Corona: MLPD verschiebt Aufstellung von Lenin-Statue

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird die für Samstag geplante Aufstellung der umstrittenen Lenin-Statue in Gelsenkirchen verschoben. Dies sei nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Gelsenkirchen entschieden worden, berichtete die linksextremistische Partei MLPD. Zuvor hatte die „WAZ“ berichtet. Die „feierliche Eröffnung“ solle jetzt zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

13.03.2020, 13:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die MLPD will vor ihrer Zentrale eine 2,15 Meter hohe Statue des Revolutionärs Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924) errichten. Ein von der Stadt unter Verweis auf den Denkmalschutz erlassener Baustopp war vom Oberverwaltungsgericht NRW kassiert worden.

Die Bezirksvertretung Gelsenkirchen-West hatte sich Anfang März in einer einstimmig verabschiedeten Resolution gegen die Aufstellung ausgesprochen. Darin heißt es: „Der Kommunistenführer Lenin steht für Gewalt, Unterdrückung, Terror und schreckliches menschliches Leid. Dies alles macht ihn mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Deutschland unvereinbar und zu einem Symbol der Bekämpfung und Abschaffung unserer Demokratie.“

Bei der Statue handelt es sich nach Angaben der Partei um eine gusseiserne Original-Lenin-Statue aus den 1930er-Jahren, die in der Sowjetunion gegossen wurde. Die Partei will die Verzögerung der Aufstellung nach eigenen Angaben nutzen, um „bis dahin die Diskussionen über Lenin und seine heutige Bedeutung intensiv weiterzuführen“.

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