Coronavirus in NRW: Karnevals-Gipfel in Düsseldorf – Liveblog

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Bald beginnt die fünfte Jahreszeit. Doch wie kann man Karneval während der Corona-Pandemie-Feiern? Die Jecken haben ein Konzept erstellt. Die Lage in NRW im Überblick.

NRW

, 17.09.2020, 05:50 Uhr / Lesedauer: 15 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • In NRW sind inzwischen 63.564 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden und es gibt 1.839 Todesfälle. 58.460 Menschen sind laut NRW-Gesundheitsministerium wieder genesen. (Stand: 17.9.2020)
  • In Düsseldorf berät die Landesregierung mit Vertretern von vier Festkomitees und dem Bund Deutscher Karneval, wie die fünfte Jahreszeit in Corona-Zeiten gefeiert werden kann. Die Karnevalisten haben ein umfassendes Konzept erarbeitet.
  • 2.194 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) gemeldet. Das ist der höchste Wert seit April.
  • Nach Solingen hat auch die Stadt Mülheim den Schwellenwert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen 7 Tagen erreicht.
  • Das NRW-Landeskabinett hat die Corona-Schutzverordnung bis einschließlich 30. September verlängert. Änderungen gibt es im Bereich des Sports: Fans dürfen zurück in die Stadien.
  • Alle Corona-Regeln für NRW finden Sie hier im Überblick

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Freitag. 18. September, 7.55

Landtag debattiert über Folgen der Corona-Krise

Der nordrhein-westfälische Landtag debattiert am Freitag über die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Besonders stark betroffen seien die Gastronomie, Hotellerie und Veranstaltungsbranche, heißt es im Antrag der Regierungskoalitionen von CDU und FDP, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

Rund zwei Drittel der Betriebe in NRW fürchteten nach Angaben des Hotel-und Gaststättenverbandes (Dehoga) um ihre Existenz. Der größte Teil des Umsatzes werde zurzeit im Außenbereich erzielt, hieß es weiter. Für den Herbst und Winter müssten aber Konzepte für geschlossene Räume entwickelt werden.

Freitag, 18. September, 7.07 Uhr

Karnevals-Gipfel in Düsseldorf

Das Corona-Virus hat schon viele Veranstaltungen und Feste platzen lassen, doch die Jecken wollen sich nicht geschlagen geben. In Düsseldorf beginnt am Freitag um 17 Uhr ein Karnevals-Gipfel in der Staatskanzlei. Vier Festkomitees und der Bund Deutscher Karneval treffen sich mit Vertretern der NRW-Landesregierung.

Dort soll über ein 30-seitiges Konzept gesprochen werden, das die Karnevalisten dem Gesundheitsministerium vorgelegt hatten. Es enthält Handlungsempfehlungen, wie zum Beispiel am 11.11. zur Sessionseröffnung Karneval gefeiert werden könnte.

Donnerstag, 17. September, 22.58 Uhr

Österreich verschärft Corona-Maßnahmen

Als Reaktion auf die steigenden Corona-Infektionszahlen limitiert Österreich die Zahl der Teilnehmer bei privaten Zusammenkünften. Bei Feiern in Gebäuden seien ab Montag(21. September) nur noch zehn Personen erlaubt, sagte Kanzler Sebastian Kurz von der konservativen ÖVP. Eine Kontrolle von Privatwohnungen sei allerdings nicht geplant, da sie nicht grundrechtskonform sei. Es gehe um Zusammenkünfte im öffentlichen Raum.

Nicht betroffen von den Verschärfungen sind laut Regierung die professionell organisierten Veranstaltungen im Sport- und Kulturbereich. Dort bleibe es bei der Obergrenze von 1500 Menschen in Gebäuden und 3000 im Freien.

Binnen 24 Stunden wurden in Österreich zuletzt 780 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl ist das ein etwa dreimal höherer Wert als aktuell in Deutschland.

Donnerstag, 17. September, 22.05 Uhr

Sorge in Bochum: Viele Neuinfektionen

Die Corona-Entwicklung in Bochum ist weiter besorgniserregend. Binnen 24 Stunden gab es 21 Infektionen. Die Neuerkrankungsrate steigt auf 23,2. Am Nachmittag meldeten die Gesundheitsbehörden insgesamt 1203 bestätigte Infektionen seit Beginn der Pandemie. Schon am Mittwoch war ein Anstieg um 15 Erkrankte verzeichnet worden.

Es bleibt bei 24 Corona-Toten, die infolge von Covid-19 verstorben sind. Zehn Patienten müssen in Kliniken behandelt werden, davon drei auf der Intensivstation. 624 Personen harren in häuslicher Quarantäne aus. Das meldet die WAZ.

