Coronavirus in NRW – Immer mehr junge Menschen infizieren sich mit dem Virus – Liveblog

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In Deutschland steigen die Corona-Zahlen wieder - vor allem bei jungen Menschen. Reiserückkehrer, Schulöffnungen und eine gesteigerte Kontaktfreudigkeit der Deutschen tragen dazu bei. Die Lage in NRW im Überblick.

NRW

, 13.08.2020, 22:35 Uhr / Lesedauer: 15 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • In NRW sind inzwischen 53.122 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden und es gibt 1.767 Todesfälle. 46.838 Menschen sind laut NRW-Gesundheitsministerium wieder genesen. (Stand: 13.8.2020)
  • Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bis Mittwochabend 1.445 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages. Höher lag der Wert zuletzt am 1. Mai mit 1.639 registrierten Neuinfektionen.
  • Nachdem die Lit.Cologne, Europas größtes Literaturfestival, zunächst vom Frühjahr auf den Herbst verschoben wurde, ist es nun vollständig für dieses Jahr absagt worden.
  • NRW verschärft Corona-Verordnung: Neue Lockerungen wird es vorerst nicht geben. Hohe Bußgelder für Masken-Verweigerer, Maskenpflicht im Unterricht und Test-Pflichten - das sind die wichtigsten Neuerungen.
  • Zum Schulstart fordert die Landesregierung Maskenpausen an allen Schulen. Den Schülern soll ermöglicht werden, den Mund-Nasen-Schutz zeitweise abzunehmen, um sie so zu entlasten.

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Donnerstag, 13. August, 21.54 Uhr

Rekord an Neuinfektionen: Urlaubsrückkehrer stecken sich in Kroatien an

Kroatien ist für viele Deutsche eine beliebte Urlaubsdestination. Zuletzt meldete das kroatische Fremdenverkehrsamt, dass die Buchungslage im Lichte der Pandemie weit weniger schlimm sei, als ursprünglich befürchtet. Statt einem erwarteten Rückfall von 70 bis 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr seien es derzeit lediglich 55 bis 50 Prozent weniger Übernachtungen.

Zugleich wurden in Deutschland zunehmend Urlaubsrückkehrer aus Kroatien registriert, die sich dort mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Bei vielen von ihnen handelt es sich um junge Menschen, die angaben, dass sie an Strandpartys teilgenommen hatten.

Donnerstag, 13. August, 20.19 Uhr

Passant droht Maskenverweigerer mit Schreckschusswaffe

Wegen eines Verstoßes gegen die Maskenpflicht hat ein 25-Jähriger im Neusser Bahnhof eine Waffe gezogen. Damit habe er dafür sorgen wollen, dass ein Maskenverweigerer seinem Bußgeld nicht entgeht, berichtete die Polizei am Donnerstag. Angestellte der Bahn und die Polizei seien eingeschritten. Der 25-Jährige muss sich nun wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie wegen des Verdachts der Bedrohung verantworten. Die Schreckschusswaffe wurde sichergestellt. Zudem wurde gegen beide Beteiligten ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht eingeleitet, denn auch der 25-jährige selbst ernannte „Ordnungshüter“ habe den Mund-Nasen-Schutz nicht richtig getragen.

Donnerstag, 13. August, 18.55 Uhr

Spahn: Corona-Infizierte sind so jung wie nie

In Deutschland steigen die Corona-Zahlen wieder. Reiserückkehrer, Schulöffnungen und eine gesteigerte Kontaktfreudigkeit der Deutschen tragen dazu bei. Vielerorts wird gar die „zweite Welle“ beschworen. Gesundheitsminister Jens Spahn macht zudem das gesunkene Durchschnittsalter der Neuinfizierten Sorge. „Wir hatten letzte Woche mit im Schnitt, also Durchschnitt mit 34 Jahren, das niedrigste Durchschnittsalter seit Beginn. Das heißt eben, dass vor allem unter Jüngeren im Moment viele Infektionen stattfinden“, erklärte Spahn im ZDF-“Morgenmagazin“.

