CDU-Vorsitz: NRW-CDU vor schwierigen Abstimmungen

Der nordrhein-westfälische CDU-Landesvorstand steht angesichts von drei Bewerbern aus NRW für den Bundesparteivorsitz vor schwierigen Entscheidungen. Vor der ersten Landesvorstandssitzung seit der Bewerbung von Ministerpräsident Armin Laschet war am Donnerstagabend unklar, ob sich das Gremium geschlossen hinter seinen Landeschef stellt. Neben Laschet bewerben sich auch Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen um den Spitzenposten.

28.02.2020, 09:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ina Scharrenbach (CDU), Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archiv

Ina Scharrenbach (CDU), Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archiv

Der Bezirksvorsitzende der CDU Ruhr, Ex-NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke, sagte vor der Sitzung, er gehe von einem geschlossenen Votum des Landesvorstands für Laschet aus. Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbands Hochsauerland, Matthias Kerkhoff, bekräftigte, Merz könne aus seinem Heimatverband auf großen Rückhalt bauen. Die Vorsitzende der Frauenunion NRW, NRW-Landesgleichstellungsministerin Ina Scharrenbach, unterstrich dagegen, Laschet sei der beste Kandidat, um die verschiedenen Parteiinteressen zusammenzuführen. „Stärke ergibt sich aus einer geschlossenen CDU“, sagte sie.

Offiziell stand eine Abstimmung über die Positionierung des mitgliederstärksten CDU-Landesverbands in der Kandidatenfrage nicht auf der Tagesordnung. Teilnehmer wollten auch nicht kommentieren, ob darüber abgestimmt werde.

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