Donnerstag, 17. September, 21.21 Uhr

Fehlende Maske in der Bahn: 15.000 Ermahnungen

Die Bundespolizei hat von Samstag bis Mittwoch fast 15.000 Bahnreisende wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht ermahnt. Der ganz überwiegende Teil der in Zügen und Bahnhöfen ermahnten 14.676 Reisenden habe sich einsichtig gezeigt, teilte das Bundespolizeipräsidium in Potsdam mit. In 221 Fällen seien die Ermahnten aber uneinsichtig gewesen, weshalb die örtlichen Gesundheitsämter zwecks Verhängung von Bußgeldern informiert worden seien.

Weder das Bahnpersonal noch die Polizei dürfen bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Zügen Bußgelder verhängen, dies ist Sache der Gesundheitsämter. Allerdings kann die Bahn solchen Reisenden die Weiterfahrt verbieten, die Bundespolizei kann dabei unterstützen.

Die Deutsche Bahn hat in den vergangenen Tagen verstärkt die Maskenpflicht auf Bahnhöfen und in Zügen kontrolliert.

Die Deutsche Bahn hat in den vergangenen Tagen verstärkt die Maskenpflicht auf Bahnhöfen und in Zügen kontrolliert. © picture alliance/dpa

Donnerstag, 17. September, 20.15 Uhr

WHO „Alarmierender“ Anstieg von Infektionen

Weltgesundheitsorganisation hat den Anstieg der Corona-Infektionen in Europa als „alarmierend“ bezeichnet. Die Entwicklung müsse ein „Alarmsignal für uns alle“ sein, sagte WHO-Europadirektor Hans Kluge in Kopenhagen.

In Europa - wozu die WHO 53 Länder inklusive Russland zählt - wurden bisher fast fünf Millionen Corona-Fälle registriert. Mehr als 227.000 Menschen starben an den Folgen der Viruserkrankung. Täglich werden der WHO zufolge derzeit zwischen 40.000 und 50.000 neue Ansteckungen festgestellt.

In Deutschland wurden 2.194 registrierte Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Die Schwelle von 2.000 täglich bekannt gewordenen Ansteckungen war zuletzt in der zweiten Augusthälfte überschritten worden. Insgesamt sind 2.194 Fälle sogar der höchste Wert seit April.

Donnerstag, 17. September, 18.55 Uhr

München: Sorge um Wiesn-Ersatzpartys

Die Stadt München hat für den Samstag als ursprünglich geplanten ersten Oktoberfesttag ein Alkoholverbot für die Theresienwiese verhängt. Auf der gesamten Fläche dürfe von 9 Uhr morgens bis 6 Uhr am Sonntagmorgen kein Alkohol konsumiert werden, teilte die Stadt mit.

„Ziel dieses Verbots ist es, auf dem Gelände private Ersatzpartys zum ursprünglich geplanten Wiesnstart mit hohem Infektionsrisiko zu unterbinden.“ Das Alkoholverbot gelte auch für drei auf der Theresienwiese angemeldete Demonstrationen, hieß es.

In diesem Jahr wird es auf der Theresienwiese keine Wiesnzelte für das Oktoberfest geben.

In diesem Jahr wird es auf der Theresienwiese keine Wiesnzelte für das Oktoberfest geben. © picture alliance/dpa

Donnerstag, 17. September, 18.23 Uhr

Westfleisch übernimmt 3000 Werkarbeiter in die Stammbelegschaft

Nach scharfer Kritik an miesen Arbeitsbedingungen übernimmt das Münsteraner Unternehmen Westfleisch 3000 Beschäftigte, die bisher nur über externe Firmen mit Werkverträgen tätig waren. Bis Jahresende sollen die Arbeiter in die tarifgebundene Stammbelegschaft eingegliedert werden, wie Westfleisch und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilten. Zudem wechselten 1000 Mitarbeiter von Töchterfirmen in die Stammbelegschaft. Wie viel die Beschäftigten künftig in etwa mehr verdienen als derzeit, ist nicht bekannt. Die niedrigste Lohnstufe liegt den Angaben zufolge oberhalb des gesetzlichen Mindestlohns.

Bei Westfleisch hatte es im Frühjahr unter anderem in Coesfeld zahlreiche Corona-Neuinfektionen unter den zumeist ausländischen Werkarbeitern gegeben. Daraufhin musste die Firma ihre Produktion zeitweise runterfahren.

Donnerstag, 17. September, 17.21 Uhr

Weitere Partie von Alemannia Aachen abgesagt

Nach dem Ausfall des Fußballspiels von Alemannia Aachen am Mittwoch gegen den SV Lippstadt wegen eines Corona-Falls wurde auch die nächste Partie der Aachener in der Regionalliga West bei Fortuna Düsseldorfs U23 am Samstag abgesagt.

Aufgrund eines positiv auf das Coronavirus getesteten Alemannia-Spielers befinden sich weitere Mitglieder des Aachener Kaders sowie Teile des Trainer- und Betreuerstabs vorerst in häuslicher Quarantäne. Ein Nachholtermin für die Partie steht noch nicht fest.

