Corona-Anstieg in Gelsenkirchen: Weitere Schritte Montag

Nach dem massiven Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen in Gelsenkirchen wollen die Behörden am Wochenende noch nicht über mögliche Gegenmaßnahmen entscheiden. „Es gab heute früh Abstimmungsgespräche mit dem Landesgesundheitsministerium, das am Montagmorgen eine verbindliche Aussage treffen wird“, sagte der Gelsenkirchener Gesundheitsdezernent Luidger Wolterhoff am Samstag nach einer Sitzung des städtischen Krisenstabs.

19.09.2020, 18:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der Stadt war am Samstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) auf 44,1 pro 100 000 Einwohner in einer Woche gestiegen. Eine Woche zuvor lag der Wert noch bei 10,7.

Ab 35 neuen Corona-Fällen pro 100 000 Einwohner in einer Woche müssen Kommunen in NRW mit den zuständigen Landesbehörden konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen. Gelsenkirchen hatte am Freitag angekündigt, bei Überschreiten dieser Marke eine Obergrenze von 50 Gästen für private Feiern zu erlassen. In Wohnungen sollen den Plänen zufolge noch strengere Vorgaben gelten - dort sollen Feste „aus herausragendem Anlass nur noch mit höchstens 25 Teilnehmern möglich sein“, wie die Stadt mitteilte.

„Wir haben in den vergangenen Tagen feststellen müssen, dass vor allem größere private Feiern in Gelsenkirchen zu einer Verbreitung des Corona-Virus beigetragen haben“, sagte Krisenstabsleiterin Karin Welge. Deshalb wolle die Stadt mit den Einschränkungen auch genau an dieser Stelle ansetzen.

Sollte die Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern pro Woche überschritten werden, wären gemäß der nordrhein-westfälischen Corona-Schutzverordnung „zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen anzuordnen“.

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