Donnerstag, 13. August, 17.37 Uhr

Wirte im Rheinland möchten nach Mitternacht draußen bedienen dürfen

Um fehlende Umsätze durch die Corona-Krise ausgleichen zu können, möchten die Wirte im Rheinland Terrassen und Biergärten abends länger öffnen. Ihr Branchenverband Dehoga hat deshalb die Oberbürgermeister und Bürgermeister in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf gebeten, die Sperrzeiten in der Außengastronomie zu verkürzen. Zugleich forderte der Verband die Landesregierung auf, das Landesimmissionsschutzgesetz zu ändern, damit die Kommunen das Freiluftgeschäft auf auch über 24 Uhr hinaus erlauben dürfen. Die Gäste seien coronabedingt derzeit nicht bereit, in die Innenräume der Gaststätten zu wechseln, heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Donnerstag, 13. August, 16.41 Uhr

Corona-Warn-Update sorgt für neue Probleme

Am Dienstag ist das Update 1.2.0 für die Corona-Warn-App erschienen. Die neue Version soll Nutzer darüber informieren, ob ihre Hintergrundaktualisierung auf dem Smartphone aktiviert ist. Diese Aktualisierung ist wichtig, um die fehlerfreie Risiko-Ermittlung zu garantieren, auch wenn die App gerade nicht geöffnet ist. Zudem kommt mit dem Update eine Übersetzung der App in den Sprachen Rumänisch, Bulgarisch und Polnisch.

Doch nach dem Download der Version 1.2.0 meldeten einige iOS-Nutzer erneute Probleme mit der Anwendung. Die App ließ sich nicht öffnen oder stürzte wiederholt ab. War die Hintergrundaktualisierung inaktiv, so führte dies zum Crash. Zwar ließ sich der Bug umgehen, indem die Aktualisierung manuell aktiviert wurde, doch war dies keine dauerhafte Lösung.

Donnerstag, 13. August, 15.08 Uhr
Land gibt Zustimmung für Großkonzert
Das Land NRW hat grünes Licht gegeben für das geplante Großkonzert am 4. September in Düsseldorf. Eine endgültige Entscheidung soll aber erst am 31. August fallen.

Ministerpräsident Armin Laschet hatte die Pläne für die Veranstaltung mit rund 13.000 Zuschauern zuvor kritisiert, Düsseldorfs OB Thomas Geisel dagegen verteidigt. Wie die WAZ berichtet, sind inzwischen bereits rund 3000 Karten verkauft.

Die Entscheidung für oder gegen das Konzert sei unter andere abhängig von den Infektionszahlen. Der Grenzwert sei noch nicht bekannt.

Bei dem Konzert soll unter anderem Sarah Connor auftreten.

Donnerstag, 13. August, 12.30 Uhr

Landrat bittet Laschet um Absage von Karneval

Der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Sebastian Schuster, hat sich dafür ausgesprochen, die Karnevalsveranstaltungen für die kommende Session abzusagen. Der CDU-Politiker sagte, er habe deswegen bereits an den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) angeschrieben. Karneval, so wie man ihn kenne, werde in der Session 2020/2021 nicht möglich sein. Die wegen der Corona-Pandemie gebotenen Abstands- und Hygieneregeln machten Veranstaltungen für Vereine nicht durchführbar.

Donnerstag, 13. August, 11.58 Uhr

Festnahme wegen Betrugsverdacht mit Corona-Hilfen in Duisburg

Wegen des Verdachts auf Betrug mit Corona-Soforthilfen hat die Polizei in Duisburg am Donnerstag eine Frau festgenommen. Sie soll zu Unrecht 15 000 Euro ausgezahlt bekommen haben - für einen gewerblich tätigen Verein, den es allerdings gar nicht gegeben haben soll. Sie sollte am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

In dem Verfahren gibt es drei weitere Beschuldigte, denen ebenfalls Subventionsbetrug vorgeworfen werde, weil sie Hilfsgelder für einen vermeintlichen Verein kassiert haben sollen. Details nannte die Staatsanwaltschaft unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht. Am Donnerstag waren im Stadtteil Marxloh drei Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus durchsucht und die Tatverdächtige festgenommen worden.

Donnerstag, 13. August, 11.35 Uhr

Test-Panne: 900 Corona-Infizierte sollen bis Mittag Bescheid wissen

Nach der Test-Panne an bayerischen Autobahnen ist das bayerische Gesundheitsministerium weiter optimistisch, dass 900 positiv Getestete bis zum Donnerstagmittag über ihre Ergebnisse informiert werden. „Es wird telefoniert, die Menschen werden informiert“, sagte ein Ministeriumssprecher. „Wir tun alles dafür, das umzusetzen, und sind zuversichtlich, dass wir das schaffen.“

Donnerstag, 13. August, 10.44 Uhr

Ärztepräsident warnt vor Panik wegen steigender Infektionszahlen
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat vor Panik angesichts der auch in Deutschland wieder steigenden Zahl der Corona-Neuinfektionen gewarnt. „Mit Infektionszahlen von 1.200 Infektionen am Tag, wenn die jetzt nicht erheblich weiter ansteigen, können wir im Gesundheitswesen natürlich umgehen“, sagte Reinhardt am Donnerstag dem Bayerischen Rundfunk. Vorsicht sei jedoch wichtig.