Donnerstag, 17. September, 16.11 Uhr

Lufthansa plant Flüge in afrikanische Länder

Die Lufthansa bereitet sich nach weitgehenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen wieder auf mehr Flüge in afrikanische Länder vor. „Wir stehen in den Startlöchern“, sagte Lufthansa-Manager André Schulz am.

Seit August sei die Zahl der Flüge nach Kenia wieder auf vier pro Woche hochgefahren, nach Namibia wird die Flugverbindung zwischen Frankfurt und Windhuk an diesem Samstag aufgenommen werden. Auch Mauritius könnte zum Jahresende wieder ins Programm genommen werden.

Lufthansa fliegt demnächst wieder nach Afrika.

Lufthansa fliegt demnächst wieder nach Afrika. © picture alliance/dpa

Donnerstag, 17. September, 14.08 Uhr
Eröffnungsspiel ohne Zuschauer

Beim Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern und dem FC Schalke 04 dürfen am Freitagabend nun doch keine Zuschauer dabei sein. Das entschied die Stadt München am Donnerstag mit Verweis auf die steigenden Corona-Infektionszahlen in der Landeshauptstadt. Bayern ist derzeit das Bundesland mit den meisten Neuinfektionen.

Donnerstag, 17. September, 13.50 Uhr

Virologe Drosten: Deutschland im Infektionsanstieg

ei der Entwicklung der Zahl der Neuinfektionen in Deutschland sieht der Virologe Christian Drosten Unterschiede im Vergleich zum August. Der am Donnerstag vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete Wert von rund 2200 Neuinfektionen sei „schon nicht so eine beliebige Schwankung. Sondern wir sind jetzt wieder im Anstieg“, sagte der Charité-Wissenschaftler in Berlin.

Donnerstag, 17. September, 13.02 Uhr
Corona-Ausbruch in einer Bar in Hamburg: Hunderte Gäste betroffen
Nach dem Corona-Ausbruch in einer Bar im Hamburger Schanzenviertel gehen die Behörden von rund 600 Betroffenen aus. 500 Menschen aus nahezu allen Hamburger Bezirken, die die Bar „Katze“ am 5., 8. oder 9. September besucht hatten, habe man bereits erreicht, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich. Viele seien schon in Quarantäne.

Bislang seien sechs Corona-Tests positiv ausgefallen, „darunter auch bei mehreren Beschäftigten der Bar“. Nach etwa 100 Barbesuchern werde noch gesucht. Viele hatten den Angaben zufolge falsche Kontaktdaten hinterlassen.

Donnerstag, 17. September, 11.47 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz in Solingen von 43,3 auf 33,9 gesunken

Die für die Beurteilung des Infektionsgeschehens wichtige Kennzahl der Infektionen über mehrere Tage ist in Solingen deutlich zurückgegangen. Am Donnerstag lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 33,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte.

Am Vortag hatte die Zahl noch bei 43,3 gelegen. Die Stadt hatte die vergleichsweise hohen Fallzahlen bereits vergangene Woche als „lokalisierbar und nachvollziehbar“ bewertet und in Abstimmung mit den zuständigen Landesbehörden keine besonderen Schutzmaßnahmen ergriffen. In Mülheim an der Ruhr stieg der Wert laut RKI von Mittwoch auf Donnerstag dagegen leicht - von 35,7 auf 37,5.

Donnerstag, 17. September, 10.27 Uhr

Positiver Corona-Test: Nächstes Spiel von Alemannia Aachen fällt aus

Nach dem Ausfall des Fußballspiels von Alemannia Aachen am Mittwoch gegen den SV Lippstadt wegen eines Corona-Falls wurde auch die nächste Partie der Aachener in der Regionalliga West bei Fortuna Düsseldorf am Samstag abgesagt. Dies teilte der Düsseldorfer Club am Donnerstag mit. Aufgrund eines positiv auf das Coronavirus getesteten Alemannia-Spielers befinden sich weitere Mitglieder des Aachener Kaders sowie Teile des Trainer- und Betreuerstabs vorerst in häuslicher Quarantäne. Ein Nachholtermin für die Partie steht noch nicht fest.

Donnerstag, 17. September, 8.50 Uhr

Gastronomie: Auf Versicherungen rollt Klagewelle zu

Viele Unternehmen, vor allem Gastronomen, sind gegen eine Betriebsschließung versichert. Pandemien sind aber in manchen Standardpolicen nicht abgedeckt. Versicherer lehnen nun Zahlungen an Kunden ab, deren Betriebe im Frühjahr von den Behörden geschlossen wurden und Geld verlangen. Vor dem Landgericht in München findet dazu ein wichtiger Verkündungstermin statt, der von bundesweitem Interesse sein dürfte.

