„Coffee with a Cop“: Polizei will Bürger zum Kaffee einladen

Auf einen Cappuccino mit der örtlichen Polizei: Ab Herbst soll es das in NRW in vielen Städten geben. Das Innenministerium plant nach US-Vorbild eine Reihe mit dem Namen „Coffee with a Cop“.

20.07.2020, 06:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, spricht. Foto: Caroline Seidel/dpa/Archivbild

Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, spricht. Foto: Caroline Seidel/dpa/Archivbild

Ungewöhnliches Kaffeekränzchen: Das nordrhein-westfälische Innenministerium plant 30 Termine für ein Format namens „Coffee with a Cop“. Dazu sollen Bürger auf öffentlichen Plätzen von der Polizei zu einem Kaffee eingeladen werden.

Das Innenministerium will so die Hemmschwelle senken, Polizisten anzusprechen. „Die Bürger können was loswerden, oder Fragen stellen“, erklärte Innenminister Herbert Reul (CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Bei dem Format gehe es um Aufklärung - und gleichzeitig könne auch Nachwuchs für die Polizei geworben werden.

Reul hat sich die Idee bei der Bundespolizei abgeschaut, die beim letzten NRW-Tag zu einem Kaffee mit der Polizei einlud. In den USA gebe es den „Coffee with a Cop“ bereits seit 2011 - seit 2016 sogar landesweit. In NRW wird das Format genauso heißen.

Im Mittelpunkt soll ein historischer „Coffee-Truck“ stehen, dessen Ankunft vorher in den Sozialen Medien oder der jeweiligen Lokalzeitung beworben wird. Die Polizei spendiert dann Cappucino oder Latte Macchiato mit Bio-Milch. Wie viele und welche Beamte jeweils den Gästen für ein Gespräch zur Verfügung stehen, entscheiden die Behörden vor Ort. Das Projekt soll zunächst zwischen dem kommenden Herbst und April 2021 laufen.

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