Coronavirus: Betrunkene Schwerterin (36) hustet Polizisten an

Polizei in Schwerte

Einen schlechten Scherz hat sich die Schwerterin erlaubt, als sie die Polizisten direkt anhustete und behauptete, sie habe sich mit Corona infiziert. Landrat Makiolla findet deutliche Worte.

Schwerte

, 10.04.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Um sich vor der Infektion mit dem Coronavirus zu infizieren, tragen Polizisten oft Mundschutze. Beim Einsatz in Schwerte am Donnerstagabend war das nicht der Fall.

Um sich vor der Infektion mit dem Coronavirus zu infizieren, tragen Polizisten oft Mundschutze. Beim Einsatz in Schwerte am Donnerstagabend war das nicht der Fall. © picture alliance/dpa

Eine 36-Jährige hat am Donnerstag (9. April) die Polizisten gezielt angehustet. Eigentlich war eine Streifenwagenbesatzung wegen Ruhestörung gegen 23.55 Uhr zur Grünstraße in Schwerte gerufen worden.

Vor Ort trafen sie dann auf die stark alkoholisierte Schwerterin, die die Beamten gezielt anhustete und behauptet, dass sie mit dem Coronavirus infiziert sei. Die eingesetzten Beamten trugen zum Tatzeitpunkt keine Schutzmasken und keine Einweghandschuhe.

Anschließende Ermittlungen ergaben, dass die 36-Jährige nicht mit dem Coronavirus infiziert ist. Gegen die Frau wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Landrat Makiolla: „nicht an Respektlosigkeit zu überbieten“

„Unsere Einsatzkräfte verdienen besonders in der aktuellen Situation, in der sie Großes leisten, großen Respekt - und diese Fälle sind an Respektlosigkeit nicht zu überbieten. Vorzutäuschen, mit dem Coronavirus infiziert zu sein, die Kolleginnen und Kollegen gezielt anzuhusten und sie glauben zu lassen, sich nun mit dieser potenziell lebensgefährlichen Krankheit angesteckt zu haben, nur um die rechtlichen Folgen ihrer Taten zu verhindern, ist ein schändliches und widerliches Verhalten. Das ist kein Dummejungenstreich, das ist kein Spaß“, betont Landrat Michael Makiolla, Leiter der Kreispolizeibehörde Unna.

Die Kreispolizeibehörde Unna verfügt für sämtliche Fahrzeuge und Beamten ausreichend Schutzausrüstung, falls Einsätze in Zusammenhang mit dem Coronavirus anstehen.

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