Donnerstag, 17. September, 7.39 Uhr

RKI meldet 2194 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Donnerstagmorgen 2194 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 265.857 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 17.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9371. Seit dem Vortag wurden drei Todesfälle mehr gemeldet. Bis Donnerstagmorgen hatten etwa 237.300 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Donnerstag, 17. September, 6.56 Uhr

Weltweit bis zu drei Millionen Corona-Infizierte im Gesundheitswesen

Weltweit könnten seit Beginn der Corona-Pandemie bis zu drei Millionen Beschäftige im Gesundheitswesen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert worden sein. Das geht aus einem Report des International Council of Nurses (ICN), also dem Weltverband der Pflegeberufe, hervor. Demnach sind rund 10 Prozent aller Corona-Infizierten weltweit Beschäftige im Gesundheitswesen. Zudem sind bereits mehr als tausend Pflegekräfte in 44 Ländern an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Der ICN-Report kritisiert, dass weniger als die Hälfte aller begutachteten Länder Covid-19 als Berufskrankheit klassifiziert haben.

Donnerstag, 17. September, 5.47 Uhr

Corona-Betrug: Bundesweit ermitteln Staatsanwälte in mehr als 10.000 Fällen

Schnelle und unbürokratische Hilfe - das war das Versprechen der Politik an Klein-Unternehmer, Solo-Selbstständige und Freiberufler während des ersten Corona-Lockdowns. Dass die Großzügigkeit des Staates nicht nur notleidende Firmen, sondern auch Betrüger auf den Plan rufen würde, konnte man früh ahnen. In bundesweit mehr als 10.000 Fällen ermitteln Staatsanwaltschaften wegen erschlichener Corona-Soforthilfen und anderer Betrugsmaschen im Zusammenhang mit der Pandemie. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Richterzeitung bei den Justizministerien und Staatsanwaltschaften der 16 Bundesländer hervor. Der Schaden geht in die zig Millionen.

Mittwoch, 16. September, 22.05 Uhr

Corona ändert das Verfahren zur Anmeldung an der Grundschule

Eigentlich gibt es Tage der offenen Tür, an denen man sich Schulen anschauen kann. Zudem gibt es bei der Anmeldung zur Grundschule eigentlich auch ein Gespräch mit der Schulleitung. Das alles gibt es in Corona-Zeiten nun nicht mehr.

Jetzt lesen

Mittwoch, 16. September, 21.11 Uhr

Rasanter Anstieg der Corona-Zahlen in Bayrischen Landkreisen

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Würzburg ist sprunghaft angestiegen. Die Stadt registrierte innerhalb der vergangenen sieben Tage 75,07 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitteilte. Auch der Landkreis Würzburg nähert sich mit 42,64 dem bundesweit vereinbarten Corona-Grenzwert von 50. Überschritten hatte diesen die oberfränkische Stadt Kulmbach samt Landkreis mit 54,28 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Darüber liegen dem LGL zufolge im Freistaat sonst nur Kaufbeuren (54,68) und Garmisch-Partenkirchen (57,65).

Noch vor einer Woche hatte der Landkreis Kulmbach mit keinem Infizierten als coronafrei gegolten. Auf einer privaten Feier sollen sich jedoch vor allem junge Menschen mit dem Virus infiziert haben.

Mittwoch, 16. September, 20.15 Uhr

Wien zählt nun zu den Risikogebieten

Die österreichische Hauptstadt Wien wird angesichts der hohen Zahl von Corona-Neuinfektionen als Risikogebiet eingestuft. Grund ist, dass die Zahl der Neuinfektionen seit dem 5. September bei deutlich über 50 Fällen pro 100.000 Einwohner liege. Mit der Einstufung gelten für Besucher Wiens künftig verschärfte Quarantäne-Vorschriften nach der Rückkehr nach Deutschland.

Auch die ungarische Hauptstadt Budapest, die Provinzen Nordholland (Noord-Holland mit der Hauptstadt Amsterdam) und Südholland (Zuid-Holland) und der Kanton Freiburg gelten nun offiziell als Risikogebiet.

Wien gehört nun offiziell zu den Risikogebieten.

Wien gehört nun offiziell zu den Risikogebieten. © picture alliance/dpa

Mittwoch, 16. September, 19.21 Uhr

Bundeskabinett gibt grünes Licht für Verlängerung von Kurzarbeitergeld

Die Bundesregierung hat ein längeres Kurzarbeitergeld auf den Weg gebracht. Der Lohnersatz soll bis zwei Jahre lang gezahlt werden können. Bislang war es ein Jahr. So sollen Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze behalten, auch wenn es vorübergehend weniger oder gar keine Arbeit gibt. Bundesarbeitsminister Heil (SPD) sagte, die Kurzarbeit sichere das Auskommen von Millionen Beschäftigten und ihren Familien.

Mittwoch, 16. September, 18.31 Uhr

Erwachsene und Kinder haben unterschiedliche Covid-19-Symptome

Dass nicht alle Infizierten das Coronavirus gleich erleben, ist schon seit langem klar. Nun zeigt das WDR Wissenschaftsmagazin Quarks die Unterschiede der Symptome von Kindern und Erwachsenen.

