BVB-Fan nach Tritt Pflegefall: Haft für Sicherheits-Mann

Nach einem Heimspiel des BVB tritt ein Sicherheitsdienst-Mitarbeiter einen Fan. Dieser stürzt zu Boden und zieht sich lebensgefährliche Kopfverletzungen mit bleibenden Schäden zu. Jetzt gibt es ein Urteil.

06.11.2018, 16:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
BVB-Fan nach Tritt Pflegefall: Haft für Sicherheits-Mann

Handschellen liegen auf einem Tisch. Foto: Armin Weigel/Archiv

Ein Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma ist nach einem lebensgefährlichen Angriff auf einen BVB-Fan zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Amtsgericht bestrafte den 34-Jährigen am Dienstag wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung. Nach Ansicht der Richter hatte er den Fußballfan so heftig getreten, dass dieser stürzte und sich beim Aufprall auf den Boden einen Schädelbruch mit Hirnblutungen zuzog. Das Opfer lag nach der Tat wochenlang im Koma. Heute ist er fast vollständig erblindet und hat sein Gedächtnis, seinen Geruchs- und Geschmackssinn verloren.

Nach dem Bundesligaspiel von Borussia Dortmund gegen Werder Bremen am 20. Mai 2017 war es am U-Bahnhof am Stadion zu einem Streit gekommen. Der Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma war dort im Auftrag des örtlichen Verkehrsunternehmens eingesetzt, um die Menschenströme zu kanalisieren. Der später verletzte Fan wollte aber offenbar keinen Umweg laufen und legte sich mit dem Angeklagten an. Im Prozess hatte der 34-Jährige erklärt, er habe den Fan schließlich festnehmen wollen, weil dieser ihn fortwährend beleidigt habe. Dabei habe er eine Trittbewegung in Richtung des Mannes gemacht. Er könne aber nicht mehr sagen, ob er diesen auch berührt habe. Die Richter hielten es jedoch für ausgeschlossen, dass das Opfer von selbst das Gleichgewicht verloren hat und gestürzt ist.

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