BVB-Profi Akanji: Clubs müssen mit Fans über Rassismus reden

Der Schweizer Profi Manuel Akanji von Bundesligist Borussia Dortmund hat entschiedenes Handeln bei rassistischen Vorfällen im Fußball gefordert. „Auf Vereinsebene müsste man vielleicht versuchen, mit dem eigenen Fanclub darüber zu reden und klare Richtlinien abgeben, was okay ist und was überhaupt nicht geht“, sagte der 24 Jahre alte Verteidiger am Freitagabend in der Sendung „Arena“ des SRF. „Ich verstehe auch, dass sie nicht immer alles kontrollieren können, doch im schlimmsten Fall müsste vielleicht auch der Schiedsrichter das Spiel abbrechen, wenn es irgendwie gar nicht mehr geht.“

13.06.2020, 12:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Manuel Akanji von Borussia Dortmund spielt den Ball. Foto: Guido Kirchner/dpa/Archivbild

Manuel Akanji von Borussia Dortmund spielt den Ball. Foto: Guido Kirchner/dpa/Archivbild

Akanji sprach in der Sendung unter anderem über seine Wut und die Hoffnung auf einen Wandel nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes in den USA. „Ich wünsche mir, dass endlich Taten folgen. Dass Rassismus vermehrt aufgedeckt und verurteilt wird“, sagte er. „Rassismus ist ein Alltagsproblem, nicht nur in Amerika, sondern auch in Deutschland und in der Schweiz“, sagte er. Er selbst habe Rassismus „auch schon oft im Alltag“ erlebt.

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