Corona verschärft die Finanzlage bei Krefeld Pinguinen

Der finanziell angeschlagene Eishockey-Club Krefeld Pinguine steht weiter vor einer ungewissen Zukunft. Nachdem die Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) wegen der Corona-Pandemie bereits am 8. März abgebrochen wurde, dürfte sich die Lage in Krefeld laut einem Bericht der „Westdeutschen Zeitung“ (WZ) noch verschärfen. Geschäftsführung, Gesellschafter und mögliche Geldgeber wollen nochmals beraten, nachdem ein möglicher Investor aufgrund der Corona-Auswirkungen in der Vorwoche abgesprungen war.

25.03.2020, 17:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Torsten Ankert (l-r), Grant Besse und Chad Costello von Krefeld Pinguine stehen auf den Puck wartend auf dem Eis. Foto: Andreas Gora/dpa/Archivbild

Torsten Ankert (l-r), Grant Besse und Chad Costello von Krefeld Pinguine stehen auf den Puck wartend auf dem Eis. Foto: Andreas Gora/dpa/Archivbild

Das große Problem bleibe die Ungewissheit, auch andere DEL-Vereine kämpften mit den Folgen des Virus. „Wie es weitergeht, kann aktuell niemand mit Bestimmtheit sagen“, sagte Pinguin-Geschäftsführer Matthias Roos der Zeitung (Mittwoch). „Deswegen wäre es jetzt auch falsch, Dauerkarten zu verkaufen. Wir wissen ja nicht mal, ob und wann wieder gespielt wird.“

Laut „WZ“ nehmen die Krefelder rund 500.000 Euro durch den Verkauf von Dauerkarten ein. Ein Großteil der rund 1500 Abos würde häufig bis Ende April oder Mitte Mai verkauft. Auch mit Werbeeinnahmen können die Pinguine nicht verlässlich planen. „Da wir ja auch den Firmen nicht sagen können, wie die Perspektive aussieht“, so Roos.

Nach den aktuellen Bestimmungen müssen die DEL-Clubs bis Ende Mai ihre Finanzplanungen vorweisen. Das solle wohl auch so bleiben. „Das wird ein hartes Stück Arbeit“, sagte Roos. Man hoffe weiter auf einen Geldgeber. Bis zum 31. März soll eine neue Gesellschafterstruktur geschaffen werden.

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