Coronavirus: Die Entwicklung in NRW Lage bis zum 18. März - Liveblog zum Nachlesen

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Ausbruch des Coronavirus in NRW: Weitreichende Einschränkungen im Freizeitbereich legten das Land Anfang März quasi still. Unser Liveblog zum Nachlesen.

NRW

, 18.03.2020, 18:35 Uhr / Lesedauer: 24 min

  • In NRW stieg die Zahl der Coronavirus-Fälle weiter an; am 18. März gab es 16 Todesfälle
  • Der Einzelhandel soll seit Mittwoch (18.3.) grundsätzlich geschlossen bleiben Lebensmittelmärkte, Apotheken und sonstige unverzichtbare Einrichtungen sollen geöffnet bleiben – auch sonntags
  • Spielplätze sind ab sofort geschlossen
  • Restaurants schließen ab sofort um 15 Uhr
  • Die Opposition fordert 15 Milliarden Euro Landeshilfe
  • NRW startet zentrale Coronavirus-Seite und Bürgertelefon
  • Alle öffentlichen Veranstaltungen sind verboten - auch Demos
  • Die Deutsche Bahn dünnt ihren Regionalverkehr aus
  • Zahlreiche Tafeln in NRW schließen
  • Besuche in Alten- und Pflegeheime werden auf das Nötigste beschränkt
  • Busse öffnen vordere Türen nicht mehr, um Fahrer zu schützen
  • Deutlicher Appell von Angela Merkel zur Coronakrise: „Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst!“

Die Lage am Donnerstag, 19.3.:
13:45: Wir beenden unseren Ticker an dieser Stelle: Hier geht es weiter
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13:06: Coronavirus-Test für 80 Grundschüler am Drive-In-Schalter

Rund 80 Schüler von zwei Grundschulen im Ennepe-Ruhr-Kreis sind nach Kontakt mit einer infizierten Lehrerin auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus getestet worden. In zwei mobilen Test-Zentren zum Durchfahren nahmen Einsatzkräfte am Donnerstag in Schutzanzügen, mit Brillen und Atemmasken Rachenabstriche von den Kindern.

Einsatzkräfte mit Schutzausrüstungen nehmen an einem "Drive In-Schalter" Proben. Nachdem ein Lehrer einer Grundschule positiv auf Corona-Virus getestet wurde, müssen zahlreiche Schüler zum Test.

Einsatzkräfte mit Schutzausrüstungen nehmen an einem "Drive In-Schalter" Proben. Nachdem ein Lehrer einer Grundschule positiv auf Corona-Virus getestet wurde, müssen zahlreiche Schüler zum Test. © picture alliance/dpa

Um möglichst guten Schutz für alle Beteiligten zu gewähren, hatten Feuerwehr und Rettungskräfte die Drive-In-Schalter aufgebaut, durch den die Familien in ihren Autos bis zu den testenden Einsatzkräften fahren konnten.



12:33: Wuppertal schützt Busfahrer mit Plastiktür

Busfahrer in Wuppertal sollen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt werden. Deshalb haben die Wuppertaler Stadtwerke aufgerüstet: Statt einem Flatterband, wie es beispielsweise in Dortmund der Fall ist, trennt eine Plastiktür den Fahrer von den Fahrgästen.



12:05: Land NRW möchte Wirtschaft mit Milliarden-Summe helfen

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens will 25 Milliarden Euro als Wirtschaftshilfe bereitstellen, um die Folgen der Coronakrise abzufedern und Arbeitsplätze zu sichern. Das hat Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) im Gespräch mit Wirtschaftsvertretern zugesagt, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.



11:31: 4743 Corona-Infektionen in Nordrhein-Westfalen

Das Gesundheitsministerium NRW gab am Donnerstag bekannt, dass die Zahl der Corona-Infizierten nun bei 4743 im Bundesland liegt. Die Anzahl der Todesfälle liegt bei 16. Der Kreis Heinsberg ist mit 840 bestätigten Fällen am meisten betroffen. In Köln sind es 430 Fälle. Düsseldorf und Essen haben jeweils 154 Corona-Infizierte.



10:20: Bundesliga-Profis verzichten auf Gehalt

Die Fußballspieler von Borussia Mönchengladbach sind die ersten in Deutschland, die freiwillig auf Teile ihres Gehalts verzichten. „Der Trainerstab hat sich dem angeschlossen, genau wie unsere Direktoren und Geschäftsführer“, sagte Gladbachs Sportchef Max Eberl am Donnerstag.

Spieler und führende Angestellte verzichten angesichts der Coronakrise auf Teile ihres Einkommens, damit in der Spielpause der Fußball-Bundesliga die Angestellten des Vereins weiter ihr Einkommen beziehen können. Laut der „Rheinischen Post“ soll der Bundesligist so deutlich mehr als eine Millionen Euro pro Monat einsparen.

Auch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke verzichtet auf Teile seines Gehalts. Die Spieler von Borussia Dortmund könnten nun nachziehen - in Dortmund war ein Gehaltsverzicht schon mal eine Lösung.



09:45: Friseur-Läden dürfen trotz Coronavirus weiter geöffnet bleiben: Wie kann das funktionieren?

Während viele andere Geschäfte nun dicht machen müssen, dürfen Friseursalons weiter geöffnet bleiben. Doch wie funktioniert der Kontakt mit den Kunden, ohne sich erhöhter Ansteckungsgefahr auszusetzen? Reporter Thomas Thiel ist dem nachgegangen und hat bei Dortmunds Friseuren nachgefragt.

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09:14: Land NRW gibt Hinweise, was jetzt wichtig ist

Über Twitter gab die Staatskanzlei NRW Empfehlungen, worauf es jetzt ankommt.



08:58: Drei weitere Todesfälle im Kreis Heinsberg

Am Donnerstagmorgen meldete das Gesundheitsamt des Kreis Heinsberg drei weitere Todesfälle. In allen drei Fällen sei eine Lungenentzündung die Todesursache, bedingt durch eine Coronavirus-Infektion.

Bei den Verstorbenen handelt es sich um zwei Männer im Alter von 87 und 83 Jahren, die im Krankenhaus in Heinsberg starben, und eine 85-jährige Frau, die im Uniklinikum Aachen verstarb. Alle drei waren bereits durch Vorerkrankungen belastet, teilte das Gesundheitsamt Heinsberg auf seiner Homepage mit.

Aktuell gibt es im Kreis Heinsberg 840 infizierte Personen sowie neun Todesfälle durch den Coronavirus. Die Anzahl der Todesfälle in Nordrhein-Westfalen steigt dadurch auf 16 an.



08:33: Nächste Fußballliga in NRW setzt weiterhin aus

Auch die Regionalliga-West, vierthöchste Liga im deutschen Fußball, hat sich dazu entschieden, den Spielbetrieb weiter pausieren zu lassen. Zunächst war eine Pause bis zum 22. März geplant, nun geht diese bis zum 19. April. Dies entschied der Westdeutsche Fußballverband.



08:25: Leere Fußgängerzonen in Nordrhein-Westfalen

Zahlreiche Geschäfte machen dicht, die Märkte öffnen nicht, die sonst belebten Fußbgängerzonen bleiben dadurch leer. Wie hier in Schwerte am Mittwoch.

Normalerweise am Markttag-Mittwoch gut gefüllt, gestern aber ziemlich leer: Die Fußgängerzone in Schwerte.

Normalerweise am Markttag-Mittwoch gut gefüllt, gestern aber ziemlich leer: Die Fußgängerzone in Schwerte. © Reinhard Schmitz




08:17: Mehr Infizierte im Kreis Unna - Schutzkleidung fehlt und sorgt für Probleme

Während es am Dienstag noch 25 Coronavirus-Infizierte im Kreis Unna waren, stieg die Zahl am Mittwoch bereits auf 51. Ein großes Problem für den Kreis: Schutzkleidung für medizinisches Personal fehlt, weshalb Arztpraxen schließen und immer mehr ambulante Pflegedienste sich weigern, ohne Schutzanzug in die Haushalte zu gehen.