Mittwoch, 16. September, 17.29 Uhr

Knapp 5000 Fans beim Bochumer Heimspiel gegen St. Pauli

Der Fußball-Zweitligist VfL Bochum will sein Heimspiel zum Saison-Auftakt am kommenden Montag (21. September, 20.30 Uhr) vor knapp 5000 Zuschauern austragen. Das teilte der Revierclub mit, nachdem die Länder tags zuvor eine Teilzulassung von Zuschauern für einen sechswöchigen Testbetrieb bis Ende Oktober beschlossen hatten. Gegen St. Pauli genießen die VfL-Dauerkarteninhaber der vergangenen Saison ein Vorkaufsrecht.

Mittwoch, 16. September, 16.55 Uhr

Mönchengladbach bereitet sich auf Heimspiele mit 10.800 Fans vor

Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach kalkuliert nach den neuen Vorgaben zur Teil-Rückkehr von Zuschauern mit etwa 10.800 Zuschauern bei seinen Heimspielen. Man habe sich bereits mit den örtlichen Behörden zur Umsetzung der Konzepte zur Fan-Rückkehr ausgetauscht, teilte der Club mit.

Der Ticketvorverkauf - zunächst für das erste Heimspiel gegen Union Berlin am 26. September - werde voraussichtlich Donnerstagabend beginnen, hieß es weiter. Detaillierte Informationen will der Club noch mitteilen.

Borussia Mönchengladbach bereitet sich in der Bundesliga auf eine Rückkehr der Fans vor. Bei den letzten Heimspielen der vergangenen Saison standen Pappaufsteller statt der Fans auf der Tribüne.

Borussia Mönchengladbach bereitet sich in der Bundesliga auf eine Rückkehr der Fans vor. Bei den letzten Heimspielen der vergangenen Saison standen Pappaufsteller statt der Fans auf der Tribüne. © picture alliance/dpa

Mittwoch, 16. September, 15.48 Uhr
Zwei Städte in NRW verzeichnen erhöhte Ansteckungsraten

Nach der Stadt Solingen ist nun mit Mülheim an der Ruhr eine weitere NRW-Stadt dem Schwellenwert der sogenannten Corona-Bremse nahe gekommen. Am Mittwoch wurden der Stadt zufolge 34,1 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen registriert - das Robert Koch-Institut (RKI) gab sogar einen Wert von 35,7 an.

Seit Anfang September gilt in NRW, dass sich ab 35 Fällen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche die betroffenen Kommunen mit dem Landeszentrum Gesundheit und der zuständigen Bezirksregierung über konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen müssen.

In Mülheim könne man die Infektionswege aber genau nachvollziehen, sagte ein Stadtsprecher am Mittwoch. Ursache sei unter anderem eine Familienfeier, nach der es mehr als 40 Neuinfektionen gegeben habe. „Deswegen werden keine besonderen Einschränkungen vorgenommen.“

In Solingen stieg der Ansteckungswert nach Angaben der Stadt auf 42,9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Das RKI gab einen Wert von 43,3 an. Die Ansteckungen hängen dort noch mit einer privaten Feier in der vergangenen Woche sowie einer Seminargruppe zusammen, bei der sich mehrere Menschen angesteckt hätten, teilte die Stadt mit.

Hier sehen Sie auf einer interaktiven Karte, wie sich die Infektionszahlen in NRW verteilen:

Mittwoch, 16. September, 13.27 Uhr

Tourimus-Branche erlebt Krise von „epischen Dimensionen“

Reisewarnungen, verunsicherte Urlauber, Stillstand der Geschäfte und Ärger um Rückerstattung von Kundengeldern: Die Tourismusindustrie erlebt eine nie da gewesene Krise. Das aktuelle Corona-Krisenjahr hat die Branche weitgehend abgeschrieben. „Das Jahr 2021 wird das Jahr der Entscheidung“, sagte Ingo Burmester, Zentraleuropa-Chef von DER Touristik, in einem Gespräch der Deutschen Presse-Agentur mit Vertretern der Branche.

Mit einer schnellen Rückkehr zu alter Stärke rechnet die Branche, die bereits durch die Pleite von Thomas-Cook vor einem Jahr durchgerüttelt wurde, nicht. „Eine durchgreifende Erholung der Nachfrage wird es erst geben, wenn ein Corona-Impfstoff da ist. Bis dahin müssen wir die Branche stabilisieren, damit eine massive Welle von Insolvenzen vermieden wird“, sagte Burmester.

Mittwoch, 16. September, 12.14 Uhr

Gericht erklärt Corona-Quarantäne-Praxis in Dortmund für unrechtmäßig

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster hat einer Familie Recht gegeben, die gegen eine Quarantäne-Bescheid des Dortmunder Gesundheitsamts geklagt hatte. Die Entscheidung des OVG ist nicht anfechtbar. Die 14-tägige Isolation gegen vier Familienmitglieder war ausgesprochen worden, weil eine Tochter auf dieselbe Schule geht wie eine Person, die nach einer privaten Feier am 28. August positiv getestet wurde und weitere 27 Personen mit dem Virus ansteckte. Die Tochter war selbst nicht auf der Feier.

