Corona-Krise in Selm: Nicht alle hielten sich zu Pfingsten an Auflagen

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Das lange Pfingstwochenende mit schönem Wetter hat viele nach draußen gelockt. Sind trotzdem die Maßgaben der Coronaschutzverordnung eingehalten worden?

Selm

, 02.06.2020, 19:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die überregionalen Medien thematisierten am Wochenende volle Ost- und Nordseestrände, volle holländische Innenstädte. Und wie sah es am langen Pfingstwochenende in Selm aus? Sind die Abstandsregelungen eingehalten worden? Hatte das städtische Ordnungsamt viel zu tun bei seinen Kontrollen? Die Stadt hatte ja angekündigt, auch zu Pfingsten die Einhaltung der Maßgaben der Coronaschutzverordnung zu kontrollieren.

Die Bilanz fällt überwiegend positiv aus, sagt Stadtsprecher Malte Woesmann: „Es wurde sich, dort wo kontrolliert wurde, an die Vorgaben der Corona-Schutzverordnung gehalten.“

Polizei löst Treffen auf

Es gab aber auch eine Ausnahme: „Zu einem Einsatz musste die Polizei hinzugezogen werden“, berichtet der Stadtsprecher. „Am Samstag im Auenpark hatte sich eine Gruppe von 15 Personen versammelt, die gegen das Kontaktverbot verstoßen hatte. Erst unter Zuhilfenahme eines Hundeführers der Polizei löste sich die Gruppe auf.“ Von zwei Personen seien die Personalien aufgenommen worden. Gegen sie werde ein Bußgeld verhängt.

Grillparty auf Spielplatz

Über Facebook tauchte nun die Information auf, dass am Freitagabend auf dem Spielplatz am Heinrich-Böll-Weg eine Grillparty gelaufen sei und dass danach Müll herumgelegen habe. Nachfrage der Redaktion bei Malte Woesmann: Bestätigt die Stadt den Fall? Antwort: „Es lagen ein Einweggrill, drei Plastikteller und eine Flasche Ketchup neben einer Bank. Dies wurde vom Außendienst des Ordnungsamtes beseitigt.“

Wie geht die Stadt grundsätzlich mit dem Thema Vermüllung nach solchen Partys um? „Die Stadt sieht solche Treffen kritisch“, antwortet der Stadtsprecher. „Grundsätzlich ist es verboten, auf Spielplätzen zu grillen. Der Aufenthalt auf Spielplätzen ist bis zum Einbruch der Dunkelheit oder bis maximal 22 Uhr erlaubt. Vermüllung und offenes Feuer ist ebenfalls verboten. Vermüllungen auf Spielplätzen werden von den Stadtwerken beseitigt, die dies bei größerem Aufwand gesondert in Rechnung stellen.“

Mehrkosten tragen die Gebührenzahler

Damit führen diese Einsätze zu Mehrkosten, die von allen Gebührenzahlern in Selm getragen werden müssen, erklärt Malte Woesmann. Eine Ermittlung der Verursacher sei meist nicht möglich. „Es gilt daher der Appell an Anwohner, solche Ansammlungen sofort der Polizei oder dem Ordnungsamt zu melden.“

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