Corona-Verdacht in JVA: Keine Sammeldusche und Freistunde

Bei einem Gefangenen der Justizvollzugsanstalt Köln gibt es einen Verdacht auf das neuartige Coronavirus. Ein Arzt habe den Inhaftierten auf das Virus getestet, teilte JVA-Leiterin Angela Wotzlaw am Montagmittag mit. Demnach klagte der 27-Jährige am Sonntagabend über Fieber, andere Symptome habe er aber nicht gezeigt. Er müsse nun in seiner Zelle bleiben, bis das Testergebnis am Montagabend oder Dienstag vorliege.

02.03.2020, 12:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Blick auf Fenster einer Justizvollzugsanstalt in Köln. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild

Blick auf Fenster einer Justizvollzugsanstalt in Köln. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild

Das Haus 1 der JVA, in dem der aus Bayern kommende Mann seit dem 20. Februar untergebracht ist, werde für die nächsten 24 Stunden abgeriegelt. Die insgesamt 79 Gefangenen müssten in dieser Zeit in dem Haus bleiben. Die Freistunde auf dem Hof und das Benutzen der Sammeldusche seien solange verboten, sagte Wotzlaw.

Zwei Mitarbeiter hätten engeren Kontakt zu dem Inhaftierten gehabt und seien am Montag deshalb vorsorglich zu Hause geblieben. Weil diese Mitarbeiter zum Transport zu Gerichten eingeteilt waren, wurden laut Wotzlaw zwei bis drei Prozesse am Landgericht Köln verschoben. Die anderen Mitarbeiter hätten Schutzmasken bekommen. Krankenpfleger sollten zudem Schutzanzüge tragen. Ansonsten laufe der Betrieb normal weiter. Auch Besuche waren am Montag zunächst weiter möglich. Mehrere Medien hatten zuvor über den Verdachtsfall berichtet.

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