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08:00: Kanu-Regatta mit Olympia-Quali in Duisburg abgesagt

Die Kanu-Regatta vom 21. bis 24. Mai in Duisburg mit Rennen um die letzten Olympia-Quotenplätze findet im Zuge der Coronavirus-Krise nicht statt. Alle Veranstaltungen des Internationalen Kanu-Verbandes ICF werden in nächster Zeit abgesagt oder verschoben. Das teilte der Deutsche Kanu-Verband am Donnerstagmorgen mit.

Bei der Kanu-Regatta in Duisburg waren Rennen für die Olympia-Qualifikation, der Kanu-Weltcup und die Para-Kanu-Weltmeisterschaften geplant.



07:38: Klare Kante: „Eine sofortige Ausgangssperre muss her!“

Ulrich Breulmann, Redakteur der Ruhr Nachrichten, findet die Führungsqualitäten von Bund und Land in Zeiten der Corona-Krise erbärmlich. Er fordert eine sofortige Ausgangssperre für alle. Warum er das fordert, hat er hier dargelegt:

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07:30: Einzelhandel in großen Teilen dicht - nur noch notwendige Geschäfte offen

Kitas und Schulen sind bereits seit Montag geschlossen. Viele Menschen haben bereits auf Home-Office umgesattelt. Seit Donnerstag haben immer mehr Geschäfte ihre Schotten dicht gemacht, in den Fußgängerzonen der Städte in NRW wird eine Vielzahl der Geschäfte zu haben. Lediglich folgende Läden sind noch offen: Supermärkte, Drogerien, Apotheken, Sanitätshäuser, Tankstellen, Banken (sofern nicht anders angekündigt), Poststellen, Frisöre und Bau-, Garten- und Tierbedarfsmärkte.



07:10: SPD fordert Sonderhilfen für Selbstständige

Die SPD in Nordrhein-Westfalen fordert ein Sonderprogramm für geringverdienende Freiberufler, Selbstständige und Kleinunternehmer. Diese bräuchten Hilfe, „um in den nächsten Wochen über die Runden zu kommen“, sagte SPD-Fraktionsvhef Thomas Kutschaty.

Ministerpräsident Armin Laschet, Finanzminister Lutz Lienenkämper sowie Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart beraten heute in einer Videokonferenz mit Repräsentanten von Arbeitgebern, Gewerkschaften, Industrie- und Handelskammern, dem Handwerk, von Banken und mit Bürgermeistern.



06:45 Deutlicher Merkel-Appell zur Coronakrise

In einer TV-Ansprache am Mittwochabend hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel direkt an die Bevölkerung gewandt. Unter anderem appelierte Merkel an die Bedrohung in dieser außergewöhnlichen Situation.

„Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst. Seit der Deutschen Einheit, nein, seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt“, sagte sie.

06:34: Ordnungsamt wird verschärft kontrollieren, Polizei Platzverweise erteilen

Trotz der Coronavirus-Pandemie tummeln sich viele Menschen immer noch in der Öffentlichkeit. Viele Betriebe hatten trotz verschärfter Auflagen noch geöffnet. Damit die Menschentrauben und die damit verbundene Infizierungsgefahr sich verringern, kontrollieren viele Ordnungsämter der Städte in Nordrhein-Westfalen nun. Unter anderem in Dortmund, Werne, Oberhausen, Mettmann und Hilden.

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06:18: Begeht man eine Straftat, wenn man den nötigen Abstand nicht einhälft?

Viele Erlässe und Verbote sind seit der Coronavirus-Pandemie ausgesprochen worden. Doch was passiert, wenn ein Betrieb trotz Coronavirus seinen Laden öffnet? Die Ruhr-Nachrichten-Reporter Marie Ahlers und Oliver Volmerich haben unter anderem darüber gesprochen.



06:15: Zahl der Infizierten steigt weiter an

Mittlerweile haben sich in ganz Deutschland 12.327 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (Stand: 19. März, 05:34 Uhr). Es gab bislang 28 Todesfälle. In NRW liegt die Anzahl der Infizierten bei mehr als 4200.

06:04: Bürgerdienste machen dicht

Seit heute haben zahlreiche Bürgerdienste der Kommunen ihre Bürgerdienste geschlossen. Die Stadt Dortmund bietet eine Vorsprache nur in dringenden und nicht aufschiebbaren Notfällen an.

Die Lage am Mittwoch, 18.3.:

Der tägliche Corona-Podcast für Dortmund und den Kreis Unna

Das Corona-Virus bestimmt unser Leben. Wie kommen wir mit den Einschränkungen in unseren Städten klar? Was kommt auf uns zu? Der tägliche Podcast von Radio 91.2, Antenne Unna, Hellweger Anzeiger und Ruhr Nachrichten gibt jeden Abend einen Überblick. Hier die aktuelle Folge.


18.03 Uhr: Zahl der Infizierten in NRW steigt weiter an

In NRW ist das Virus trotz aller Maßnahmen zur Eindämmung auf dem Vormarsch: Nach Angaben des Gesundheitsministeriums stieg die Zahl der nachgewiesenen Fälle von knapp 3380 am Vortag auf knapp 4300 sprunghaft an. Die Zahl der landesweit gemeldeten Todesfälle stieg demnach um ein Opfer auf 13.

17.31 Uhr: Auch bei Thyssenkrupp steht bald Kurzarbeit an

Beim Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp, der ein großer Automobilzulieferer ist, steht ebenfalls Kurzarbeit bevor. „Wir wollen möglichst viele Beschäftigte in Arbeit halten, selbst wenn sie uns in Teilen ausgeht. Dazu werden wir alle Mittel nutzen, auch das Kurzarbeitergeld“, kündigte Personalvorstand Oliver Burkhardt an.

16.56 Uhr: 25 Corona-Patienten im Kreis Heinsberg als geheilt entlassen

Trotz steigender Fallzahlen hat der besonders betroffene Kreis Heinsberg 25 ehemals Corona-Infizierte als gesund aus der Quarantäne entlassen. Das sagte Landrat Stephan Pusch (CDU) am Mittwoch in einer Videobotschaft. Demnach sei die Zahl der Infizierten auf 811 gestiegen, die 25 Menschen seien aber nach „zwei Wochen plus drei Tage“ offiziell geheilt. Pusch sagte, dass diese Zahl in den kommenden Tagen sukzessive steigen werde.

16.45 Uhr: Kaum noch Passagierflüge an NRW-Airports

An den großen Flughäfen in Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Starts und Landungen drastisch eingebrochen. Die Verkehrsleistung in Düsseldorf sei auf deutlich unter 30 Prozent der zu dieser Zeit üblichen Flüge abgesunken, sagte ein Airport-Sprecher am Mittwoch. In Köln/Bonn gab es im Monat März bislang 30 Prozent weniger Flugbewegungen als im gleichen Monat des Vorjahres.

16.31 Uhr: Ambulanten Diensten in NRW geht die Corona-Schutzkleidung aus

Wegen Nachschubproblemen mit Schutzausrüstung gegen den Coronavirus schlagen immer mehr ambulante Pflegedienste Alarm. „Vielen Pflegedienstbetreibern gehen Schutzkittel, Desinfektionsmittel und Mundschutze aus. Vielleicht zehren sie noch von Vorräten, können aber dann ihre Mitarbeiter nicht mehr schützen“, sagte Claudia Engel, Sprecherin des Bundesverbandes Ambulante Dienste und Stationärer Einrichtungen (bad) am Mittwoch in Essen. Nötig seien örtliche, staatlich organisierte Verteilstellen, um die ambulanten Dienste auch weiterhin arbeitsfähig zu halten.