Donnerstag, 13. August, 9.50 Uhr

5000 Corona-Tote weniger in England

England hat die Zahl der Corona-Toten deutlich nach unten korrigiert. Das britische Gesundheitsministerium weist nun 5000 Tote weniger aus. Die Zahl der Todesfälle bei nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in Großbritannien sank damit von 46.706 auf 41.329. Trotzdem hält das Land weiterhin den traurigen Rekord der meisten Corona-Opfer in Europa.

England ist vom Coronavirus besonders betroffen.

England ist vom Coronavirus besonders betroffen. © picture alliance/dpa

Donnerstag, 13. August, 9.03 Uhr

Essen: Grundschule wegen Corona zu

Die Elisabethschule in Essen-Frohnhausen bleibt am Donnerstag geschlossen. Die Einschulungsfeier fällt aus. Eine Lehrerin ist am Corona-Virus erkrankt, vier weitere Personen sind in Quarantäne. Das bestätigte am Donnerstagmorgen die Stadt Essen. Wann die Schule wieder öffnet, ist noch nicht klar. Das berichtet die WAZ.

Donnerstag, 13. August, 8.30 Uhr

Nach Corona-Fall: Sekundarschule in Dorsten öffnet am zweiten Schultag

Nach einem Corona-Fall im Kollegium ist die Sekundarschule in Dorsten mit einem Tag Verspätung in das neue Schuljahr gestartet. Der Unterricht beginne am Donnerstag für alle Klassen, teilte die Schule auf ihrer Homepage mit. Wie geplant laufe das zeitversetzt nach Jahrgängen: Der Jahrgang sechs starte um 7.45 Uhr, Schüler des siebten Jahrgangs um 8.15 Uhr und die Einschulung der 5. Klassen beginne um 11 Uhr.

Eine Lehrerin hatte sich mit dem Coronavirus angesteckt. Sie befinde sich in Quarantäne, hatte ein Sprecher des Kreisgesundheitsamtes am Mittwoch berichtet. Die Lehrerin habe an den Tagen vor dem Schulbeginn an mehreren Konferenzen teilgenommen. Insgesamt seien 43 Kontaktpersonen ermittelt worden, die getestet würden.

Donnerstag, 13. August, 7.21 Uhr

Bericht: Zahl der Zeitarbeiter im Mai um mehr als 120.000 gesunken

Die Zahl der Zeitarbeiter in Deutschland ist laut einem Zeitungsbericht in der Corona-Krise drastisch gesunken. Laut Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im Mai nur 624.900 Menschen in der Zeitarbeitsbranche beschäftigt, rund 124.00 weniger als ein Jahr zuvor, wie die Düsseldorfer „Rheinische Post“ in ihrer Donnerstagsausgabe berichtet.

Aktuellere Zahlen erwartet die BA nach Angaben der Zeitung erst Anfang September. Da viele Unternehmen in der Krise ihre Priorität darauf legen, ihre Stammbelegschaft zu halten, werden die Jobs von Zeitarbeitern oft als erste gestrichen.

Donnerstag, 13. August, 6.10 Uhr

Lit.Cologne sagt auch die Nachholtermine ab

Das bereits im Frühjahr vom Coronavirus verhinderte Literaturfestival Lit.Cologne muss auch die für den Herbst geplanten Nachholtermine absagen. „Bei den Nachholterminen handelt es sich ausnahmslos um ausverkaufte Veranstaltungen. Die allgemeinen Corona-Schutzmaßnahmen lassen bis auf Weiteres keine Veranstaltungen dieser Größenordnung zu“, erklärten die Organisatoren.

Das größte Literaturfestival Europas hatte eigentlich schon im März stattfinden sollen - die Corona-Pandemie kam aber dazwischen. Für knapp 50 von insgesamt 220 Veranstaltungen hatte das Team alternative Termine im Herbst ins Auge gefasst - in der Erwartung, dass sich die Lage bis dahin wieder normalisiert haben könnte. Nun sehe man aber keine andere Möglichkeit - und hoffe, dass sich das Publikum „vielleicht noch einmal solidarisch“ zeige. Karteninhaber können von ihrem Rückgaberecht Gebrauch machen.

Donnerstag, 13. August, 6.00 Uhr

Schalke spielt wieder vor Zuschauern

Bundesligist Schalke 04 spielt erstmals wieder vor Zuschauern. 300 Fans sind für das Testspiel am Samstag gegen den Drittligisten SC Verl im Stadion zugelassen. Das gilt auch für einen weiteren Test gegen den Drittligisten KFC Uerdingen am kommenden Dienstag (18 Uhr), wie der Revierclub am Donnerstag mitteilte.

