Chef der Hospizinitiative Schwerte starb am Wochenende: „Er hat viel bewegt“

dzDr. Ludger Wolfgart

Als Vorsitzender der Schwerter Hospiz-Initiative und Leiter der Hospiz-Stiftung war Dr. Ludger Wolfgart eine der tragenden Säulen des Hospizes. Am Wochenende starb er mit nur 64 Jahren.

Schwerte

, 13.01.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Er wurde nur 64 Jahre alt: Dr. Ludger Wolfgart, der Vorsitzende der Hospiz-Initiative, ist am Sonntag überraschend gestorben. „Er hat sehr viel bewegt“, sagt sein Stellvertreter Dr. Holger Felcht. Von 1998 bis 2000 und noch einmal von 2006 bis zu seinem Tode habe er die Hospiz-Initiative geleitet.

In der zweiten Periode wirkte er gleichzeitig als Stiftungsratsvorsitzender der Hospiz-Stiftung, die die Einrichtung am Alten Dortmunder Weg mitfinanziert.

Hospizarbeit auf neue Basis gehoben

Wichtigstes Anliegen war es Dr. Wolfgart dabei, die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ zur Basis auch der Hospizarbeit in Schwerte zu machen. „Das ist sein größter Verdienst“, erklärt Dr. Felcht.

Die auf christlich-humanistischem Fundament aufgebauten Richtlinien regeln beispielsweise, wie die Behandlung erfolgt und welche Personen ins Hospiz einziehen dürfen. Natürlich ist dort auch die Ablehnung einer Tötung auf Verlangen festgeschrieben.

Mit-Initiator des Schwerter Hospiz-Netzes

Gleichzeitig gelang es Dr. Wolfgang, zu wesentlichen Teilen die Bildung des Schwerter Hospiz-Netzes zu initiieren. Unter diesem gemeinsamen Dach sind beispielsweise Marienkrankenhaus, Palliativ-Medizinischer Dienst, niedergelassene Ärzte, Pflegedienste, der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst sowie Sanitätshäuser vereint.

Mit dabei ist auch die ambulante Sterbebetreuung „Die Brücke“, mit der die Hospiz-Initiative eine besonders enge Zusammenarbeit pflegt.

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Engagement auch in der Mariengemeinde und im Schicht

Ehrenamtlich engagierte sich Dr. Wolfgart darüberhinaus im Lions-Club und im Nachbarschicht 24, dem er 2012 als Schichtmeister vorstand. Auch in der Mariengemeinde, wo er jahrlang im Pfarrgemeinderat und im Pfarrbezirksrat Schwerte-Mitte tätig war, hinterließ er seine Spuren.

Vor allem die ökumenische Arbeit lag ihm am Herzen. Sei es beim Stadtgebet oder bei der Herausgabe des Stadtplans „Orte des Glaubens“, der Gebetsstätten und Pilgerwege in Schwerte aufzeigt – von Kirchen über den Segensweg in Ergste bis zu Haus Villigst.

Beisetzung am kommenden Montag auf dem Katholischen Friedhof

Beruflich war Dr. Wolfgart aber Journalist, der seine Karriere als Volontär in seiner Schwerter Heimatredaktion der Ruhr Nachrichten begann. Später wurde er beim Berufsverband Deutscher Stahlhandel in Düsseldorf zum Bereichsleiter der Berufsbildung und Redakteur des „Stahlreport“.

Die Beisetzung findet am Montag, 20. Januar, statt. Um 9 Uhr wird das Requiem in der Marienkirche an der Goethestraße gefeiert. Anschließend ist die Beerdigung auf dem Katholischen Friedhof an der Friedhofstraße.

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