Mittwoch, 16. September, 10.58 Uhr

Atemschutzmaske erschwert Identifizierung von Straftätern

Das Tragen einer Corona-Alltagsmaske kann nach Einschätzung von Ermittlern die Identifizierung von Straftätern erschweren, verhindert sie aber nicht automatisch. Bei der Gesichtserkennung sei vor allem auch die Augenpartie wichtig, sagte Bernhard Egger vom bayerischen Landeskriminalamt (LKA) in München, wo die Ermittler viel mit Gesichtsprogrammen zur Identifizierung von Verdächtigen arbeiten. Nach Einschätzung des hessischen Landeskriminalamtes in Wiesbaden wird das Wiedererkennen von Verdächtigen durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zwar erschwert. „Allerdings lassen Aufnahmen von Überwachungskameras grundsätzlich auch andere Merkmale zur Identifizierung zu“, teilte das LKA mit und nannte als Beispiele Größe, Statur, Kleidung oder Schuhe.

Mittwoch, 16. September, 7.44 Uhr

RKI meldet 1901 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Mittwochmorgen 1901 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 266.663 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 16.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9368. Seit dem Vortag wurden sechs Todesfälle mehr gemeldet. Bis Mittwochmorgen hatten etwa 236.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Mittwoch, 16. September, 6.46 Uhr

Nach dem Sex bitte 15 Minuten lüften: NRWs Corona-Regeln für Bordelle

Lüften, Händewaschen, und immer schön einzeln: Nordrhein-Westfalen hat nun auch für Bordelle und Prostituierte Corona-Regeln aufgestellt. Sie finden sich in der überarbeiteten Anlage zur Coronaschutzverordnung - und sind recht detailliert. Das Land schreibt darin unter anderem vor, dass nur „Einzelkontakte“ angeboten werden dürfen: „Andere Personen dürfen sich während der Erbringung der sexuellen Dienstleistung nicht im Raum befinden.“ Auch sei das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen im Kontakt zwischen Kunden und Prostituierten „ab der Kontaktaufnahme zwingend und konsequent geboten“. Umfangreich sind auch die Regelungen, die für die Zeit direkt nach dem Kundenkontakt gelten. Etwa müssen die Räume, in denen sexuelle Dienstleistung erbracht wurden, für 15 Minuten gelüftet werden.

Mittwoch, 16. September, 5.38 Uhr

Infektionswelle im Winter: Schnelltests werden gebraucht

Der Virologe Christian Drosten hat mit Blick auf den Winter die Bedeutung von Corona-Schnelltests betont. Man müsse jetzt bei den sogenannten Antigen-Tests weiterkommen, sagte der Virologe der Berliner Charité am Dienstag im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update“. Im Fall einer Infektionswelle im Winter werde man diese Tests brauchen. Diese seien zwar nicht perfekt. Drosten verwies aber trotz Abstrichen bei der Zuverlässigkeit auf Vorteile wie Schnelligkeit und Verfügbarkeit vor Ort.

Dienstag, 15. September, 22.01 Uhr
CDU-Landtagsfraktion regt Weiterentwicklung von Corona-Hilfen an

Die CDU-Fraktion im NRW-Landtag hat bei der Bundesregierung eine Weiterentwicklung der Corona-Überbrückungshilfen für kleine und mittlere Firmen angeregt. Ein Kernpunkt sei, dass die Zugangsschwellen zu den Hilfen gesenkt werden müssten. Sprich: Hilfe müsse schon bei geringerem Einnahmeausfall möglich sein. Zudem müsse der Deckel für die Überbrückungshilfen entfallen. Bis zu 100 Prozent der Fixkosten sollten erstattet werden können.

Antragsberechtigt sind bisher Unternehmen, deren Umsatz in den Monaten April und Mai zusammengenommen um mindestens 60 Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten gesunken ist. Sie bekommen dann für die Fördermonate Juni bis August fixe Betriebskosten wie etwa Mieten von insgesamt bis zu 150 000 Euro erstattet. Die Spitzen der schwarz-roten Koalition hatten sich im August darauf verständigt, die Überbrückungshilfen bis Ende des Jahres zu verlängern. Das bedeutet, Unternehmen sollen bei erheblichen Umsatzausfällen nun auch für die Monate September bis Dezember Hilfen beantragen können.

Dienstag, 15. September, 20.34 Uhr

Friseure in Dortmund fordern Lockerung der Corona-Maßnahmen

Die Liste der Hygiene-Vorschriften für Friseure ist lang: Ständige Händedesinfektion, ständiges Wechseln von Einmal-Schutzhandschuhen, alle 60 Minuten eine neue Mund-Nasen-Bedeckung aufsetzen. Die Salons kämpfen in der Corona-Pandemie gegen große Umsatzeinbußen. Die Innung schlägt Alarm. Die NRW-Regierung soll die Schutzmaßnahmen überdenken.