Schalke konnte sich mit den zuständigen Behörden in Gelsenkirchen darauf verständigen, die Zuschauer auf die Tribüne zu lassen. Der Verein teilte mit, er könne gewährleisten, dass die Abstandsregelungen eingehalten werden. Die Rückverfolgbarkeit von Infektionsketten sei gesichert. Die Tickets für das Testspiel verteilt der Verein kostenfrei an Fans, die zuletzt besonders viele Auswärtsspiele gesehen haben.

Die Fußballer von Schalke 04 dürfen demnächst wieder vor Zuschauern spielen.

Die Fußballer von Schalke 04 dürfen demnächst wieder vor Zuschauern spielen. © picture alliance/dpa

Donnerstag, 13. August, 5.31 Uhr

1445 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle nach Angaben des Robert-Koch-Instituts um 1445 auf 219.964 gestiegen. Das sind die meisten seit dem 28. April. Die Zahl der Toten legte demnach um vier auf 9211 zu. Damit erreicht die Zahl der registrierten Neuinfektionen den höchsten Wert seit Anfang Mai.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 12.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 0,88 (Vortag: 0,97). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 12.8., 0.00 Uhr, bei 1,04 (Vortag: ebenfalls 1,04).

Donnerstag, 13. August, 5.05 Uhr

Schule in Viersen wegen Coronavirus bei einer Lehrerin geschlossen

Kurz nach dem Start in das neue Schuljahr ist eine Grundschule im Viersener Stadtteil Süchteln wieder geschlossen worden. Eine Lehrerin der Martinschule sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte die Schule am Mittwoch mit. Da die erste Konferenz des Kollegiums in einem Raum stattgefunden habe, sei vorsorglich das gesamte Personal unter Quarantäne gestellt worden. „Da ohne Lehrerinnen kein Unterricht mehr möglich ist, bleibt die Schule bis zum 24.8.2020 geschlossen“, schrieb die Schule auf ihrer Webseite.

Die Kinder hätten zu keiner Zeit Kontakt mit der Erkrankten gehabt. Ob es eine Notbetreuung für die Schülerinnen und Schüler geben wird, steht demnach noch nicht fest.

Mittwoch, 12. August, 22.33 Uhr
Panne in Bayern: 900 Corona-Positive kennen Testergebnis noch nicht
Die Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern haben deutlich dramatischere Ausmaße als bisher bekannt: 44.000 Reiserückkehrer warten nach Tests in Bayern noch auf das Ergebnis, darunter auch 900 nachweislich positiv Getestete. Die Infizierten sollten bis Donnerstagmittag ihr Ergebnis bekommen, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch in München. Der Zeitverzug ärgere sie „massiv“, sie bedauere das sehr. Es gebe eine „Übermittlungsproblematik“, „da gibt es nichts schönzureden“.

Mittwoch, 12. August, 21.28 Uhr
Schwierige Umsetzung bei Bußgeldern für Maskenverweigerer in Bus und Bahn
Maskenverweigerern in Bussen und Bahnen droht in Nordrhein-Westfalen seit Mittwoch ein Bußgeld - doch die Regelung wirft bei einigen Städten und Verkehrsunternehmen zunächst noch Fragen auf. Wer keine Maske im öffentlichen Nahverkehr trägt, kann nach der neuen Corona-Schutzverordnung sofort mit 150 Euro Bußgeld zur Kasse gebeten werden - ohne zusätzliche Aufforderung. „Die Verkehrsunternehmen sind gehalten, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Maskenverweigerer aus Bus und Bahn zu verweisen. Bußgelder können nur Polizei und Ordnungsamt verhängen“, stellte das NRW-Gesundheitsministerium klar.

Mittwoch, 12. August, 21.11 Uhr

„Unverantwortlich“: Deutscher Experte zu Russlands Impfzulassung
In Russland gibt es ab sofort einen Impfstoff gegen das Coronavirus. Es ist damit das erste Land auf der Welt, das Impfungen zulässt – ging das möglicherweise zu schnell? Im Interview erklärt Experte Kremsner, warum er den russischen Weg skeptisch sieht und wie eine übliche Zulassung aussehen sollte.