16.23 Uhr: Schließungen im Einzelhandel - Verband fordert schnelle Hilfe

Die seit Mittwoch auch für den Einzelhandel gültigen verschärften Verordnungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie bedrohen nach Einschätzung des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen zahlreiche Unternehmen und Händler. „Ich habe die große Befürchtung, dass wir die vielfältige Handelslandschaft ohne Notfallfonds nicht wiedererkennen werden“, sagte der Geschäftsführer Handelsverbandes NRW, Peter Achten, der Deutschen Presse-Agentur. Achten forderte von der Politik schnelle Beschlüsse, um drastische finanzielle Folgen für den Wirtschaftszweig abzufedern.


16.17 Uhr: Einschränkungen auch für Beerdigungen

Die mit dem Coronavirus verbundenen Einschränkungen haben in Nordrhein-Westfalen auch Auswirkungen auf Bestattungen und Trauergesellschaften. Beerdigungen dürfen nur noch im engsten Familienkreis und unter freiem Himmel stattfinden, Trauerhallen bleiben vorerst geschlossen.

16.09 Uhr: Bundesweite Hotline für einsame Senioren eingerichtet

Vom Besuch bei Oma und Opa wird derzeit abgeraten – dafür ist jetzt wegen der Coronavirus-Krise eine Berliner Hotline für einsame Senioren bundesweit erreichbar. Wer einfach mal reden wolle, könne die kostenfreie Telefonnummer 0800 4708090 wählen. Die Hotline ist den Angaben zufolge zwischen 8.00 und 22.00 Uhr erreichbar. Anrufer können anonym bleiben. Hinter dem Angebot stehen der Verein Silbernetz und der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg.

15.45 Uhr: Ryanair streicht fast alle Flüge

Die irische Fluggesellschaft Ryanair streicht so gut wie alle ihre Flüge von Dienstag, den 24. März, an. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Bereits in der Nacht zum Donnerstag sollen 80 Prozent der Flüge gestrichen werden. Von nächster Woche an sollen dann nur noch wenige Maschinen der Ryanair-Flotte abheben, um „essenzielle Verbindungen“ aufrechtzuerhalten, vor allem zwischen Irland und Großbritannien.

15.36 Uhr: Autozulieferer aus NRW kündigen Kurzarbeit an

Die von den großen Autokonzernen angekündigten Werksschließungen schlagen auf die Zulieferer in Nordrhein-Westfalen durch. Kirchhoff Automotive mit Sitz in Iserlohn fährt die Produktion in seinen Werken an den meisten weltweiten Standorten zurück. Ab dem 1. April werde auch ein Großteil der rund 1300 Beschäftigten der beiden Kirchhoff-Werke in Iserlohn und Attendorn vorübergehend in Kurzarbeit gehen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Auch beim Beleuchtungs- und Elektronikspezialisten Hella ist Kurzarbeit an inländischen Standorten in Vorbereitung. Eine vorübergehende Schließung von Produktionsstätten werde ebenfalls in Betracht gezogen, teilte das Unternehmen aus Lippstadt mit.

15.17 Uhr: Bonn-Marathon auf 18. Oktober verlegt

Der 20. Marathon in Bonn ist aufgrund des Coronavirus-Ausbruchs verlegt worden. Wie der Veranstalter am Mittwoch mitteilte, findet der Lauf mit 14 000 Teilnehmer nicht wie geplant am 26. April 2020, sondern am 18. Oktober 2020 statt. Alle bisher angemeldeten Teilnehmer bleiben startberechtigt.

15.08 Uhr: Landeselternverband: Auf Rückforderung von Beiträgen verzichten

Der Landeselternverband NRW (LEK) hat an Familien mit schulpflichtigen Kindern appelliert, auf die Rückforderung von Beiträgen für Kurse und Veranstaltungen zu verzichten. In einem am Mittwoch veröffentlichten Appell des Dachverbandes der Stadt- und Kreisschulpflegschaften wird um Solidarität mit Freiberuflern wie Musik-, Sport- und Nachhilfelehrern gebeten.

15.03 Uhr: Spielplatz-Sperrungen langsam angelaufen

Die Kommunen haben das vom Land verfügte Spielplatz-Verbot zur Eindämmung des Coronavirus am Mittwoch unterschiedlich intensiv umgesetzt. Während zum Beispiel in Recklinghausen schon am Morgen Spielplätze mit rot-weißem Flatterband und Hinweisschildern abgesperrt waren, wies an mehreren Spielplätzen in Köln oder Düsseldorf zunächst nichts auf ein Verbot hin. Dennoch herrschte auch dort auf Schaukeln, Rutschen und Klettergerüsten oft gähnende Leere.

14.44 Uhr: Alleinerziehende Kassiererin hat Anspruch auf Kinderbetreuung

Auch Verkäufer und Kassierer in Supermärkten haben grundsätzlich Anspruch auf einen Betreuungsnotplatz ihrer Kinder in Kitas und Schulen. Er wolle unterstreichen, was Kassiererin und Kassierer im Einzelhandel in Zeiten der Corona-Pandemie für eine verantwortungsvolle Position hätten, sagte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf. „Die sind für uns im Moment absolut systemrelevant.“

14.39 Uhr: Eurovision Song Contest ist abgesagt

Die Europäische Rundfunkunion hat den Eurovision Song Contest (ESC) aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Der Musikwettbewerb sollte Mitte Mai in Rotterdam stattfinden.

14.25 Uhr: Zugang zu Gerichtsverhandlungen weiterhin möglich

Trotz massiver Einschränkungen des Publikumsverkehrs bei den Gerichten des Landes Nordrhein-Westfalen bleibt der Besuch von öffentlichen Verhandlungen weiterhin möglich. Darauf hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) des Landes NRW mit Sitz in Münster am Mittwoch hingewiesen. Zwar werde zur Reduzierung des Infektionsrisikos wegen der Corona-Pandemie der Zugang zu den sieben Verwaltungsgerichten und zum OVG auf das Notwendigste reduziert, der Grundsatz der Öffentlichkeit von Gerichtsverhandlungen aber bleibe bestehen.

14.18 Uhr: Stadt Köln ruft Bürger zu Nachbarschaftshilfe auf

Angesichts der Coronakrise hat die Stadt Köln ihre Bürger und Bürgerinnen ausdrücklich zur Nachbarschaftshilfe aufgerufen. „Achten Sie verstärkt auf Mitmenschen, die alleine leben, und leisten Sie bitte die benötigte Unterstützung“, appellierte die Stadt in einer Mitteilung vom Mittwoch. „Vielleicht braucht jemand im nachbarschaftlichen Umfeld Hilfe beim Einkaufen, oder der Hund muss ausgeführt werden.“ Wer keinen Kontakt zu seinen direkten Nachbarn habe, könne zum Beispiel per Aushang im Treppenhaus Hilfe anbieten oder suchen. „Solidarität untereinander ist in diesen Zeiten besonders wichtig.“


14.11 Uhr: Bayern Leverkusen stellt Trainingsbetrieb ein

Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat wegen der Coronavirus-Pandemie das gemeinschaftliche Training für alle Mannschaften bis auf Weiteres eingestellt. Der Werksclub reagiert damit laut einer Mitteilung vom Mittwoch auf die „öffentlichen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus“.

13.46 Uhr: Impfstoff im Frühjahr 2021 realistisch

Das Robert Koch-Institut hat Hoffnungen auf einen baldigen Impfstoff gegen das Coronavirus gedämpft. „Ich persönlich schätze es als realistisch ein, dass es im Frühjahr 2021 sein wird“, sagte Präsident Lothar Wieler am Mittwoch. Alles, was bürokratisch machbar sei, müsse getan werden. Klinische Testphasen aber könne man nicht verkürzen. „Wir müssen ein Sicherheitsprofil haben. Impfstoffe können ja Nebenwirkungen haben.“

13.32 Uhr: Tafel schließt zahlreiche Ausgabestellen

Im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus hat die Tafel in Deutschland bereits zahlreiche Ausgabestellen geschlossen. Bisher seien es rund 250 von insgesamt etwa 950. „Und wenn wir keine Unterstützung bekommen, werden das noch mehr, da müssen wir uns nichts vormachen“, sagte der Vorsitzende Jochen Brühl am Mittwoch.

