Chef der Kripo-Gewerkschaft will für SPD in den Bundestag

Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Sebastian Fiedler, will für die SPD in den Bundestag einziehen. Fiedler sagte dem „Spiegel“, dass er im nächsten Jahr für die SPD im Wahlkreis Mülheim/Essen I antreten wolle. Ende Januar werde er sich zunächst parteiintern zur Wahl stellen, um auf die Wahlliste zur Bundestagswahl zu kommen. Sein Amt als Gewerkschaftschef werde er aufgeben, wenn er in die Politik wechseln sollte.

13.11.2020, 11:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sebastian Fiedler, Bundesvorsitzender des Bundes deutscher Kriminalbeamter, steht im Landtag. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Sebastian Fiedler, Bundesvorsitzender des Bundes deutscher Kriminalbeamter, steht im Landtag. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Fiedler - nach eigenen Angaben seit acht Jahren SPD-Mitglied - sagte dem „Spiegel“: „Ich will, dass die SPD mit dem Bereich Innere Sicherheit wieder Wahlen gewinnen kann.“ Der Staat müsse
auch da durchgreifen, wo dies schwierig sei, wie etwa in den
Bereichen Organisierte Kriminalität oder Geldwäsche.

Der 47-jährige ist Kriminalhauptkommissar und hat unter anderem als Ermittler für Wirtschaftskriminalität beim Landeskriminalamt in NRW gearbeitet. Durch Auftritte als Experte oder in Talkshows wurde er bundesweit bekannt.

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