Corona verzögert Architekten-Wettbewerb: IGA-Abgabeschluss verschoben

dzInternationale Gartenschau

In knapp sechs Jahren sollen Lünen und Bergkamen Teil der Internationalen Gartenschau (IGA 2027) sein. Für Ideen haben Landschaftsgärtner und Gartenbauarchitekten jetzt mehr Zeit bekommen.

Lünen

, 22.11.2020, 20:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unter dem Motto „Landschaft in Bewegung“ soll die Internationale Gartenschau (IGA) im Jahr 2027 in Lünen und Bergkamen für Hingucker sorgen, gleichzeitig aber auch nachhaltig etwas für Tourismus und Stadtentwicklung tun. Eine Herkulesaufgabe für die Ideen-Entwickler.

Aber nicht deshalb wurde den namhaften Landschaftsgärtnern und Gartenbauarchitekten, die am Wettbewerb teilnehmen, jetzt überraschend mehr Zeit eingeräumt. Die Corona-Pandemie bremst auch die Planungsbüros aus. Überall gibt es Krankheits- oder Quarantäne-Fälle und entsprechende Ausfälle. Der Einsendeschluss für Vorschläge, der eigentlich für Freitag, 20. November, terminiert gewesen war, wurde daher um zwei Wochen nach hinten verschoben. Neuer Termin für die Abgabe der Ideen ist nun am Freitag, 4. Dezember.

13 Architekturbüros noch im Rennen

Zu Beginn des Internationalen Realisierungswettbewerbs, dessen Gewinner seine Idee auch umsetzen soll, hatten 18 namhafte Landschaftsgärtner und Gartenbauarchitekten ihr Interesse daran bekundet. Inzwischen sind es nur noch 13 Bewerber. „Ich hoffe, dass diese 13 nun auch bei der Stange bleiben“, sagt Lünens Technischer Beigeordneter Arnold Reeker. Er bestätigt zwar die Aussage seines Bergkamener Amtskollegen, dass „solche Ausfälle im Laufe eines Wettbewerbs völlig normal“ seien, „aber 13 ist eine gute Zahl, denn alles unter zehn ist immer unglücklich.“ An sich ist Reeker aber positiv gestimmt, dass die Büros, die derzeit an Entwürfen arbeiten, diese auch abgeben werden. Sonst wäre ihre bisherige Arbeit umsonst gewesen.

Jury wird entscheiden

Sowohl Reeker als auch sein Bergkamener Kollege Dr. Hans-Joachim Peters gehören der Fachjury an, die im Januar über die Entwürfe entscheiden wird. Vorab bekommt keiner von ihnen die Einsendungen zu sehen, um den Wettbewerb nicht zu verzerren. Gespannt sind beide jedoch auf die eingereichten Entwürfe.

Zu Beginn der Woche hatten der Bergkamener Bürgermeister und Technische Beigeordnete die Lüner Fläche in Augenschein genommen - und über Kreuz Reeker die Bergkamener Fläche. Ursprünglich war auch ein Besuch von Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns in Bergkamen geplant gewesen, doch wegen seiner Corona-Quarantäne ging das nicht. „Die Bergkamener Fläche finde ich fast noch schwieriger als unsere“, gab Reeker zu. „Der Zuschnitt ist nicht zu unterschätzen. Ich bin gespannt, was da eine zündende Idee sein wird.“

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Da scheint es nicht verwunderlich, dass Dr. Peters über die Lüner Fläche geradezu schwärmte: „Da gibt es Aussichtspunkte über das Wasser. Auf einem Plateau könnte Gastronomie entstehen - und man würde von dort die Stadtsilhouette mit den Kraftwerken im Hintergrund sehen. Da steckt schon schön Potential in der Fläche.“

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