Mittwoch, 12. August, 19.30 Uhr
Lauterbach für Maskenpflicht auf beliebten Partyplätzen
Der SPD-Politiker Karl Lauterbach hat sich angesichts wieder steigender Corona-Zahlen für eine Maskenpflicht auf beliebten Partyplätzen ausgesprochen. „Wir brauchen dringend eine Maskenpflicht auf Plätzen, wo spontane Partys stattfinden, bei denen ausgelassen mit viel Alkohol gefeiert wird. Nur so können wir erreichen, dass diese Partys unterbleiben oder zumindest sicherer werden“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Der Beginn der zweiten Welle ist da. Wir können das jetzt ohne neuen Lockdown in den Griff bekommen, aber wir müssen handeln.“

Mittwoch, 12. August, 18.00 Uhr
Weitere positive Corona-Tests an NRW-Schulen
Kurz nach dem Schulbeginn nach den Sommerferien sind im Kreis Düren zwei Klassen wegen positiver Corona-Tests wieder nach Hause geschickt worden. Zwei Kinder einer Familie, die von einer Reise zurückgekehrt waren und positiv auf das Coronavirus getestet wurden, hatten eine Grundschule und eine Gesamtschule besucht, wie es in einer Mitteilung des Kreises hieß. Die Mitschüler aus den Klassen und die Lehrer mussten nach Hause gehen und sollen auch getestet werden. Für die Grundschüler sei eine häusliche Quarantäne angeordnet worden, die Mitschüler aus der Gesamtschulklasse müssen zunächst bis zum Abstrichergebnis zuhause bleiben.

Im Kreis Viersen fielen die Corona-Tests zweier Lehrerinnen von unterschiedlichen Schulen positiv aus. Weitere Lehrkräfte mussten sich in Quarantäne begeben, weil sie mit den zwei Infizierten Kontakt hatten, wie es in einer Mitteilung des Kreises hieß.

In Dorsten war sogar eine gesamte Sekundarschule am ersten Tag des neuen Schuljahres geschlossen geblieben. Eine Lehrerin habe sich angesteckt, sie befinde sich in Quarantäne, sagte ein Sprecher des Kreisgesundheitsamtes am Mittwoch. Die Lehrerin habe an den Tagen vor dem Schulbeginn an mehreren Konferenzen teilgenommen.

Mittwoch, 12. August, 15.25 Uhr

Maskenverweigerer in Supermarkt verletzt zwei Polizisten

Ein Maskenverweigerer hat in einem Dortmunder Supermarkt zwei Polizisten verletzt, die ihn abführen wollten. Der Staatsschutz ermittelt, da der 44-Jährige laut Polizei offenbar dem Reichsbürger-Milieu zuzuordnen ist. Er selbst hatte die die Situation gefilmt. Der Vorfall erinnert stark an einen ähnlichen in Troisdorf im Mai. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, hatte sich der Mann ohne Mund-Nasen-Schutz am Vorabend gegen 22 Uhr zunächst mit dem Supermarkt-Personal angelegt und einen Mitarbeiter mit einem Einkaufswagen gerammt.

Mittwoch, 12. August, 14.18 Uhr

Designer Outlet Roermond führt Masken-Pflicht ein

Das Designer Outlet im niederländischen Roermond hat eine Maskenpflicht eingeführt. Ab sofort müssen Besucher ab 13 Jahre Mund-Nasen-Schutz tragen, teilten die Betreiber mit. Durch die Maske solle die Verbreitung des Corona-Virus verhindert werden. In den Niederlanden steigt die Zahl der Neu-Infektionen seit einigen Wochen schnell an. Masken werden nach einem Bericht der Nachrichtenagentur ANP bis zum 19. August gratis verteilt. Zwei Geschäfte in dem Outlet-Zentrum direkt an der deutsch-holländischen Grenze waren in der vergangenen Woche geschlossen worden, nachdem bei Mitarbeitern Corona-Infektionen festgestellt worden waren.

Mittwoch, 12. August, 13.31 Uhr

Jede vierte Corona-Neuinfektion in NRW nach Reiserückkehr

Etwa jede vierte Corona-Neuinfektion in Nordrhein-Westfalen ist derzeit auf Reiserückkehrer zurückzuführen. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit. Dabei gehe es sowohl um die Rückkehr von Reisen im Inland als auch aus dem Ausland. Allein am größten NRW-Airport Düsseldorf waren nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein am vergangenen Samstag 71 von gut 1850 Abstrichen im Testzentrum positiv.

Mittwoch, 12. August, 12.44 Uhr

Düsseldorfs OB Geisel verteidigt Großkonzert

Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hat das umstrittene geplante Großkonzert in der Arena der Landeshauptstadt erneut verteidigt. Gemessen am Alltag in der Großstadt - etwa in Freibädern oder im Freien in der Stadt - sei das Infektionsrisiko bei dem Konzert angesichts der getroffenen Vorkehrungen „sehr, sehr gering“, sagte Geisel am Mittwoch bei WDR5.

Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) verteidigt das geplante Großkonzert: Anforderungen würden übererfüllt.

Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) verteidigt das geplante Großkonzert: Anforderungen würden übererfüllt. © picture alliance/dpa


Mittwoch, 12. August, 11.56 Uhr

Bundesweit einheitlicher Corona-Arbeitsschutz

Erstmals seit Beginn der Pandemie gibt es bald konkrete bundesweit geltende Arbeitsschutzregeln, die den Schutz vor dem Coronavirus in Unternehmen regeln. Wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) mitteilte, sind die neuen Standards fertiggestellt und sollen zeitnah in Kraft treten. Erarbeitet wurde das Regelwerk von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sowie den zuständigen Ausschüssen beim Arbeitsministerium.

Eine Übersicht erhalten sie hier.

Mittwoch, 12. August, 10.45 Uhr

Mehrere Verfahren am OVG zur Maskenpflicht während Schulunterricht

Am ersten Tag des neuen Schuljahres gibt es am Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster mehrere Klagen gegen die Maskenpflicht während des Unterrichts an weiterführenden Schulen. Nach Auskunft einer Gerichtssprecherin will eine Familie aus Euskirchen im Rheinland per Eilverfahren klären lassen, ob die Corona-Schutzverordnung des Landes NRW in diesem Punkt rechtlich haltbar ist. Vom Verwaltungsgericht Düsseldorf ist das Verfahren eines Schülers aus Nettetal im Kreis Viersen an das OVG verwiesen worden. Wann das Gericht eine Entscheidung verkünden will, ist derzeit nach Angaben der Sprecherin noch offen.

Mittwoch, 12. August, 9.41 Uhr

Studie: Corona-Fehlinformationen kosteten Hunderte Menschen das Leben

Kamelurin, Bleichmittel und Methanol: Fehlinformationen durch Gerüchte und Verschwörungstheorien in Zusammenhang mit dem Coronavirus haben seit Beginn der Pandemie weltweit Hunderte Menschen das Leben gekostet. Tausende Menschen mussten wegen der größtenteils in sozialen Netzwerken verbreiteten Falschinformationen im Krankenhaus behandelt werden, ergab eine im „American Journal of Tropical Medicine and Hygiene“ veröffentlichte Studie.

Mittwoch, 12. August, 8.49 Uhr

NRW startet mit Maskenpflicht ins neue Schuljahr - unter Beobachtung

Maskenpflicht im Unterricht bei brütender Hitze: In Nordrhein-Westfalen startet an diesem Mittwoch mit dem Schulbeginn nach sechseinhalb Wochen Sommerferien die Generalprobe. Ganz Deutschland schaut hin, ob und wie der Sonderweg des bevölkerungsreichsten Bundeslands funktioniert, denn Maskenpflicht im Unterricht gibt es bislang nur hier. Ausgenommen bleiben davon lediglich die Grund- und Förderschulen.

Unter scharfer Beobachtung stehen nicht nur die Bedingungen für Schüler und Lehrer vor Ort, sondern das gesamte, von Anfang an heftig umstrittene Corona-Krisenmanagement von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).



Mittwoch, 12. August, 7.44 Uhr

Höchster Stand seit Mai: 1226 registrierte Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland hat den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1226 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Höher lag der Wert zuletzt am 09. Mai mit 1251 registrierten Neuinfektionen. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder.


Mittwoch, 12. August, 6.55 Uhr

Kommunalwahlen 2020: Auch Masken-Verweigerer sollen wählen dürfen

Bei den Kommunalwahlen in NRW sollen am 13. September auch Maskenverweigerer ihre Kreuze machen dürfen. In der von diesem Mittwoch an gültigen neuen Coronaschutz-Verordnung wurde der Passus ergänzt, dass in Wahlräumen „durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen“ sei, „dass auch Personen, die gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung verstoßen, ihr Wahlrecht ausüben können.“

Mittwoch, 12. August, 5.22 Uhr
NRW verschärft Corona-Verordnungen: Bußgelder, Masken, Pflichttest

Hohe Bußgelder für Masken-Verweigerer, Unterricht mit Mund-Nasen-Schutz und Test-Pflichten - das sind die wichtigsten Neuerungen in den neuen Corona-Verordnungen Nordrhein-Westfalens. Angesichts steigender Infektionszahlen könne es derzeit keine weiteren Lockerungen geben, erklärte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag in Düsseldorf.

Die neuen Regeln treten am Mittwoch in Kraft. Wer in Bus und Bahn auf die Maske verzichtet, soll sofort mit 150 Euro Bußgeld zur Kasse gebeten werden. Für Schüler gilt auch im Unterricht die Maskenpflicht. Außerdem sind die Tests für Rückkehrer aus Ländern, die das Robert Koch-Institut als Corona-Risikogebiet einstuft, in jedem Fall Pflicht.


