Corona-Pandemie: Auch verkaufsoffene Sonntage in Werne sind abgesagt!

Corona-Pandemie in Werne

Auf die Absage der Mini-Sim-Jü folgen weitere Absagen: Auch einige verkaufsoffene Sonntage sind nun von der Stadt Werne mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen im Kreis Unna abgesagt worden.

Werne

, 09.10.2020, 13:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zwei weitere verkaufsoffene Sonntage in Werne müssen Ende 2020 ausfallen. Grund sind die steigenden Infektionszahlen im Kreis Unna.

Zwei weitere verkaufsoffene Sonntage in Werne müssen Ende 2020 ausfallen. Grund sind die steigenden Infektionszahlen im Kreis Unna. © Archivfoto

Seit Freitagvormittag (9. Oktober) steht fest: Die Mini-Sim-Jü, der schon reduzierte Kompromiss zwischen der eigentlichen Sim-Jü und der Corona-Pandemie, ist abgesagt. Das haben der Werner Ordnungsdezernent Frank Gründken und Bürgermeister Lothar Christ in einer Pressemitteilung mitgeteilt, nachdem der Kreis Unna am Donnerstag (8. Oktober) die Marke von 50 Infizierten auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen im Kreis überschritten hat.

Das hat aber nicht nur Auswirkungen auf die Mini-Sim-Jü, sondern auch die verkaufsoffenen Sonntage anlässlich der Mini-Sim-Jü am 25. Oktober sowie des Martinsmarktes (8. November) in Werne sind nun abgesagt. „Wir hätten die verkaufsoffenen Sonntage nach den bislang schwierigen Zeiten für den Einzelhandel gerne ermöglicht, sind uns aber mit dem Vorstand von ‚Wir für Werne‘ einig, dass das nach der jüngsten Entwicklung nicht möglich ist“ so Carolin Brautlecht vom Werne Marketing.

Bürgermeister Christ: „Von Krise sind viele Branchen betroffen“

Noch im Stadtrat am Mittwochabend (7. Oktober) in Werne hatte Bürgermeister Lothar Christ erklärt: „Von der Corona-Krise sind viele Branchen betroffen. Dazu zählen auch die Einzelhändler. Auf der einen Seite müssen wir immer den Gesundheitsschutz wahren und müssen alle corona-bedingten Maßnahmen sicher stellen. Auf der anderen Seite möchten wir das gesellschaftliche Leben und wirtschafliche Leben fördern und das ermöglichen, was vertretbar ist.“ Man müsse versuchen, diesen Spagat zu schaffen.

„Sobald etwas nicht mehr vertretbar ist, werden wir es nicht veranstalten“, hieß es von Christ am Mittwochabend weiter. „Das, was nicht den Segen des Landes oder des Kreises bekommt, werden wir nicht verantworten. Wir werden auch nichts verantworten, was nicht verantwortbar ist. Was möglich und vertretbar ist, das wollen wir der Wirtschaft und Bevölkerung auch anbieten. Es ist aber ein gewisses Risiko. Wir könnten auch sagen, dass wir nichts machen, aber das ist nicht unser Credo. Die Zahlen im Kreis sehen schon sehr ernst aus. Das ist schon eine besorgniserregende Entwicklung.“

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