13.14 Uhr: Corona-Krise senkt Spritpreise

Angesichts der weltweiten Corona-Krise und der einbrechenden Rohölnotierungen geben die Spritpreise an den Tankstellen deutlich nach. Laut aktueller Auswertung des ADAC kostet ein Liter Super E10 im Bundesmittel 1,267 Euro, das sind 5,8 Cent weniger als in der Vorwoche. Diesel verbilligte sich um 4,1 Cent auf durchschnittlich 1,137 Euro je Liter.

13.09 Uhr: Tagespflege und Werkstätten müssen Notbetreuung anbieten

Für Pflegebedürftige und behinderte Menschen müssen Tagespflegeeinrichtungen und Werkstätten auch in der Corona-Krise eine Notbetreuung gewährleisten. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus sind auch diese Einrichtungen eigentlich geschlossen. Die Träger müssten aber jene Menschen aufnehmen, deren Betreuung tagsüber sonst nicht sichergestellt sei. Die ambulanten Pflegedienste arbeiteten „natürlich weiter“, betonte Laumann.

13.01 Uhr: Kreis Steinfurt sucht Medizinstudenten als Helfer

Der Kreis Steinfurt im Münsterland sucht in der Corona-Krise nach Medizinstudenten, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. „Durch die medizinischen Kenntnisse der Studierenden sind sie eine wertvolle Unterstützung im telefonischen Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern, die Fragen zum Coronavirus haben oder sich momentan in Quarantäne befinden“, teilte der Kreis am Mittwoch in Steinfurt mit.

12.57 Uhr: „Wir bleiben für euch da! Und ihr bitte zu Hause!“

„Wir bleiben für euch da! Und ihr bitte zu Hause!“ Mit diesem eindringlichen Appell richten sich immer mehr Krankenhaus-Mitarbeiter im Internet an die Bevölkerung. Auch an der Uniklinik Essen fotografierte sich das Team der Zentralen Notaufnahme mit einem entsprechenden Spruchband. Der Beitrag verteilte sich am Mittwoch rasant in den sozialen Medien.

12.50 Uhr: NRW-Regierung erwägt Erstattung von Kita-Beiträgen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will über die Erstattung von Kita-Beiträgen wegen des Betreuungsausfalls durch die Coronakrise nachdenken. Jetzt sei aber nicht der Zeitpunkt, darüber zu diskutieren, bis wann in welchem Umfang Elternbeiträge erstattet werden könnten, sagte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf. Am Ende werde es darum gehen, dass der Staat Bürgern in Not helfe. Es müsse aber auch verhindert werden, „dass Einzelne versuchen, Profiteure dieser Krise zu werden“, sagte Stamp. Klar sei, dass die Corona-Pandemie auch finanzielle Opfer kosten werde.

12.46 Uhr: Keine Corona-Partys - sonst drastische Maßnahmen

Der stellvertretende Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hat die Menschen in NRW eindringlich vor sogenannten Corona-Partys und anderen „Zusammenrottungen“ gewarnt. Sollten sich die Menschen nicht daran halten, drohten „drastischere Maßnahmen“, sagte er am Mittwoch in Düsseldorf. Auch Ausgangssperren wollte Stamp nicht ausschließen. Diese müssten aber koordiniert mit allen Ländern beschlossen werden. Es müsse alles getan werden, um die Coronavirus-Infektionsketten zu durchbrechen. „Keine Ansammlungen in Parks, keine Zusammenrottungen, keine Grillfeste, auch nicht im privaten Garten“, sagte Stamp. Immer noch gebe es etwa auch auf den Rheinwiesen Ansammlungen von Menschen, „die sich die Bierflaschen teilen“.

12.40 Uhr: NRW hält sich Verschiebung der Abiturprüfungen offen

Anders als in Bayern sollen die Abiturprüfungen in Nordrhein-Westfalen zunächst nicht wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. NRW sei aber „in Abstimmung mit der Ländergemeinschaft“, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf. Auch die Bildungsverbände sollten in die Entscheidung einbezogen werden. Ziel sei, „allen ein faires Abitur anzubieten“ und Klarheit zu schaffen über das Wann und Wie. Bayern wird hingegen den Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai 2020 verschieben.


12.38 Uhr: Berufsschüler können Ausbildung in Betrieben fortsetzen

Trotz Schließung der rund 400 Berufsschulen in Nordrhein-Westfalen wegen des Coronavirus können die Jugendlichen den berufspraktischen Teil ihrer Ausbildung in den Betrieben fortsetzen. Das sagte die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf.


12.37 Uhr: Auch Rehakliniken sollen Kapazitäten freiräumen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sollen medizinische Rehakliniken in Nordrhein-Westfalen rund die Hälfte ihrer Kapazitäten freiräumen. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Auch diese Kliniken sollten dann für die Versorgung von Menschen zur Verfügung stehen. Er werde auch auf „private Strukturen“ zugehen, sagte Laumann. Außerdem werde er „alles tun, was geht, um möglichst viele Beatmungsplätze in Krankenhäusern zu organisieren“. An den finanziellen Mitteln werde das nicht scheitern.

12.35 Uhr: Schulische Notbetreuung kaum genutzt

Die Umstellung des Schulbetriebs wegen der Corona-Pandemie ist aus Sicht der nordrhein-westfälischen Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) reibungslos angelaufen. Die Notbetreuung an den Schulen sei kaum in Anspruch genommen worden, berichtete Gebauer am Mittwoch in Düsseldorf. Eine Blitzumfrage habe ergeben, dass im Landesdurchschnitt weniger als zehn Prozent der Notplätze in Anspruch genommen werden mussten. Die allermeisten Eltern der rund 2,5 Millionen Schüler in NRW hätten die Betreuung ihrer Kinder vorbildlich selbst sichergestellt.

12.33 Uhr: Deutsche Post verzichtet bei Paketen auf Unterschrift

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, verzichtet die Deutsche Post DHL ab sofort bei der Übergabe von Paketen und Einschreiben auf die Unterschrift des Empfängers. Ein Unternehmenssprecher sagte am Mittwoch, stattdessen dokumentierten die Zusteller die erfolgreiche Auslieferung mit ihrer eigenen Unterschrift.

12.24 Uhr: 9903 Menschen sind in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert

Die Zahl der Corona-Infizierten ist in Deutschland auf 9903 gestiegen. Weiterhin die meisten Infizierten meldet NRW. Dort haben sich 3838 Menschen mit Covid-19 infiziert. Ebenfalls zugenommen hat auch die Zahl der Todesfälle. Insgesamt 26 Menschen sind bisher an den Symptomen des Virus gestorben: NRW meldet zwölf Tote, Baden-Württemberg sechs, Bayern fünf und Hamburg sowie Hessen jeweils einen.


12.17 Uhr: Rheinmetall sieht derzeit keine gravierenden Folgen der Coronakrise

Der Rüstungskonzern und Automobilzulieferer Rheinmetall hält die Folgen der Coronavirus-Pandemie auf seine Geschäfte derzeit für beherrschbar. Wenn der Produktionsstillstand in der Automobilbranche nur zwei Wochen dauere, „könnten das auch vorgezogene Werksferien sein“, sagte Vorstandschef Armin Papperger am Mittwoch bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das vergangene Jahr. Dann ließe sich der Ausfall aufholen.


11.46 Uhr: Hunderte OP- und Atemschutzmasken aus Krankenhaus gestohlen

Rund 750 OP-Masken und 200 Atemschutzmasken haben Unbekannte aus einem Krankenhaus in Hamm gestohlen. Außerdem seien etwa 100 Flaschen Desinfektionsmittel sowie Desinfektionstücher mitgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Die Gegenstände seien zwischen Montag und Dienstag verschwunden. Vor zwei Tagen waren bereits 50 000 Atemschutzmasken in Kölner Kliniken gestohlen worden. Nach Angaben der Stadt sollen nun alle Krankenhäuser angewiesen worden sein, täglich den Bestand zu kontrollieren.