Dienstag, 11. August, 22.00 Uhr

Weitere Reisewarnungen für Spanische Gebiete
Das Auswärtige Amt hat am Abend die Reisewarnung für Spanien erweitert. Jetzt wird auch „vor nicht notwendigen, touristischen Reisen“ nach Madrid und ins Baskenland gewarnt. Vorher hat die Warnung nur für die Regionen Aragón, Katalonien und Navarra gegolten.

Dienstag, 11. August, 20.50 Uhr

Entsetzen und große Sorge: Debatte über Alkoholverbot für Kneipen

Trotz der Coronavirus-Pandemie nutzen viele junge Menschen die warmen Nächte zum Ausgehen, Trinken und Feiern. Abstandsregeln und Maskenpflicht werden bei erhöhtem Alkoholkonsum zunehmend vernachlässigt. Nun steht in einem Bundesland die Frage nach Einschränkungen für den Alkoholverkauf aus.

Dienstag, 11. August, 19.20 Uhr

Impfstoffzulassung: Paul-Ehrlich-Institut warnt vor Eile

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) warnte als Reaktion auf die erste Zulassung eines Impfstoffes gegen Corona erneut vor zu großer Eile bei dem Zulassungsverfahren gewarnt. „Aus Sicht des Paul-Ehrlich-Institutes ist es auch in der aktuellen Pandemiesituation zwingend erforderlich, dass alle Prüfungen und Bewertungen mit der gleichen Sorgfalt erfolgen wie bei anderen Impfstoffen“, sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek in einem Statement auf YouTube.

In Russland seien geringe Transparenz und nach bisherigen Informationen auch fehlende Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten aus klinischen Prüfungen an mehreren Tausend Probanden zu bemängeln. Die Zulassung sei daher mit Vorsicht zu betrachten, so Cichutek.

Dienstag, 11. August, 17.47 Uhr

Zustimmung für Maskenpflicht wieder gestiegen

Ein Großteil der Deutschen geben der Corona-Pandemie weiterhin eine hohe Bedeutung. Das legt eine Zwischenbilanz des seit Ende März in regelmäßigen Abständen veröffentlichten Corona-Monitors des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) nahe. Die wiederkehrende Umfrage dokumentiert seit mittlerweile 20 Wochen, wie die Bevölkerung das Ausbruchsgeschehen einschätzt.

Während die Maskenpflicht direkt nach der Einführung im April noch eine hohe Akzeptanzrate von 86 Prozent aufwies, ist dieser Wert im Mai auf bis zu 73 Prozent gesunken. Doch seither ist die Akzeptanz wieder deutlich angestiegen: Aktuell stufen 92 Prozent die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes als angemessen ein, berichtete die Tagesschau.

Gelockerten Kontaktbeschränkungen im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus wurden in der aktuellen Umfrage von 80 Prozent der Befragten als angemessen eingestuft. Die schärferen Kontaktbeschränkungen zu Beginn der Pandemie waren sogar von 92 Prozent als angemessen empfunden worden.

Dienstag, 11. August, 16.14 Uhr
Ministerium empfiehlt zum Schulstart „Maskenpausen“

Direkt zum Schulstart unter den belastenden Corona- und Hitzebedingunen in NRW hat das Schulministerium die Schulen dazu aufgefordert, sogenannte „Maskenpausen“ zu gewähren. Wie genau es den Schülern dabei ermöglicht werden solle, den Mund-Nasen-Schutz zeitweise abzunehmen, können Schulen jedoch selbst entscheiden, sagte Schulstaatssekretär Mathias Richter am Dienstag.

Ein Bußgeld für das Nicht-Befolgen der Maskenregelungen, ähnlich wie in Bussen oder Bahnen, wird es in Schulen nicht geben. Die Schulleitungen könnten aber „erzieherische Maßnahmen“ bei Schülern ergreifen, die sich bewusst oder sogar provokativ nicht an die Vorgaben des Infektionsschutzes hielten. „Letztlich kann es dazu führen, dass es nach Hause geht“, sagte Richter.

Dienstag, 11. August, 12.55 Uhr

Kinomittelstand bangt um Existenz

Die mittelständischen Kinos in Deutschland bangen wegen Corona um ihre wirtschaftliche Zukunft. "Ohne staatliche Finanzhilfen kann ein großer Teil der deutschen Filmtheater die aktuelle Krise nicht überleben", teilten die Kinobetreiber am Dienstag mit.

Durch die Schließung der Kinos Mitte März und die nur zögerliche Wiedereröffnung seit Mitte Mai verzeichneten alle Kinobetreiber massive Umsatzeinbrüche und befänden sich in einer teils dramatischen Liquiditätssituation.

