Christophorus-Krankenhaus in Werne verschiebt alle planbaren Operationen

dzMitarbeiter positiv getestet

Das Krankenhaus St. Christophorus in Werne sieht sich dazu gezwungen, alle planbaren Operationen zu verschieben. Die Entscheidung sei den Verantwortlichen nicht leicht gefallen - aber nötig gewesen.

Werne

, 18.11.2020, 12:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Werner Christophorus-Krankenhaus verschiebt alle planbaren Operationen. Das erklärte Standortleiter Ludger Risse am Mittwoch (18.11.) in einer Pressemitteilung. Der Grund: Einige Mitarbeiter hatten sich im privaten Umfeld mit dem Coronavirus infiziert. Das habe dazu geführt, dass auch im dienstlichen Umfeld im Krankenhaus umfassende Abstriche erfolgt seien und sich mehrere Mitarbeiter in häusliche Quarantäne begeben haben. Weitere Tests laufen noch. Es wurde hierzu eine separate Abstrichstelle im Krankenhaus eingerichtet.

Die Entscheidung, planbare Operationen zu verschieben und keine sogenannten elektiven Patienten mehr aufzunehmen, sei den Verantwortlich nicht leicht gefallen. Denn: „Wir wissen natürlich auch, dass hinter jeder geplanten Operation ein Mensch steht, der möglicherweise noch längere Zeit mit Schmerzen und auf den Eingriff warten muss.“

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Dennoch gehe die Sicherheit vor - auch wenn es ein sehr „ausgeklügeltes Konzept“ im Vorfeld der Operation gebe, um das Risiko einer Infektion weitestmöglich zu senken. „Aber auch die personelle Situation zwingt uns hier zu deutlichen Einschränkungen“, betont das Führungsteam des St. Christophorus-Krankenhauses.

Die weiterhin steigenden Zahlen infizierter Menschen im Einzugsgebiet des Werner Krankenhauses haben hingegen dazu geführt, dass die Versorgungskapazitäten für Covid-Patienten „deutlich ausgeweitet wurden“. Dies gelte sowohl für den nicht intensivpflegerischen Bereich als auch für die Behandlungsplätze unter strenger Isolation auf der Intensivstation.

Zahl der Isolationsplätze im Krankenhaus aufgestockt

Man habe die Isolationsplätze um einen weiteren Stationsbereich erweitert. Ebenso sei der Isolationsbereich auf der Intensivstation zunächst auf 6 Plätze erweitert worden, welche bei Bedarf ganz kurzfristig weiter aufgestockt werden könnten.

„Noch gelingt es uns damit, der Entwicklung immer einen Schritt voraus zu sein“, werden der ärztliche Direktor Dr. Franz Josef Hegge und Standortleiter Ludger Risse in der Pressemitteilung zitiert. Dieses bedinge natürlich enorme Anstrengungen im Personalbereich.

„Wir haben schon im Frühjahr Mitarbeiter von den allgemeinen Stationen für Einsätze auf der Intensivstation geschult, so dass diese auch jetzt in der Lage sind, dass dortige Fachpersonal qualifiziert assistierend zu unterstützen.“ Dennoch sei es ein enormer Kraftakt, wenn man in die Situation komme, die zusätzlich geschaffenen Intensivkapazitäten vollends nutzen zu müssen.

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