„Car-Freitag“ trotz Corona: Polizei kündigt Kontrollen an

Die Polizei rechnet am Karfreitag trotz der Corona-Verbote mit Aktionen der Raser-, Poser- und Autotuning-Szene, die den stillen Feiertag auch gerne als „Car-Freitag“ bezeichnet. Die Polizei Dortmund etwa riet den Fahrern aufgemotzter Autos, „besser zu Hause zu bleiben“ und kündigte Kontrollen an. Auch Zufahrtsstraßen in Richtung Dortmund würden beobachtet. Verstöße würden mit aller Konsequenz geahndet. Ob illegale Fahrwerks-Veränderungen, Tempo-Verstöße oder Verstöße gegen das Ansammlungsverbot: „Ein Ausflug nach Dortmund kann teuer werden“, hieß es.

09.04.2020, 15:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Duisburger Polizei hat vor allem illegale Autorennen auf bestimmten Straßen im Blick. Die Behörde kündigte Tempomessungen an. „Außerdem werden verdächtige Fahrzeuge von eigenen Kfz-Mechanikern der Polizei auf verbotene technische Veränderungen überprüft.“ Bei Verstößen drohten Anzeigen, Bußgelder und Fahrverbote. Einen Schwerpunkteinsatz zum Thema „Poser, Tuner und Raser“ plant auch die Gelsenkirchener Polizei. Die Stadt Paderborn erließ wieder eine Allgemeinverfügung, die jegliche Treffen der Tuning-Szene verbietet. Bis 2016 hatten sich in Paderborn am Karfreitag jeweils mehrere tausend Angehörige der Tuningszene getroffen.

In Duisburg war die Polizei schon in der Nacht auf Donnerstag gegen von ihr so bezeichnete „Möchtegern-Rennfahrer“ eingeschritten. An zwei Kontrollstellen nahmen die Beamten zahlreiche Fahrzeuge unter die Lupe, erteilten Platzverweise, erhoben Verwarnungsgelder und händigten Mängelkarten aus. In einem Fall gab es auch eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz: In einem Wagen saßen drei Männer anstatt der erlaubten zwei.

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