Corona zum Trotz: Gebürtiger Schwerter tritt für Spenden in die Pedale

dzSpendenaktion

Bereits seit 2014 engagiert sich Oliver Trelenberg, indem er Spenden für gemeinnützige Institutionen „erradelt“. Die Spenden-Radtouren sollen krebs- und schwerkranken Menschen zugute kommen.

von Jannah Heiming

Schwerte

, 12.07.2020, 14:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rund 5000 km in 83 Tagen: Dieses Ziel hat sich „Oli“ Trelenberg für seine diesjährige Spenden-Radtour gesetzt. Nun am 06. Juli anstatt im Mai startet er in Hagen und das in Zeiten von Corona. Denn die Aktion ist eine Herzensangelegenheit für den Radfahrer: Oliver Trelenberg hat selbst schon viele Schicksalsschläge verkraften müssen.

Als er 2014 die Schockdiagnose Kehlkopfkrebs bekam, kämpfte er sich Schritt für Schritt ins Leben zurück. Als er das Radfahren für sich entdeckte, beschloss er, sein Hobby für einen guten Zweck zu nutzen.

Vorerkrankungen halten den Radfahrer nicht von seiner Tour ab

Um anderen Schwerkranken zu helfen, tritt Oliver Trelenberg seit 2014 in die Pedale und kommt auf seinen Touren mit Leuten ins Gespräch, um kräftig Werbung für sein Projekt zu machen. Spontan am Wegesrand trifft er Menschen, an die er Flyer verteilt und sie auf die Aktion aufmerksam macht. Sorgen, dass das in Corona nicht mehr funktioniert, macht er sich nicht. Man halte schließlich Abstand, außerdem sei er durch sein Halstuch mit einem Mund-Nasen-Schutz ausgerüstet. „Händeschütteln war sowieso noch nie meine Stärke“, so Trelenberg, denn wegen einer Zwangserkrankung fällt das für ihn grundsätzlich weg.

Auch seine Vorerkrankungen, wegen der er als Risikopatient gilt, halten ihn nicht von der Radtour ab. Er habe keine Angst, denn unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen sei die Tour nicht gefährlicher als seinen normalen Alltag zu führen.

Die Radreise führt ihn dieses Jahr unter anderem über Düsseldorf, München, Flensburg und natürlich durch Schwerte. Die Länge und Route wolle Trelenberg wie geplant verfolgen, da habe sich trotz Corona nichts geändert.

Schwer einschätzbare Spendenbereitschaft in der Corona-Krise

Wie er die Chancen einschätzt, während der Corona-Krise viele Spenden zu sammeln? „Das ist schwer einzuschätzen“, sagt Oliver Trelenberg. „Viele Leute sind schwer gebeutelt durch Kurzarbeit“, deswegen werde man das Ergebnis erst nach der Tour sehen.

Alle Spenden gehen zu 100% an den gemeinnützigen Verein „Flying Hope“. Der Verein vermittelt kostenlose Flüge an Kinder, die wegen ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes auf Hilfe angewiesen sind, aber denen das nötige Geld nicht zur Verfügung steht.

Auch außerhalb der Radtouren engagiert sich der 54-Jährige, denn er will anderen mit seiner Geschichte Mut machen und seine Erfahrungen mit dem Thema „Bewegung trotz(t) Erkrankung“ ehrenamtlich vortragen. Wegen Corona wird sein nächster geplanter Vortrag allerdings auf unbestimmte Zeit verschoben.

Mehr Informationen über Oliver Trelenbergs Lebensweg, sein Projekt und den Spendenempfänger finden Sie auf der Website www.oli-radelt.de.

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