City verwaist, Geschäfte geschlossen: Coronavirus stürzt Lüner Einzelhandel in die Krise

dzCoronavirus

Die Zahl der Corona-Infizierten steigt sprunghaft. Das Gegenteil sollte der Fall sein. Deshalb muss der Einzelhandel - mit Ausnahmen - schließen. Das könnte schlimme Folgen haben.

Lünen

, 19.03.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Um halb drei am Mittwochnachmittag (18.3.) standen drei Mitarbeiter des Lüner Ordnungsamts im Blumengeschäft „Stil und Blüte“ an der Cappenberger Straße. Sichtlich mitgenommen berichtet Inhaberin Ulrike Feldmann von dem Besuch der Ordnungskräfte: „Die haben gesagt, ich müsste sofort schließen.“ Auch von der Straße aus dürfe sie nicht weiterverkaufen. Also ist der Laden zu - Ende offen.

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Welche Läden öffnen dürfen - und welche nicht

Grundlage dieses Besuchs ist ein aktueller Erlass der Landesregierung vom Mittwoch (18.3.). Im Wortlaut heißt es da unter anderem: „Nicht zu schließen ist der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisören, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau, Tierbedarf, und der Großhandel.“ Das also sind die Ausnahmen.

Und weiter heißt es: „Alle anderen Verkaufsstellen des Einzelhandels sind ab dem 18.3. zu schließen.“ In diese Kategorie fällt auch „Stil und Blüte“. Mit diesen Maßnahmen soll bekanntlich die sprunghafte Verbreitung des Coronavirus eingedämmt werden.

Die plötzliche Schließung am Mittwoch sei besonders ärgerlich, weil sie in der vergangenen Woche noch einmal groß eingekauft habe, sagt Ulrike Feldmann von „Stil und Blüte“. Wer weiß, ob die Zulieferungen in den nächsten Wochen gut klappen, war der Hintergedanke.

Die Lieferungen klappen immer noch. Nur im Laden verkaufen darf sie nicht mehr, nur noch ausliefern, zum Beispiel für Beerdigungen. „Dieses abrupte“ sei so schlimm, sagt Feldmann, „man kann gar nichts mehr organisieren.“

Von Bohlen: „Dramatische Auswirkungen“

Wie weitreichend die Folgen des Erlasses sind, das war direkt am Mittwoch zu beobachten. Deutlich stiller und leerer war es da in der sonst belebten Lüner Fußgängerzone - viele Geschäfte hatten schon geschlossen. H&M, Saturn, Parfümerie-Pieper und Co. setzten den Erlass direkt um. Manche nennen auf Aushängen in den Schreiben ein Enddatum, andere schreiben einfach „bis auf weiteres“.

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„Das wird dramatische Auswirkungen haben“, sagt dazu Helmut von Bohlen, Vorsitzender der Händlergemeinschaft City-Ring. Ob manche Geschäfte wohl dadurch in ihrer Existenz gefährdet werden? „Ich befürchte schon, dass es den ein oder anderen treffen kann.“ Besonders große Sorgen macht er sich um die Restaurants der Stadt, die von vielen Restriktionen hart getroffen werden. Von Bohlen hofft mit vielen anderen auf die Hilfen, die die Bundesregierung in Aussicht gestellt hat.

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Fußgängerzone in Zeiten von Corona am 19. März 20

Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.
19.03.2020
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Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.© Goldstein
Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.© Goldstein
Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.© Goldstein
Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.© Goldstein
Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.© Goldstein
Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.© Goldstein
Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.© Goldstein
Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.© Goldstein
Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.© Goldstein
Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.© Goldstein
Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.© Goldstein
Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.© Goldstein
Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.© Goldstein
Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.© Goldstein
Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.© Goldstein
Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.© Goldstein
Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.© Goldstein
Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.© Goldstein
Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.© Goldstein
Nach dem Erlass der NRW-Regierung dürfen die meisten Geschäfte in der Fußgängerzone in Lünen nicht mehr öffnen. Die Konsequenz: Es ist deutlich weniger los.© Goldstein

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