittag über ihre Ergebnisse informiert werden. „Es wird telefoniert, die Menschen werden informiert“, sagte ein Ministeriumssprecher. „Wir tun alles dafür, das umzusetzen, und sind zuversichtlich, dass wir das schaffen.“

Donnerstag, 13. August, 10.44 Uhr

Ärztepräsident warnt vor Panik wegen steigender Infektionszahlen
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat vor Panik angesichts der auch in Deutschland wieder steigenden Zahl der Corona-Neuinfektionen gewarnt. „Mit Infektionszahlen von 1.200 Infektionen am Tag, wenn die jetzt nicht erheblich weiter ansteigen, können wir im Gesundheitswesen natürlich umgehen“, sagte Reinhardt am Donnerstag dem Bayerischen Rundfunk. Vorsicht sei jedoch wichtig.

Donnerstag, 13. August, 9.50 Uhr

5000 Corona-Tote weniger in England

England hat die Zahl der Corona-Toten deutlich nach unten korrigiert. Das britische Gesundheitsministerium weist nun 5000 Tote weniger aus. Die Zahl der Todesfälle bei nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in Großbritannien sank damit von 46.706 auf 41.329. Trotzdem hält das Land weiterhin den traurigen Rekord der meisten Corona-Opfer in Europa.

England ist vom Coronavirus besonders betroffen.

England ist vom Coronavirus besonders betroffen. © picture alliance/dpa

Donnerstag, 13. August, 9.03 Uhr

Essen: Grundschule wegen Corona zu

Die Elisabethschule in Essen-Frohnhausen bleibt am Donnerstag geschlossen. Die Einschulungsfeier fällt aus. Eine Lehrerin ist am Corona-Virus erkrankt, vier weitere Personen sind in Quarantäne. Das bestätigte am Donnerstagmorgen die Stadt Essen. Wann die Schule wieder öffnet, ist noch nicht klar. Das berichtet die WAZ.

Donnerstag, 13. August, 8.30 Uhr

Nach Corona-Fall: Sekundarschule in Dorsten öffnet am zweiten Schultag

Nach einem Corona-Fall im Kollegium ist die Sekundarschule in Dorsten mit einem Tag Verspätung in das neue Schuljahr gestartet. Der Unterricht beginne am Donnerstag für alle Klassen, teilte die Schule auf ihrer Homepage mit. Wie geplant laufe das zeitversetzt nach Jahrgängen: Der Jahrgang sechs starte um 7.45 Uhr, Schüler des siebten Jahrgangs um 8.15 Uhr und die Einschulung der 5. Klassen beginne um 11 Uhr.

Eine Lehrerin hatte sich mit dem Coronavirus angesteckt. Sie befinde sich in Quarantäne, hatte ein Sprecher des Kreisgesundheitsamtes am Mittwoch berichtet. Die Lehrerin habe an den Tagen vor dem Schulbeginn an mehreren Konferenzen teilgenommen. Insgesamt seien 43 Kontaktpersonen ermittelt worden, die getestet würden.

Donnerstag, 13. August, 7.21 Uhr

Bericht: Zahl der Zeitarbeiter im Mai um mehr als 120.000 gesunken

Die Zahl der Zeitarbeiter in Deutschland ist laut einem Zeitungsbericht in der Corona-Krise drastisch gesunken. Laut Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im Mai nur 624.900 Menschen in der Zeitarbeitsbranche beschäftigt, rund 124.00 weniger als ein Jahr zuvor, wie die Düsseldorfer „Rheinische Post“ in ihrer Donnerstagsausgabe berichtet.

Aktuellere Zahlen erwartet die BA nach Angaben der Zeitung erst Anfang September. Da viele Unternehmen in der Krise ihre Priorität darauf legen, ihre Stammbelegschaft zu halten, werden die Jobs von Zeitarbeitern oft als erste gestrichen.