11.41 Uhr: Städtebund fürchtet finanzielle Schieflage bei Kommunen

Mit Schließungen und Einschränkungen im Handel und in der Gastronomie im Zuge der Coronakrise fürchtet der Hessische Städte- und Gemeindebund auch finanzielle Schieflagen bei den Kommunen. „Dass es bei den Gewerbesteuern Einbrüche geben kann, ist ganz klar“, sagte der Geschäftsführende Direktor, Karl-Christian Schelzke. Auch ein Ladensterben in den Innenstädten sei nicht auszuschließen. Es müsse für die Kommunen Geld aus Fördertöpfen fließen. „Da muss man sich dann auch von der schwarzen Null verabschieden.“

11.34 Uhr: Sonderöffnungszeiten in Duisburg erlaubt

Die Stadt Duisburg hält sich an die Allgemeinverfügung und erlaubt bestimmten Geschäften im Einzelhandel auch sonntags zu öffnen. Die Sondergenehmigung gilt unter anderem für Apotheken, Drogerien und Lebensmittelgeschäfte.

10.57 Uhr: Zahl der Infizierten auf 3838 gestiegen

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums stieg die Zahl der nachgewiesenen Fälle von knapp 3380 am Vortag auf knapp 3840 am Mittwoch (Stand: 10.00 Uhr). Die Zahl der landesweit gemeldeten Todesfälle lag demnach unverändert bei zwölf. Der Kreis Heinsberg ragt mit knapp 790 nachgewiesenen Infizierten und acht Todesfällen besonders heraus. Zwei weitere Corona-Patienten starben in Stadt und Städteregion Aachen, einer in Düsseldorf und einer in Essen. Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, warnte vor einem Szenario mit zehn Millionen Coronavirus-Infektionen bis in einigen Monaten in ganz Deutschland. Dies könne eintreten, wenn die von der Bundesregierung angeordneten Maßnahmen nicht eingehalten würden, sagte Wieler am Mittwoch in Berlin.

10.35 Uhr: Merkel hält Fernsehansprache zur Corona-Krise

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Bevölkerung am Abend in einer Fernsehansprache über die Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Coronakrise informieren. Die aufgezeichnete Ansprache werde im ZDF nach der heute-Sendung und in der ARD nach der Tagesschau gegen 20.15 Uhr ausgestrahlt, hieß es am Mittwoch in Regierungskreisen.

9.58 Uhr: Kreis Heinsberg verordnete „Ausgangssperre light“

Im Kreis Heinsberg gilt ab sofort eine „Ausgangssperre light“. Personen ab 65 Jahre sollen sich freiwillige in häusliche Quarantäne begeben, insbesondere mit Vorerkrankung, etwa der Lunge, teilt der Kreis mit. Nur für unaufschiebbare Arztbesuche dürfen sie das Haus verlassen. „Alle anderen Personen dürfen arbeiten und einkaufen gehen, bleiben aber ansonsten zuhause und unterlassen soziale Kontakte“, sagte Landrat Stephan Pusch.

9.40 Uhr: „Lockdown ist politische Verzweiflungsmaßnahme“

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat sich im Kampf gegen das Coronavirus gegen Ausgehverbote ausgesprochen. „Ich bin kein Freund des Lockdown. Wer so etwas verhängt, muss auch sagen, wann und wie er es wieder aufhebt“, sagte Montgomery der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Man könne doch nicht Schulen und Kindertagesstätten bis Jahresende geschlossen halten. So lange werde es mindestens dauern, bis man über einen Impfstoff verfügt.

9.10 Uhr: Rotes Kreuz richtet Nothilfefonds ein

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat einen Corona-Nothilfefonds für ehrenamtliche Helfer und Hilfsaktionen eingerichtet und ruft dafür zu Spenden auf.

8.50 Uhr: Grüne fordern Rückzahlung von Kita-Gebühren

Kita-Beiträge ohne Kita-Betreuung - die Grünen wollen das mit einer landesweiten Corona-Regelung in Nordrhein-Westfalen ändern. Da das Land beschlossen habe, die Kitas zur Eindämmung der Corona-Pandemie grundsätzlich schließen zu lassen, müsse das Land auch die Erstattung der Elternbeiträge regeln, sagte der Chef der NRW-Grünen, Felix Banaszak, der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Es könne nicht sein, dass es in den Kommunen, je nach Finanzkraft, unterschiedliche Regelungen gebe


7.33 Uhr: A.T.U-Werkstätten nur noch im Notbetrieb

Die Kfz-Werkstattkette A.T.U stellt bis auf Weiteres den Betrieb der Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein. In einer Mitteilung des Unternehmens heißt es, damit solle das Ziel unterstützt werden, die Virusausbreitung zu verlangsamen. Der Verkauf von Produkten, Reifen und Kfz-Ersatzteilen im A.T.U Onlineshop werde jedoch fortgesetzt.

Alle bestehenden Kundenaufträge sollen noch abgearbeitet werden, anschließend gibt es nur noch einen Notbetrieb.

Die Lage am Dienstag, 17.3:

Knapp drei Wochen nach der ersten bestätigten Coronavirus-Infektion in Nordrhein-Westfalen hat das NRW-Gesundheitsministerium am Dienstag (Stand 9.45 Uhr) insgesamt 3.060 registrierte Fälle verzeichnet. Die mit Abstand meisten bestätigten Fälle gab es im Kreis Heinsberg (713).

Bundesweit lag die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen laut Redaktionsnetzwerk Deutschland am Dienstag (Stand 14.30 Uhr) bei 7907 Fällen.

22.30 Uhr: Geschäfte sollen ab Mittwoch schließen

Nun also doch: Geschäfte des Einzelhandels sollen ab Mittwoch grundsätzlich geschlossen bleiben. Das teilte die Landesregierung am späten Dienstagabend auf Twitter mit. Um 21.53 Uhr twitterte die NRW-Staatskanzlei eine fortgeschriebene Version des Erlasses vom Nachmittag.

Sah es da noch so aus, als könnten Geschäfte prinzipiell öffnen, ist nun unter dem in Großbuchstaben verkündeten Label „ACHTUNG AKTUALISIERUNG“ und unter der Überschrift „Klare Botschaft, klare Regeln!“ zu lesen: „Der Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen wird ab Mittwoch grundsätzlich geschlossen.“ Als Ausnahmen werden Geschäfte zur Deckung des Bedarfes an Lebensmitteln und Hygieneartikeln definiert, ebenso auch etwa Friseure oder Apotheken. Auch Handwerker könnten ihren Tätigkeiten nachgehen, heißt es weiter.

16.53: Landtag im Notbetrieb

Die ursprünglich dreitägige Plenarwoche im April werde auf einen Tag gekürzt (1. April), sagte Landtagspräsident André Kuper in Düsseldorf. Das habe der Parlamentarische Krisenstab beschlossen. Ausschüsse tagen grundsätzlich weiter, behandeln aber nur dringendste Themen.

Beschlussfähig werde der Landtag auch mit weniger Abgeordneten bleiben. „Bestehende Mehrheitsverhältnisse werden nicht angezweifelt“, heißt es in dem Beschluss.

16.48 Uhr: Angehörigen-Besuche in Gefängnissen verboten

Das NRW-Justizministerium hat per Erlass praktisch alle Besuche in Gefängnissen untersagt. Ausnahmen können zum Beispiel in dringenden Fällen für Verteidiger gemacht werden, sagte ein Sprecher des NRW-Justizministeriums.

Nach Angaben des Justizministeriums werden auch „vollzugsöffnende Maßnahmen“ gestoppt, also zum Beispiel Freigang als Vorbereitung zur Haftentlassung.

