Ex-Werder-Star Micoud kritisiert PSG und Trainer Tuchel

Der frühere Bundesliga-Star Johan Micoud hat vor dem Champions-League-Rückspiel gegen Borussia Dortmund den französischen Serienmeister Paris Saint-Germain und auch dessen deutschen Trainer Thomas Tuchel kritisiert. „Paris Saint-Germain hat keine Seele, und das unterscheidet das Team von den anderen Spitzenteams in Europa“, sagte der 46-jährige Franzose in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwoch). „Paris fehlt es an Kultur, an Mentalität und an Intensität. Das Hinspiel gegen Dortmund war nur ein Beispiel dafür.“

10.03.2020, 18:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Erling Haaland (l) verlässt das Hotel auf dem Weg zum Training. Foto: Thibault Camus/AP/dpa

Erling Haaland (l) verlässt das Hotel auf dem Weg zum Training. Foto: Thibault Camus/AP/dpa

PSG verlor vor zwei Wochen bei der Borussia mit 1:2 und muss diesen Rückstand nun am (heutigen) Mittwoch (21.00 Uhr/Sky) im Rückspiel des Achtelfinals im heimischen Prinzenpark-Stadion aufholen. Micoud spielte mit Werder Bremen selbst drei Jahre in der Champions League und wurde mit dem Verein 2004 deutscher Meister.

Auch den PSG-Trainer Tuchel sieht der Europameister von 2000 sehr kritisch. „Ich bin bei Tuchel immer wieder überrascht“, sagte Micoud. „Natürlich ist es schwer bei so vielen großen Egos, aber damit muss Tuchel zurechtkommen. Gerade habe ich nicht den Eindruck, dass die Lösung dafür gefunden hat. Jedes Mal, wenn Gefahr droht, wird es kompliziert. Und selbst wenn keine Gefahr droht, schafft die Mannschaft diese von ganz allein.“

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