Corona-Fall an DRK-Kita in Werne: Die Testergebnisse der Gruppe sind da

dzCoronavirus in Werne

Nach dem Uhland-Schüler hatte sich auch ein Kind der DRK-Kita „Pfiffikus“ in Werne mit dem Coronavirus infiziert. Jetzt sind die Testergebnisse der Kinder und Erzieherinnen da.

Werne

, 16.06.2020, 17:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am späten Dienstagnachmittag hat der Kreis Unna mitgeteilt, dass die Testergebnisse der Kita-Kinder und der drei Erzieherinnen in der DRK-Kita „Pfiffikus“ in Werne da sind. Das Ergebnis: Alle 20 Tests, die das Gesundheitsamt des Kreises durchgeführt hatte, sind nach Angaben des Kreises negativ ausgefallen. „Zwei weitere Kinder waren durch ihren Kinderarzt getestet worden, hier steht das Ergebnis noch aus“, teilt Constanze Rauert vom Kreis Unna mit.

Eigentlich hatte die Stadt Werne am Sonntag erklärt: „Derzeit kann man da eine 24-Stunden-Frist, bis die Ergebnisse da sind, gewährleisten“, so Jugenddezernent Alexander Ruhe. Am frühen Dienstagnachmittag hieß es aber von der Stadt Werne zunächst nur, dass fünf Ergebnisse der getesteten Personen (Kinder und Erzieherinnen) negativ ausgefallen seien. „Wir haben immer noch keine Rückmeldung“, so Ruhe. Stunden später dann die Gewissheit: Alle Tests sind negativ ausgefallen.

Betroffenen müssen unabhängig vom Test in Quarantäne bleiben

Am Montagvormittag waren die Kinder in der Gruppe des infizierten Kindes in der DRK-Kita in Werne ebenso wie die Erzieherinnen getestet worden. Alle befinden sich seit Samstag, als die Infektion in der Gruppe bekannt wurde, in Quarantäne, weil sie als direkte Kontaktpersonen des erkrankten Kindes gelten.

Für die betroffenen Kinder der Einrichtung sowie die Erzieherinnen ist der Ausgang ihrer Tests allerdings unerheblich. Zumindest, was die eigene Quarantäne angeht: Denn ob positiv oder negativ getestet, wer direkten Kontakt zu einer nachweislich infizierten Person hatte, muss 14 Tage in Quarantäne. So auch die nun getesteten Personen der Kita-Gruppe. „Die Quarantäne wird nicht verkürzt“, hatte der Jugenddezernent der Stadt Werne, Alexander Ruhe, bereits am Sonntag zu diesem Szenario angekündigt. Im Falle der Kita-Kinder und der Erzieherinnen gilt die Quarantäne bis zum 24. Juni.

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Am vergangenen Freitag (12. Juni) war bekannt geworden, dass sich ein Kind, das die Uhland-Grundschule in Werne besucht, mit dem Coronavirus infiziert hatte. Bei der Rückverfolgung der direkten Kontaktpersonen des Kindes war dann auch der Fall an der DRK-Kita „Pfiffikus“ in Werne aufgefallen.

Auch in Sachen Uhland-Grundschule in Werne wolle man auf Nummer sicher gehen, so Kreissprecherin Constanze Rauert. Deshalb seien am Dienstag alle bereits am vergangenen Freitag getesteten Kinder der Lerngruppe sowie die Klassenlehrerin erneut getestet worden. Dass es eine zweite Testung der Gruppe geben würde, hatte die Schulleiterin Eleonore Neumann bereits am Sonntag (14. Juni) erklärt.

„Wir können froh sein, dass es nur eine Lerngruppe ist“, sagte die Schulleiterin. Das Geschwisterkind des infizierten Uhland-Grundschulkindes hatte sich ebenfalls mit dem Virus infiziert, war in letzter Zeit allerdings nicht in der Schule, sodass in dessen Gruppe laut der Stadt Werne keine Testungen nötig geworden waren. Für die Grundschulkinder endet die Quarantäne am 23. Juni.

Im Falle der Kita ist keine zweite Testung nötig

Im Falle der Kita-Kinder und Erzieherinnen wird es keine zweite Testung geben, erklärte Alexander Ruhe. Dies liege daran, dass die Vorgabe des Kreises laute, dass wenn fünf bis sieben Tage seit dem letzten Kontakt mit einer nachweislich infizierten Person (Erstexposition) vergangen sind, eine zweite Testung nicht nötig ist. So lautet die Vorgabe des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Dass im Zusammenhang mit den neuen Infektionen auch die Frage aufkomme, warum nur die Kinder, nicht aber die Eltern in Quarantäne seien, sei ein fortwährender Diskussionspunkt, so Ruhe. „Aber da sind die Vorgaben eindeutig.“ Quarantäne gelte nach medizinischen Gesichtspunkten des RKI nur für Erstkontaktpersonen. Darüber hinaus sei zu bedenken, dass eine Quarantäne immer eine ordnungsrechtliche Verfügung sei, aus der gewisse Ansprüche entstünden.

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