Den Gefangenen sollen als Ausgleich mehr Telefonzeit und Video-Telefonate via Skype ermöglicht werden, was in elf Haftanstalten geht.

16.40 Uhr: ADAC Nordrhein schließt Kundencenter

Der ADAC Nordrhein schließt bis auf Weiteres seine Kundencenter an insgesamt 21 Standorten, darunter auch Prüfzentren in Köln und Oberhausen, hieß es in einer Mitteilung des Pannen-Dienstleisters vom Dienstag. Auch Fahrsicherheitszentren bleiben geschlossen. Die Pannenhilfe des ADAC werde aber weiterhin wie gewohnt ihre Arbeit verrichten.

16.22 Uhr: Verbraucherzentrale fordert Verzicht auf Stromsperren

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat die Energieversorger aufgefordert, während der Corona-Krise auf Strom- und Gassperren für säumige Zahler zu verzichten. „In Zeiten, in denen der Einzelne aufgefordert ist, überwiegend zuhause zu bleiben, und Hygiene das A und O ist, halten wir eine Energiesperre für unverhältnismäßig“, sagte Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, am Dienstag.

16.09 Uhr: Tägliche Bestandskontrolle in Kliniken

Trotz des Diebstahls von 50.000 Atemschutzmasken in Kölner Kliniken drohen dort keine akuten Engpässe. Der Diebstahl stelle keine Gefährdung der medizinische Versorgung dar, sagte der Stadtsprecher am Dienstag.

Das Fehlen der Schutzartikel aus einem Lager war am Montag bemerkt worden. Die Stadt habe nun alle Krankenhäuser angewiesen, täglich den Bestand zu kontrollieren. Momentan werde nur eine kleine Zahl von Patienten wegen des Coronavirus in Krankenhäusern behandelt, es seien genug Atemschutzmasken auf Lager.

Dennoch sei in den Krankenhäusern in Zukunft zumindest mit „temporären Engpässen“ zu rechnen. Wie eine Kliniksprecherin sagte, sollen die Krankenhäuser ihre Lagerbestände zudem besser gegen Diebstahl sichern. Sie hatte am Montag von einer „neuen Qualität des Diebstahls“ gesprochen: „Wir reden hier über Artikel, die normalerweise einen Wert im Cent-Bereich haben, aber offensichtlich gibt es jetzt einen Markt dafür.“

15.40 Uhr: Zugang zum Justizzentrum Bochum eingeschränkt

Das Bochumer Landgericht hat darauf hingewiesen, dass ab sofort aus Gründen des Gesundheitsschutzes (Ausbreitung des Corona-Virus) der Zugang für Besucher zum Justizzentrum Bochum eingeschränkt wird.

„Dringende, unaufschiebbare Anliegen werden weiterhin bearbeitet“, erklärte Gerichtssprecher Michael Rehaag. „Insbesondere der Zugang zu öffentlichen Sitzungen ist nach wie vor gewährleistet.“

In allen anderen Fällen bittet das Landgericht Bochum jedoch, vor einem Aufsuchen des Justizzentrums an der Josef-Neuberger-Straße 1 zunächst telefonisch Kontakt unter der zentralen Rufnummer 0234-967-0 oder (wenn bekannt) der entsprechenden Durchwahl der jeweiligen Sachbearbeitung aufzunehmen.

15.30 Uhr: Ab Mittwoch gilt beim DB-Busverkehr der Ferien-Fahrplan

Ab Mittwoch, 18. März 2020, verkehren die DB-Busse in Nordrhein-Westfalen nach dem Ferien-Fahrplan.

Nach Angaben der Deutschen Bahn gelte diese Regelung für die Busse der DB-Unternehmen BVR Busverkehr Rheinland GmbH (DB Rheinlandbus), WB Westfalen Bus GmbH (DB Westfalenbus) und BVO Busverkehr Ostwestfalen GmbH (DB Ostwestfalen-Lippe-Bus) und erfolgt in Abstimmung den jeweiligen Aufgabenträgern.

Weitere Weitere Infos zum Ferien-Fahrplan finden Sie hier.

14:48 Uhr: Auch Urlauber in NRW müssen Aufenthalt abbrechen

Nicht nur Fernreisende, sondern auch Urlauber in Nordrhein-Westfalen müssen wegen der Corona-Pandemie laut Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ihren Urlaub abbrechen. Wenn Hotels und Pensionen ab Mittwoch grundsätzlich keine touristischen Übernachtungen mehr erlauben dürften, müssten auch die hiesigen Gäste ihren Ferienaufenthalt beenden, sagte Laschet am Dienstag in Düsseldorf.

Die Situation in Feriengebieten wie dem Sauerland sei dabei nicht anders zu bewerten als die Lage auf den Inseln. In Deutschland wurden alle Nord- und Ostseeinseln sowie die Halligen in der Nordsee bereits für Touristen abgeriegelt.

14.21 Uhr: Politische Veranstaltungen ausgesetzt

Wegen der Coronakrise werden in Nordrhein-Westfalen alle politischen Veranstaltungen bis zum Ende der Osterferien ausgesetzt. Dazu gehören auch die Listenaufstellungen für die Kommunalwahlen.

Für die Aufstellungen der Listen für die Kommunalwahlen am 13. September liefen die Fristen ohnehin bis Juli, sagte Laschet. Am Wahltermin hält das Land bisher fest.

13.30 Uhr: Presse-Briefing zum Corona-Virus im Livestream

NRW-Ministerpräsident Laschet: „Bleiben Sie zu Hause.“ Nur so helfe man, das Virus einzudämmen.

NRW stellt 150 Millionen Euro Soforthilfen im Kampf gegen das Virus bereit. Das Geld solle unter anderem helfen, mehr Beatmungsplätze in Krankenhäusern und mehr Schutzkleidung zu beschaffen.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat mit deutlichen Worten auf die Unterschiede zwischen dem neuartigen Coronavirus und der Grippe hingewiesen. Es gebe nach wie vor keine Medikamente gegen die Erkrankung, keine Impfung, und das Virus sei sehr viel ansteckender. Es gebe Experten, die davon ausgingen, dass das Virus sei sechs bis sieben mal so ansteckend wie eine normale Grippe.

Es werde keine Ausgangssperre in Deutschland verhängt.

Spiel- und Bolzplätze werden ab sofort geschlossen. Auch Freizeit- und Tierparks müssen schließen

Ab Mittwoch, 18.3: Restaurants, Cafés und Gaststätten sollen in NRW zur Eindämmung der Corona-Pandemie schon um 15.00 Uhr schließen. „Wer darauf angewiesen ist, sich Essen zu beschaffen, soll das können“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet. Besucherzahlen sollen reglementiert werden und Tische mit einem Mindestabstand von zwei Metern gestellt werden.

13.17 Uhr: SPD und Grüne fordern 15 Milliarden Euro Landeshilfe

SPD und Grüne fordern, in Nordrhein-Westfalen 15 Milliarden Euro im Kampf gegen die Corona-Pandemie einzusetzen. Dafür solle NRW nach bayerischem Vorbild ein Sondervermögen einrichten, schlugen beide Oppositionsfraktionen am Dienstag in Düsseldorf vor.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Montag angekündigt, zum Schutz der bayerischen Wirtschaft vor den Folgen der Coronakrise bis zu zehn Milliarden Euro Sondervermögen bereitzustellen.

Insbesondere in der Gastronomie, im Hotel- und Kleingewerbe sei eine solidarische Unterstützung unabdingbar.

12.40 Uhr: Im Erzbistum Köln läuten jeden Abend die Glocken

Gottesdienste sind wegen des Coronavirus vorerst verboten, doch im Erzbistum Köln läuten jetzt zumindest jeden Abend um 19.30 Uhr die Glocken aller Kirchen. Dies geschehe bis Gründonnerstag kurz vor Ostern, erklärte ein Bistumssprecher am Dienstag. Das Läuten sei ein Zeichen dafür, dass die Gebetsgemeinschaft der Gläubigen weiter bestehen bleibe.

