Caritas: Corona-Verdacht im Altenzentrum bislang nicht bestätigt

Coronavirus

Der Corona-Verdacht im Caritas-Altenzentrum St. Norbert in Nordlünen ist laut Caritasverband so gut wie vom Tisch. Der Kreis Unna hält sich dazu nach wie vor bedeckt.

Nordlünen

, 30.03.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Archivbild zeigt das Altenzentrum St. Norbert im Lüner Norden.

Das Archivbild zeigt das Altenzentrum St. Norbert im Lüner Norden. © Archiv

Der Corona-Verdacht im Caritas-Altenzentrum St. Norbert im Lüner Norden hat sich nach Angaben des Caritasverbands Lünen-Selm-Werne nicht bestätigt. Der Kreis Unna machte dazu am Montag (30.3.) keine Angaben.

„Bei allen Bewohnern, die in der letzten Woche bis einschließlich Samstag (28.3.) vorsorglich getestet wurden, bestätigte sich der Verdacht auf Corona nicht. Die vorliegenden Testergebnisse auf Covid19 sind alle negativ.“ Das sagte ein Verbandssprecher am Montag (30.3.) auf Anfrage.

Bei allen getesteten Personen sei das Fieber zurückgegangen, sagte der Sprecher weiter: „Sicherheitshalber wurden Sonntag noch weitere Personen getestet. Die Ergebnisse erhalten wir erwartungsgemäß bis Dienstagmittag.“

Eine Corona-Nachtestung

Wie der Caritas-Sprecher auf Nachfrage erklärte, seien am Donnerstag (26.3.) sieben Personen und am Sonntag (29.3.) drei Personen getestet worden. Von diesen 10 Personen sei am Montag (30.3.) eine Person noch einmal getestet worden, weil der erste Test nicht eindeutig ausgefallen war: „Alle bisherigen Testergebnisse sind negativ. Lediglich das Ergebnis der Nachtestung steht noch aus.“

Auch bei dem Bewohner, sagte der Sprecher weiter, „der zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht wurde, ist der Corona-Befund als negativ bestätigt. Bestätigt wurde in diesem Fall aber auch eine Influenza-Erkrankung. Der Zustand dieses Bewohners ist jedoch stabil. Er konnte inzwischen wieder aus der Klinik nach St. Norbert entlassen werden“.

Der Kreis Unna bestätigte die Angaben des Caritasverbandes nur zum Teil. Nachfragen unserer Redaktion beantwortete eine Kreissprecherin am Montag (30.3.) so:

Wie bereits am Wochenende und heutigen Montag mitgeteilt, werden die in St. Norbert genommenen Abstriche in Laboren untersucht. Für einige wurde das Ergebnis – Influenza – übermittelt und mit Ihnen auch kommuniziert. Derzeit wartet die Gesundheitsbehörde aber noch auf die entsprechende Rückmeldung/Übermittlung der restlichen Tests, so dass ich leider keine abschließende Information geben kann. Gehen Sie davon aus, dass sich die Pressestelle – auch dies wurde bereits kommuniziert – von sich aus meldet, wenn es Klarheit gibt.

Zu wenig Schutzausrüstung

Unterdessen korrigierte der Caritasverband am Montag eigene und Aussagen des Kreises, wonach das Altenzentrum über genügend Schutzausrüstung für das Pflegepersonal verfügt:

„Die Aussage (...), es gebe genügend Schutzmaterial für Mitarbeitende und Bewohner ist schlicht falsch. In der letzten Woche waren fünf Führungskräfte und Mitarbeitende unseres Verbandes intensiv dabei, Schutzmaterialien zu besorgen, um lediglich über die nächsten Wochen zu kommen“, teilte der Caritasverband unserer Redaktion Montag schriftlich mit.

Weiter hieß es, dass Caritas-Mitarbeiter und ehrenamtliche Kolleginnen seit zwei Wochen Mundschutze in ihrer Freizeit nähten: „Das tun sie nicht aus Freude.“

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