Donnerstag, 13. August, 6.10 Uhr

Lit.Cologne sagt auch die Nachholtermine ab

Das bereits im Frühjahr vom Coronavirus verhinderte Literaturfestival Lit.Cologne muss auch die für den Herbst geplanten Nachholtermine absagen. „Bei den Nachholterminen handelt es sich ausnahmslos um ausverkaufte Veranstaltungen. Die allgemeinen Corona-Schutzmaßnahmen lassen bis auf Weiteres keine Veranstaltungen dieser Größenordnung zu“, erklärten die Organisatoren.

Das größte Literaturfestival Europas hatte eigentlich schon im März stattfinden sollen - die Corona-Pandemie kam aber dazwischen. Für knapp 50 von insgesamt 220 Veranstaltungen hatte das Team alternative Termine im Herbst ins Auge gefasst - in der Erwartung, dass sich die Lage bis dahin wieder normalisiert haben könnte. Nun sehe man aber keine andere Möglichkeit - und hoffe, dass sich das Publikum „vielleicht noch einmal solidarisch“ zeige. Karteninhaber können von ihrem Rückgaberecht Gebrauch machen.

Donnerstag, 13. August, 6.00 Uhr

Schalke spielt wieder vor Zuschauern

Bundesligist Schalke 04 spielt erstmals wieder vor Zuschauern. 300 Fans sind für das Testspiel am Samstag gegen den Drittligisten SC Verl im Stadion zugelassen. Das gilt auch für einen weiteren Test gegen den Drittligisten KFC Uerdingen am kommenden Dienstag (18 Uhr), wie der Revierclub am Donnerstag mitteilte.

Schalke konnte sich mit den zuständigen Behörden in Gelsenkirchen darauf verständigen, die Zuschauer auf die Tribüne zu lassen. Der Verein teilte mit, er könne gewährleisten, dass die Abstandsregelungen eingehalten werden. Die Rückverfolgbarkeit von Infektionsketten sei gesichert. Die Tickets für das Testspiel verteilt der Verein kostenfrei an Fans, die zuletzt besonders viele Auswärtsspiele gesehen haben.

Die Fußballer von Schalke 04 dürfen demnächst wieder vor Zuschauern spielen.

Die Fußballer von Schalke 04 dürfen demnächst wieder vor Zuschauern spielen. © picture alliance/dpa

Donnerstag, 13. August, 5.31 Uhr

1445 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle nach Angaben des Robert-Koch-Instituts um 1445 auf 219.964 gestiegen. Das sind die meisten seit dem 28. April. Die Zahl der Toten legte demnach um vier auf 9211 zu. Damit erreicht die Zahl der registrierten Neuinfektionen den höchsten Wert seit Anfang Mai.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 12.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 0,88 (Vortag: 0,97). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 12.8., 0.00 Uhr, bei 1,04 (Vortag: ebenfalls 1,04).

Donnerstag, 13. August, 5.05 Uhr

Schule in Viersen wegen Coronavirus bei einer Lehrerin geschlossen

Kurz nach dem Start in das neue Schuljahr ist eine Grundschule im Viersener Stadtteil Süchteln wieder geschlossen worden. Eine Lehrerin der Martinschule sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte die Schule am Mittwoch mit. Da die erste Konferenz des Kollegiums in einem Raum stattgefunden habe, sei vorsorglich das gesamte Personal unter Quarantäne gestellt worden. „Da ohne Lehrerinnen kein Unterricht mehr möglich ist, bleibt die Schule bis zum 24.8.2020 geschlossen“, schrieb die Schule auf ihrer Webseite.

Die Kinder hätten zu keiner Zeit Kontakt mit der Erkrankten gehabt. Ob es eine Notbetreuung für die Schülerinnen und Schüler geben wird, steht demnach noch nicht fest.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Viele Masken sind keine Spezialmasken, wehren Feinpartikel nicht ab und schützen dementsprechend auch nicht vor einer Tröpfcheninfektion
  • Für Menschen, die sich bereits angesteckt haben, sei es aber sinnvoll, sogenannte FFP3-Masken zu tragen, um andere Menschen nicht anzustecken
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.
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Abstandsregeln und Maskenpflicht werden bei erhöhtem Alkoholkonsum zunehmend vernachlässigt. Nun steht in Berlin die Frage nach Einschränkungen für den Alkoholverkauf aus.

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