Mehr dazu erfahren Sie hier:

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Dienstag, 15. September, 19.24 Uhr

NRW verlängert Corona-Schutzverordnungen

Abstand halten, Maske tragen, Händewaschen: Das NRW-Landeskabinett hat heute die Corona-Schutzverordnungen bis einschließlich 30. September verlängert. Änderungen gibt es im Bereich des Sports: Nach einer coronabedingten Zwangspause dürfen ab morgen die Zuschauer wieder in die Fußball-Bundesligastadien zurückkehren. Mehr als 300 Fans sind erlaubt, sofern es ein besonderes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept gibt. Bei mehr als 1.000 Zuschauern gilt - wie auch bei sonstigen Veranstaltungen - eine Obergrenze von einem Drittel der Kapazität der Sportstätte.

Dienstag, 15. September, 18.11 Uhr

Grünes Licht für Fan-Rückkehr: BVB mit maximal 16.000 Zuschauern

Die Zeit der Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga und den anderen großen Profiligen ist vorerst vorüber. Die Länder einigten sich am Dienstag in einer Videoschalte auf eine flächendeckende Fan-Rückkehr in die Fußballstadien und Sporthallen. In einer sechswöchigen Testphase ist zunächst eine Auslastung von maximal 20 Prozent der jeweiligen Kapazität erlaubt. Ende Oktober soll die Lage neu bewertet werden. Borussia Dortmund kann mit maximal 16.000 Zuschauern planen.

Dienstag, 15. September, 16.43 Uhr

Gegner von Corona-Maßnahmen melden Demonstration in Düsseldorf an

Die für kommenden Sonntag in Düsseldorf angemeldete Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen wird wohl deutlich kleiner ausfallen als zunächst angekündigt. Die Veranstalter erwarteten nur noch rund 10 000 Teilnehmer, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Dass die Polizei mit einem größeren Aufgebot vor Ort sein werde, bestätigte er nicht - aber: „Wir sind gut aufgestellt.“ Zunächst war von rund 50 000 Teilnehmern die Rede gewesen. Die bisherigen Proteste gegen die Corona-Maßnahmen in der Landeshauptstadt waren überschaubar geblieben - die Teilnehmerzahl war vergleichsweise gering.

Dienstag, 15. September, 15.25 Uhr
Infizierte Frau in Garmisch-Patenkirchen macht Kneipentour - Erste Testergebnisse
Nach der Kneipentour einer mit dem Coronavirus infizierten 26-Jährigen in Garmisch-Partenkirchen sind bisher nur drei weitere Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Etwa 1000 hatten wegen des Vorfalls von Freitag bis Montag einen Abstrich nehmen lassen. Etwa 700 der Tests waren am Dienstag ausgewertet, wie Landrat Anton Speer (Freie Wähler) bekannt gab.

Im Bereich der US-Streitkräfte, wo die 26-Jährige arbeitet, haben sich dem Landratsamt zufolge 24 Menschen infiziert. Die US-Amerikanerin war vergangene Woche trotz Krankheitsymptomen und Quarantäneauflage durch Bars gezogen. Ob sie die insgesamt 28 Menschen angesteckt hat oder es andere Quellen gibt, ist weiter unklar.

Dienstag, 15. September, 13.38 Uhr
Impfstoff für breite Bevölkerung erst ab Mitte 2021

Deutschland müsse sich darauf einstellen, dass erst Mitte nächsten Jahres die breite Bevölkerung geimpft werden kann. Das gaben Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei einer Pressekonferenz bekannt.

Um die Prüfung aussichtsreicher Kandidaten und die Produktion von Impfstoffdosen auf nationaler Ebene zu beschleunigen, fördert der Bund die Impfstoffforschung in Deutschland mit 750 Millionen Euro. „Impfstoffe sind nach wie vor der entscheidende Schlüssel, um diese Pandemie zu überwinden“, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU). Mit der Förderung könnten Projekte breiter und schneller aufgestellt werden.

Bundesgesundheitsminister Spahn machte zudem erneut deutlich, dass er auf freiwillige Impfungen setzt. Es brauche rund 55 Prozent der Bevölkerung, um eine Herdenimmunität herzustellen. Klar sei aber auch, dass nicht sofort alle Menschen gleichzeitig geimpft werden könnten. Zu Beginn müsse priorisiert werden - zuerst könnten beispielsweise Risikogruppen und die Berufsgruppe aus dem Gesundheitswesen in Betracht gezogen werden.

Dienstag, 15. September, 12.41 Uhr

Steuerschätzung: NRW nimmt bis 2023 rund 20,7 Milliarden weniger ein

Die Corona-Krise wird auch in den nordrhein-westfälischen Landeshaushalt ein tiefes Loch reißen. Das bevölkerungsreichste Bundesland muss in Folge der Pandemie bis einschließlich 2023 mit insgesamt rund 20,7 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen rechnen. Das teilte das Finanzministerium zur regionalisierten Steuerschätzung mit.