12.15 Uhr: Zahl der Corona-Toten steigt in NRW auf zehn

Die Zahl der Coronavirus-Todesfälle ist in NRW auf zehn gestiegen. Zwei ältere vorerkrankte Menschen starben in Aachen und Eschweiler, wie Stadt und Städteregion Aachen am Dienstag mitteilten. Ein etwa 80 Jahre alter Mann aus Aachen sei mehrfach vorerkrankt gewesen. Er starb am Montagabend in einem Aachener Krankenhaus.

Ein über 80 Jahre alter Mann aus Würselen war demnach ebenfalls vorerkrankt. Er starb in einem Eschweiler Krankenhaus. Es sind die ersten Todesfälle in Stadt und Städteregion Aachen. Hier gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums 175 nachgewiesene Infektionen. Die Region liegt damit hinter Heinsberg und Köln im oberen Bereich.

11.30 Uhr: RKI: Gefährdung in Deutschland „hoch“

Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefährdung durch das Coronavirus für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland nun als „hoch“ ein. Das sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin. Bislang hatte das RKI insgesamt von einer „mäßigen“ Gefährdung in Deutschland gesprochen.

10.30 Uhr: Ikea schließt Filialen

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen sind die Einrichtungshäuser von Ikea bis auf Weiteres geschlossen - auch in Dortmund.

11.15 Uhr: Bereits 750 Anfragen bei landeseigener Förderbank

Das zentrale Förderinstitut des Landes Nordrhein-Westfalen, die NRW.Bank, ist in der Corona-Krise gefragter denn je. Die NRW.BANK biete Unternehmen, die durch die Auswirkungen des Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, finanzielle Unterstützung in Form von Förderkrediten sowie Beratung über ihr Service-Center an, erklärte der Vorstand am Dienstag bei der Bilanzvorlage in Düsseldorf.

Hierzu seien bis zum Montag bereits 750 Anfragen eingegangen. Das Hauptproblem, mit dem gerade kleine Unternehmen derzeit konfrontiert würden, seien Liquiditätsengpässe. Diese können durch Betriebsmittelkredite überbrückt werden, wie beispielsweise über das Programm „NRW.Bank.Universalkredit“.

Die Lage am Montag, 16.3:

Lebensmittelgeschäfte auch sonntags geöffnet

Bundesregierung und Länder haben am Montag (16. März) längere Ladenöffnungszeiten für Lebensmittelläden und Apotheken beschlossen. Museen, Theater, Sportstudios und Spielplätze sollen geschlossen bleiben.

Der Katalog sieht laut „Bild“ vor, dass Einzelhandelsbetriebe für Lebens- und Futtermittel, Wochenmärkte, Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken, Poststellen, Waschsalons und der Großhandel geöffnet bleiben sollen – zusätzlich auch sonntags.

Alle Einrichtungen des Gesundheitswesens sollen unter Beachtung der gestiegenen hygienischen Anforderungen ebenfalls offen bleiben, auch Dienstleister und Handwerker dürfen ihrer Arbeit weiter nachgehen.

Restaurants schließen ab 18 Uhr

Restaurants und Gaststätten sollen künftig frühestens ab 6 Uhr öffnen und spätestens um 18 Uhr schließen. Außerdem gelten Abstandsregelungen für Tische, die zwischen anderthalb und zwei Metern entfernt voneinander stehen müssen. Dadurch reduziert sich die Besucherzahl automatisch. Entsprechende Hygiene-Maßnahmen sind ebenfalls einzuhalten.

Auch die öffentliche Ausübung von Religion wird eingeschränkt: Gottesdienste und Gebete in Kirchen, Moscheen oder Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sollen nicht mehr stattfinden dürfen.

NRW-Bank berichtet über Fördermittel für Unternehmen

Das zentrale Förderinstitut des Landes Nordrhein-Westfalen, die NRW.Bank, ist in der Corona-Krise gefragter denn je. Allein in den vergangenen Wochen haben Dutzende Anfragen zu den Hilfsangeboten des Landes die Hotline der Bank erreicht. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Dienstleistungsunternehmen, zum Beispiel aus der Eventbranche. Der Vorstand der NRW.Bank will an diesem Dienstag über das gesamte Spektrum der Förderinstrumente bei der Bilanzvorlage für 2019 in Düsseldorf berichten.

Land richtet ein Bürgertelefon zum Coronavirus ein

Das Land bündelt mit einer neuen Seite im Internet alle Informationen zur Coronavirus-Epidemie und schaltet für Anfragen ein landesweites Bürgertelefon. Über die Internetseite land.nrw/corona seien alle Entscheidungen der NRW-Landesregierung, die Erlasse und ihre Hintergründe abrufbar, teilte das Land am Montag mit. Informationen werden auf der Seite auch auf Türkisch und Arabisch weitergegeben. Das Bürgertelefon ist unter der Nummer 0211/9119 1001 erreichbar.

Die Zahl der Todesfälle in NRW ist am Montag (16. März) auf acht gestiegen. Nach den sechs bis Sonntagabend bekannten Fällen sind in der Nacht auf Montag im Kreis Heinsberg zwei weitere Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirusinfektion gestorben. Eine 94-jährige Heinsbergerin mit Vorerkrankungen sei an einer Lungenentzündung im Krankenhaus Heinsberg gestorben, berichtete der Kreis am Montag.

Im Krankenhaus Erkelenz verstarb eine 81-jährige Patientin aus Heinsberg, ebenfalls an einer Lungenentzündung durch eine Coronavirusinfektion. „Sie war ebenfalls durch Vorerkrankungen bereits gesundheitlich belastet“, hieß es. Damit sind allein im Kreis Heinsberg insgesamt bereits sechs Coronatote zu beklagen.

Rund zwei Dutzend Tafeln in NRW haben wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Betrieb eingestellt. Darunter seien Städte wie Bonn, Düsseldorf, Bielefeld und Hamm, sagte eine Sprecherin der Tafel Deutschland am Montag. Es liege im Ermessen der jeweiligen Tafel zu entscheiden, ob und wann geschlossen werde. Oberste Priorität habe die Gesundheit der Mitarbeiter und Kunden. Rund 90 Prozent der ehrenamtlichen Helfer seien im Rentenalter und gehören somit zur Risikogruppe.

An den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen führt die Corona-Krise zu massiven Auswirkungen. „Das Verkehrsaufkommen der aktuellen Woche bewegt sich unter 30 Prozent des Vorjahresniveaus“, teilte der Düsseldorfer Airport am Montag mit. Das führe „zu einer noch nie dagewesenen Situation in der Branche und am Düsseldorfer Flughafen“. Der größte Airport des bevölkerungsreichsten Bundeslandes denkt deshalb sogar darüber nach, einzelne Flugsteige ganz zu schließen.

Auf eine flächendeckende Schließung der Flughäfen verzichtet NRW zunächst. Die baden-württembergische Landesregierung will dagegen den Betrieb an allen Flughäfen des Bundeslandes wegen des Coronavirus einstellen, wie am Montag bekannt wurde.

Das Land NRW hat in einem neuen Erlass alle öffentlichen Veranstaltungen verboten. „Das schließt grundsätzlich auch Verbote für Versammlungen unter freiem Himmel wie Demonstrationen ein“, heißt es in dem neuen Erlass. Diese könnten nur bei einer individuellen Prüfung auf ihre Notwendigkeit genehmigt werden. „Ausgenommen sind Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge zu dienen bestimmt sind oder der Versorgung der Bevölkerung dienen (z. B. Wochenmärkte)“, heißt es.

