Cineworld in Lünen spürt derzeit kaum Auswirkungen wegen Coronavirus

dzFilmstarts verschoben

Filmstarts werden wegen Corona verschoben, Veranstaltungen abgesagt. Im Lüner Kino Cineworld gibt es derzeit noch keine massiven Auswirkungen der Angst vor dem Virus.

Lünen

, 13.03.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Angst vor Corona spielt derzeit bei den Besuchern der Cineworld offenbar keine Rolle. „Unsere Gäste wirken aufgeräumt und entspannt und genießen den Kinobesuch“, sagt Lutz Nennmann, einer der beiden Betreiber des Lüner Kinos, auf Anfrage.

Neuer Bond-Start für Kino sogar besser

Für den Filmstart des neuen James-Bond-Films „Keine Zeit zu sterben“, der ursprünglich in wenigen Wochen terminiert war, hatte der Vorverkauf in der Lüner Cineworld längst begonnen. Dann kam die Absage des Verleihs aufgrund von Corona - Daniel Craigs letzter Bond startet nun erst am 12. November. Zu einer Zeit, in der auch sonst meist die Bond-Filme anlaufen.

„Die Terminverschiebungen von Bond auf November und ,Peter Hase 2` auf Juli tun natürlich zunächst weh, doch das Geschäft verlagert sich letztlich nur um ein paar Monate in die zweite Jahreshälfte“, so Nennmann.

Er sei sogar mit dem Bond-Start im „erprobten 007-November“ zufriedener und glaubt, dass der Film dann mehr Potential entwickeln werde als im Frühling, wenn die Menschen lieber draußen als im Kino sind.

Karten für Bond-Premiere können zurückgegeben werden

Für Gäste, die bereits Tickets für den Bond-Film erworben hatten, gelte, dass die Erstattung der bereits gezahlten Beträge für Online-Tickets automatisch und schnellstmöglich auf dem jeweils gewählten Zahlungsmittel erfolge.

Normalerweise dauere das ein bis zwei Tage, maximal könne es bis zu zwei Wochen dauern. Gäste, die Tickets an den Kinokassen erworben haben, können sie dort zurückgeben und bekommen den Kaufpreis erstattet.

Nur wenig Einbußen bei den Besucherzahlen

Momentan bemerken die Mitarbeiter der Lüner Cineworld nach Angaben von Nennmann „wenig“ messbare Auswirkungen der Corona-Angst auf die Besucherzahlen, auch nicht bei den Sonderreihen wie „Kaffeeklatsch“ oder „Vino und Kino“.

Nennmann: „Natürlich wären es ohne diese besondere Situation wahrscheinlich einige Prozent mehr Besucher gewesen.“ Insgesamt läge das Kino mit seinen Sälen nur bei einem kleinen Bruchteil der nun angesetzten Grenze von 1000 Besuchern bei Veranstaltungen.

Stornierungen halten sich im normalen Rahmen

Stornierungen von Tickets hielten sich bislang im üblichen Rahmen. Eine wirkliche Steigerung bei Rückgabe von Kinokarten sei nicht zu verbuchen.

Natürlich gebe es in den Kino-Toiletten auch Desinfektionsmittel. Allerdings habe, so Nennmann, auch die Cineworld mit dem Versorgungsengpass zu tun und man müsse auf Lieferungen länger warten als normalerweise üblich.

Standard sei es ohnehin, dass die Mitarbeiter „sehr stark auf Hygiene achten“. Allerdings sei man natürlich in Zeiten wie diesen noch stärker sensibilisiert.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Coronavirus
Wochenmarkt in Lünen: In Zeiten des Coronavirus wird offenbar wieder frisch gekocht