Dienstag, 11. August, 11.44 Uhr

Bahn gegen Reservierungspflicht

Die Deutsche Bahn will - trotz der Corona-Pandemie - keine Reservierungspflicht in Zügen einführen. Konzernsprecher Achim Stauß sagte dem ARD-Hauptstadtstudio, für die Bahn sei das keine Option, weil eine Pflicht zu reservieren mit vielen Einschränkungen verbunden sei - etwa für kurz entschlossene Kunden. Man wolle weiter spontanes Bahnfahren ermöglichen. Aus der Politik waren Forderungen nach einer Pflichtreservierung gekommen, um Reisende besser vor Corona zu schützen.

Dienstag, 11. August, 10.43 Uhr

Vorverkauf für Großkonzert in Düsseldorf startet - Laschet kritisiert OB
Für das in Düsseldorf geplante Konzert mit 13 000 Zuschauern hat am Dienstagvormittag der Vorverkauf begonnen. Der entsprechende Ticket-Shop für das Event „Give Live A Chance“, bei dem unter anderem Rocker Bryan Adams und Sängerin Sarah Connor auftreten sollen, wurde online freigeschaltet. Das Konzert soll am 4. September im Düsseldorfer Fußballstadion stattfinden. Eine Entscheidung der Landesregierung über ein eventuelles Verbot wird für den heutigen Dienstag erwartet. NRW-Ministerpräsident Laschet wirft dem Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel Profilierungsversuche vor.

Dienstag, 11. August, 10.09 Uhr
Keine neuen Lockerungen für NRW
In der neuen Coronaschutz-Verordnung des Landes NRW, wird es laut Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) „keine weiteren Öffnungen geben“. Er appellierte an alle Reiserückkehrer, sich „zeitnah“ testen zu lassen, besonders, wenn man in einem Risikogebiet war. Die neue Verordnung soll laut Landesregierung zunächst bis zum 31. August gelten.


Dienstag, 11. August, 9.45 Uhr

Umfrage: Im Gastgewerbe sehen 60 Prozent ihre Existenz bedroht
Etwa 60 Prozent der Betreiber von Gaststätten und Hotels in Deutschland sehen die Corona-Krise inzwischen als Existenzbedrohung an. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga unter 7200 Gastronomen und Hoteliers, über die die „Bild“-Zeitung (Dienstag) berichtete.

Demnach gaben 59,6 Prozent der teilnehmenden Betriebe an, sie kämpften wegen der Folgen der Seuche ums wirtschaftliche Überleben. Für den Zeitraum Januar bis Juli nannten die Befragten im Durchschnitt einen Umsatzverlust von 60,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.


Dienstag, 11. August, 7.55 Uhr

Robert Koch-Institut meldet 966 Corona-Neuinfektionen bundesweit

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Montag 966 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit nähert sich die Zahl wieder der Marke von 1000 Neuinfektionen. Der Wert hatte in der vergangenen Woche bereits am Donnerstag, Freitag und Samstag über der Schwelle von 1000 gelegen – erstmals seit Anfang Mai wieder.

Der R-Wert liegt damit leicht über 1 (1,09). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.


Dienstag, 11. August, 6.48 Uhr

Seuchenbehörde warnt vor Wiederaufleben von Coronavirus in Europa

Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus nimmt in vielen Ländern Europas wieder zu. Das liegt zum einen an der Zunahme von Tests, zum anderen aber auch an der Lockerung von Corona-Maßnahmen - zu diesem Schluss kommt das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in ihrer jüngsten Risikobewertung.


Dienstag, 11. August, 5.35 Uhr

NRW-Regierung berät neue Corona-Verordnung - mit Masken-Bußgeld
Das nordrhein-westfälische Kabinett berät am Dienstag (10.00 Uhr) einen Entwurf für die neue Coronaschutz-Verordnung. Sie soll nach Ankündigung von Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) auch einen Passus enthalten, der bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ein Bußgeld von 150 Euro vorsieht. Die bisher gültige Verordnung läuft um Mitternacht aus. Die neue - samt Masken-Bußgeld - würde ab Mittwoch in Kraft treten. Wüst hatte vergangene Woche gesagt, man wolle „keine lange Diskussion mehr mit Maskenmuffeln.“ Daher: „Wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt wird, muss an der nächsten Haltestelle raus und zahlen.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Viele Masken sind keine Spezialmasken, wehren Feinpartikel nicht ab und schützen dementsprechend auch nicht vor einer Tröpfcheninfektion
  • Für Menschen, die sich bereits angesteckt haben, sei es aber sinnvoll, sogenannte FFP3-Masken zu tragen, um andere Menschen nicht anzustecken
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.
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