Das Land NRW hat Reiserückkehrern aus Risikogebieten ein 14-tägiges Betretungsverbot für Kitas, Krankenhäuser, Pflegeheime und Hochschulen auferlegt. Zu den Risikogebieten gehören laut Robert Koch-Institut (RKI) unter anderem Italien sowie Tirol, Madrid, Kalifornien, Washington und New York. Als besonders betroffenes Gebiet gilt laut RKI in Deutschland der Kreis Heinsberg. Wie Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag in Düsseldorf sagte, gelten die Betretungsverbote auch für Personen von dort.

Stadt Essen veröffentlicht Nähanleitung für Mundschutz

Die Bus-Unternehmen der Deutschen Bahn - in NRW die Gesellschaft „DB Regio Bus NRW“ - werden ab Mittwoch das Fahrplanangebot reduzieren. Ab dann gelte für die Bus-Linien im Auftrag der DB bis auf weiteres der Ferien-Fahrplan.

Spielplätze in NRW sollen nicht geschlossen werden. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte am Montag, das könne man Kindern zum Beispiel in kleinen Mietwohnungen nicht antun. Das wäre dann auf engem Raum eine Situation, die keiner verantworten könne. Man gehe davon aus, dass Eltern auch auf Spielplätzen darauf achten, dass sich keine großen Gruppen bilden.

Die Landesregierung in NRW hat ihre Einschränkungen für Restaurants und Hotels sowie Bibliotheken konkretisiert: Demnach gilt ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Tischen, zudem müssen Hygieneregeln ausgehängt werden und Besucher müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen. Das sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag in Düsseldorf. Die Regelung gilt seit Montag.

Die Stadt Essen hat eine achtseitige Nähanleitung für die Herstellung eines einfachen, wiederverwendbaren Mundschutzes veröffentlicht. Das Tragen eines Schutzes könne die Übertragungswege einer Coronavirus-Infektion reduzieren, heißt es in der Anleitung. „Es ist sinnvoll, bei jeder Begegnung insbesondere mit Risikopersonen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, um die Verteilung von Tröpfchen zu verhindern.“ Die Stadt empfahl solch einen Schutz vor allem Pflegedienstmitarbeitern und pflegenden Angehörigen.

Wer in Schlüsselpositionen arbeitet, hat Anspruch auf Betreuung

Polizisten, Krankenschwestern, Supermarktmitarbeiter: Wer in Einrichtungen der sogenannten kritischen Infrastruktur gebraucht wird, darf sein Kind auch in der Corona-Krise weiter in die Kindertageseinrichtungen oder Schulen schicken. Wer genau zum Personenkreis gehört, für wen diese Ausnahmen gelten - das hat das nordrhein-westfälische Familienministerium auf seiner Homepage konkretisiert.

Bedingung ist demnach, dass ein allein erziehendes Elternteil oder beide Elternteile einen Beruf ausüben, der eine wichtige Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen hat, etwa weil sonst Versorgungsengpässe auftreten würden oder weil die Sicherheit gefährdet ist, wenn in dem Bereich nicht genug Personal zur Verfügung steht.

Als „kritische Infrastruktur“ hat die Landesregierung bestimmte Sektoren in einer Leitlinie definiert: Energiewirtschaft, Kraftstoffversorgung, Entstörung der Netze, Wasserversorgung, Ernährung, Hygiene, Informationstechnik und Telekommunikation, Gesundheit - insbesondere Krankenhäuser, Rettungsdienst, Pflege, Medizinhersteller, Apotheken und Labore -, Finanzen und Kreditversorgung, Arbeitsämter, Transport und Verkehr, Medien, staatliche Verwaltung - darunter Polizei, Justiz, Feuerwehr, Katastrophenschutz -, sowie Schulen, Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe.

Die Verschiebung von planbaren Operationen wegen der Coronavirus-Epidemie könnte in Nordrhein-Westfalen mehr als jeden zweiten Eingriff betreffen. Das sagte der Präsident der Krankenhausgesellschaft NRW, Jochen Brink, am Montag im WDR. Für die Krankenhäuser bedeute das eine „gewaltige Herausforderung“. Aktuell seien die Krankenhausleitungen überall im Land damit beschäftigt, ihre Betriebsabläufe umzuorganisieren. Welche Eingriffe ohne Schaden der Patienten um einige Monate verschoben werden könnten, entscheide der behandelnde Arzt.

Weitreichende Maßnahmen im Freizeitbereich

Schul- und Kita-Schließungen wegen des Coronavirus betreffen Zehntausende Arbeitnehmerhaushalte in Nordrhein-Westfalen: So sind NRW-weit bei 365.000 Kindern bis 16 Jahren beide Eltern oder das alleinerziehende Elternteil in Vollzeit beschäftigt. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamts hervor, die die Linke im Bundestag angefragt hatte und die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Bundesweit sind bei mehr als 2,2 Millionen Kindern bis 16 Jahren beide Eltern oder das alleinerziehende Elternteil in Vollzeit beschäftigt.

Die Landesregierung hat zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie weitere gravierende Einschränkungen für den Freizeitbereich in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Noch am Sonntag (15. März) wurden durch Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums nahezu alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land eingestellt.

Außerdem müssen seit Montag (16. März) alle Bars, Clubs, Diskotheken, Spielhallen, Theater, Kinos und Museen schließen. Dieselbe Regelung gebe es für Prostitutionsbetriebe.

Seit Dienstag (17. März) ist der Betrieb von Fitness-Studios, Schwimm- und Spaßbädern sowie Saunen untersagt. Ebenso ab Dienstag sind Zusammenkünfte in Sportvereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen nicht mehr gestattet.

Der Zutritt zu Einrichtungshäusern und Einkaufszentren soll nur noch zur Deckung des dringenden Bedarfs unter strengen Auflagen erlaubt sein. Und das nicht zuletzt auch, um zu vermeiden, dass sich Schüler nach den Schulschließungen ab Montag hier in größeren Gruppen versammeln.

Bibliotheken, Restaurants, Gaststätten und Hotels sollen in ihrem Betrieb an strenge Auflagen gebunden werden, die eine Verbreitung des Coronavirus verhindere.

Damit die Versorgung mit Lebensmitteln, Geld, Bekleidung und Medikamenten und Dingen des täglichen Bedarfs sichergestellt sei, bleiben Banken, Einzelhandelsbetriebe, insbesondere für Lebensmittel, Apotheken und Drogerien geöffnet.

Die Regelungen sollen laut Staatskanzlei zunächst bis zum 19. April gelten, analog zu den bereits am Freitag verfügten Schließungen von Schulen und Kindertageseinrichtungen. Danach soll auf der Grundlage einer aktuellen Lage-Einschätzung des Robert-Koch-Instituts über das weitere Vorgehen entschieden werden, hieß es in Düsseldorf.

Die Lage am Sonntag, 15.3:

Einschränkungen im Regionalverkehr

Die Deutsche Bahn wird ihren Regionalverkehr deutlich einschränken. Damit reagiert das Unternehmen auf die geringe Zahl an Fahrgästen als Folge der Coronavirus-Krise, wie eine Sprecherin am Sonntag (15. März) in Berlin sagte.

Außerdem würden in den Regionalzügen bis auf Weiteres die Fahrkarten nicht mehr kontrolliert. Dies geschehe zum Schutz von Fahrgästen und Mitarbeitern, sagte die Sprecherin. Zuvor hatte der „Spiegel“ über die Maßnahmen der Bahn berichtet. Laut „Spiegel“-Informationen laufen bereits die Vorbereitungen. Vorbild seien Sonntagsfahrpläne, bei denen ohnehin schon weniger Züge als an Wochentagen verkehren.

dpa/rej

Schutz vor Coronaviren

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit von Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Viele Masken sind keine Spezialmasken, wehren Feinpartikel nicht ab und schützen dementsprechend auch nicht vor einer Tröpfcheninfektion
  • Für Menschen, die sich bereits angesteckt haben, sei es aber sinnvoll, sogenannte FFP3-Masken zu tragen, um andere Menschen nicht anzustecken
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.

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