Corona-Krise: NRW-SPD fordert Sonderhilfen für Selbständige

Vor der Konferenz der nordrhein-westfälischen Landesregierung mit Vertretern der Wirtschaft hat die SPD ein Sonderprogramm für geringverdienende Freiberufler, Selbstständige und Kleinunternehmer gefordert. Diese bräuchten Hilfe, „um in den nächsten Wochen über die Runden zu kommen“, sagte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty.

19.03.2020, 08:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty spricht im Landtag in Düsseldorf. Foto: Henning Kaiser/dpa

SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty spricht im Landtag in Düsseldorf. Foto: Henning Kaiser/dpa

„Dieses Geld muss so gezahlt werden, dass es schnell und unbürokratisch bei ihnen ankommt und daraus für die Betroffenen keine Überschuldung für die Zeit nach der Krise entsteht“, sagte Kutschaty. Es gehe jetzt „um die rasche Bewältigung einer Notlage, nicht um das langwierige Prüfen komplizierter Kreditkriterien.“ Für den Mittelstand forderte die SPD einen staatlichen Stabilitätsfonds.

Ministerpräsident Armin Laschet, Finanzminister Lutz Lienenkämper (beide CDU) sowie Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) beraten am heutigen Donnerstag in einer Videokonferenz mit Repräsentanten von Arbeitgebern, Gewerkschaften, Industrie- und Handelskammern, dem Handwerk, von Banken und mit Oberbürgermeistern.

Mehrere andere Bundesländer haben bereits große Hilfsprogramme angekündigt. So will Bayern zum Schutz der Wirtschaft vor den Folgen der Coronakrise bis zu zehn Milliarden bereitstellen.

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