Chemikalien aus Kohlendioxid: Pilotanlage in Marl gestartet

Der Chemiekonzern Evonik und Siemens Energy haben am Montag in Marl eine Versuchsanlage in Betrieb genommen, in der mit Hilfe von Bakterien Chemikalien hergestellt werden sollen. In der Anlage werden zunächst Kohlendioxid und Wasser mit Strom in Kohlenmonoxid und Wasserstoff umgewandelt. Mikroorganismen erzeugen daraus anschließend - zunächst zu Forschungszwecken - Spezialchemikalien. Sie sind unter anderem Ausgangsstoffe für Spezialkunststoffe und Nahrungsergänzungsmittel.

21.09.2020, 12:22 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Bund fördert das Projekt mit rund 6,3 Millionen Euro. Mit der Versuchsanlage für die künstliche Photosynthese solle gezeigt werden, „wie wir Produktionsprozesse in der Chemie klimafreundlich aufstellen und gleichzeitig neue, innovative Produkte herstellen können“, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) laut Mitteilung in Marl. Der Strom für die Umwandlung von Kohlenmonoxid und Wasser stammt zunächst aus der konventionellen Stromversorgung des Chemieparks Marl. Die Anlage ist den Angaben zufolge darauf ausgelegt, Strom aus erneuerbaren Quellen zu beziehen.

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