Corona-Krise in Selm: Stadt findet Regelung zum Abbrennen der Osterfeuer

Osterfeuer

Die Osterfeuer sind wegen der Corona-Krise verboten. Was passiert aber mit den Holzhaufen, die bereits aufgeschichtet sind? Die Stadt Selm hat eine Regelung gefunden.

Selm, Bork, Cappenberg

, 28.03.2020, 16:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Öffentliche Osterfeuerveranstaltungen wird es in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht geben. Die Haufen werden stattdessen unter Ausschluss der Öffentlichkeit kontrolliert abgebrannt.

Öffentliche Osterfeuerveranstaltungen wird es in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht geben. Die Haufen werden stattdessen unter Ausschluss der Öffentlichkeit kontrolliert abgebrannt. © Jürgen Weitzel (A)

Die Stadt Selm hat in ihrer Allgemeinverfügung klar geregelt, dass Osterfeuer nicht abgebrannt werden dürfen. „Wer trotzdem zu Ostern oder vorher Grünschnitt verbrennt, der begeht eine Ordnungswidrigkeit, die hohe Geldbußen nach sich ziehen kann“, heißt es in der Allgemeinverfügung der Stadt Selm anlässlich der Corona-Krise.

Viele, die Osterfeuer beantragt hatten, haben aber schon Holzhaufen aufgeschichtet. Wohin damit? Das werden sich viele fragen. Im Gespräch mit der Redaktion hat Bürgermeister Mario Löhr dargelegt, welche Lösung es für dieses Problem gibt: „Wir haben uns im Kreis Unna darauf geeinigt, dass die Städte gemeinschaftlich so vorgehen, dass nach Ostern die Osterfeuer tagsüber kontrolliert abgebrannt werden.“

Zwei Tage stehen zur Verfügung

In Selm werde das an zwei Tagen geschehen. Städtische Mitarbeiter werden dann dabei sein. „Die, die Anträge gestellt haben, bekommen von uns noch genaue Hinweise, an welchen Tagen welches Feuer abgebrannt wird“, erklärt Selms Bürgermeister.

Kontrolliertes Abbrennen? Heißt das, dass die Öffentlichkeit dann nicht dabei sein darf? „Richtig“, bestätigt Mario Löhr.

In dem Zusammenhang bekräftigt Löhr noch mal seinen Appell, „dass die Bürger trotz des tollen Wetters beherzigen, sich so wenig wie möglich in der Öffentlichkeit aufzuhalten“.

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