Vergangene Woche hatte bereits der Arbeitskreis Steuerschätzung die bundesweite Prognose vorgestellt. Demnach sind Bund, Länder und Kommunen in erheblichem Ausmaß betroffen: Insgesamt müssen sie allein 2021 mit 19,6 Milliarden Euro weniger Steuern auskommen als noch im Mai erwartet.

Dienstag, 15. September, 10.38 Uhr
Corona lässt die Reallöhne in NRW sinken

Der coronabedingte Anstieg der Kurzarbeit hat die Reallöhne in Nordrhein-Westfalen im zweiten Quartal sinken lassen. Der Bruttomonatsverdienst der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer lag - bereinigt um den Anstieg der Verbraucherpreise - 4,3 Prozent niedriger als in den Vergleichsmonaten April bis Juni 2019. Das berichtete das Statistische Landesamt. Die Verbraucherpreise seien nur moderat um 0,7 Prozent gestiegen. „Die niedrigeren Reallöhne im zweiten Quartal 2020 sind maßgeblich von den Einschränkungen durch den Shutdown im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie beeinflusst“, hieß es.

Dienstag, 15. September, 10.07 Uhr

Wo ist der Urlaub in den Herbstferien möglich?

Kaum ist die Hauptreise-Saison vorbei, stehen in einigen Bundesländern schon die Herbstferien an. Doch wer verreisen will, sollte sich gut informieren. Während in Deutschland die Corona-Lage vergleichsweise entspannt ist, wappnen sich einige europäische Urlaubsländer angesichts steigender Infektionszahlen mit neuen Regeln und Auflagen. Einen Überblick, welche Reiseziele gefragt sind und was es in den Ländern zu beachten gilt, gibt es hier.

Wo ist Urlaub in den Herbstferien noch möglich?

Wo ist Urlaub in den Herbstferien noch möglich? © picture alliance/dpa



Dienstag, 15. September, 8.57 Uhr

Aerosolexperte: Je größer der Raum, desto geringer das Infektionsrisiko

In Innenräumen ist die Gefahr einer Corona-Infektion wesentlich höher als an der frischen Luft. Deshalb sollten Treffen und Sitzungen in möglichst großen Räumen stattfinden und die Dauer sowie die Personenzahl möglichst gering sein, rät der frühere Präsident der Internationalen Gesellschaft für Aerosole in der Medizin, Gerhard Scheuch.

Konkret rät er, Meetings oder Proben lieber in mehrere Abschnitte aufzuteilen, statt sie in einer Einheit durchzuziehen - etwa dreimal 30 Minuten statt einmal 90 Minuten. Denn je kürzer die verbrachte Zeit in einem Raum ist, desto geringer ist das Ansteckungsrisiko.

Dienstag, 15. September, 7.43 Uhr

RKI meldet 1407 registrierte Corona-Neuinfektionen

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Dienstagmorgen 1407 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 261.762 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 15.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9362. Seit dem Vortag wurden zwölf Todesfälle mehr gemeldet. Bis Dienstagmorgen hatten etwa 234.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Dienstag, 15. September, 6.36 Uhr

Politiker beraten über Fan-Rückkehr in den Stadien

Gehören Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga schon bald der Vergangenheit an? Selbst der bisher größte Kritiker von Zuschauern in den Stadien scheint einzulenken: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht inzwischen „eine Chance“ auf die Rückkehr von Fans. Womöglich fällt bereits am heutigen Dienstag eine Entscheidung.

Dienstag, 15. September, 5.49 Uhr

Diskotheken: Branchenverband will Cluböffnung

Der Bundesverband deutscher Diskotheken- und Tanzbetriebe will mit einem speziellen Konzept die Wiedereröffnung von Clubs in Corona-Zeiten ermöglichen. Darin sind Abstands- und Hygieneregeln, Kapazitätsbeschränkungen und angepasste Lüftungen inklusive spezieller Filter vorgesehen, um eine Übertragung von Covid-19 zu verhindern. „Wir wissen nicht, wieviele Betriebe den Herbst und Winter überleben“, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Dehoga Bundesverbandes, Ingrid Hartges, der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

Als weitere Punkte schlägt der BDT die Erfassung von Gästedaten, berührungslose Temperaturmessungen und eine Maskenpflicht überall dort vor, wo die Einhaltung des Mindestabstands nicht möglich ist. Wer selbst Covid-19-Symptome zeigt oder innerhalb der vergangenen zwei Wochen Kontakt zu Erkrankten hatte, müsste nach dem Konzept draußen bleiben. Die Umsetzung könnten demnach die Security-Mitarbeiter in den Diskotheken und Clubs übernehmen.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Viele Masken sind keine Spezialmasken, wehren Feinpartikel nicht ab und schützen dementsprechend auch nicht vor einer Tröpfcheninfektion
  • Für Menschen, die sich bereits angesteckt haben, sei es aber sinnvoll, sogenannte FFP3-Masken zu tragen, um andere Menschen nicht anzustecken
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.
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