BVB-Chef Watzke erwartet keine Aufhebung der 50+1-Regel

Hans-Joachim Watzke erwartet trotz der durch die Corona-Krise verursachten Finanzprobleme keine Aufhebung der 50+1-Regel im deutschen Profi-Fußball. „Die Folgen werden sicher länger andauern. Aber es werden irgendwann auch wieder normale Zustände eintreten. Ich befürchte deshalb auch nicht, dass etwa 50+1 gekippt wird oder es dauerhaft neue Anstoßzeiten geben wird“, sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund dem „Kicker“ (Donnerstag).

02.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Er werde „jedenfalls weiter dagegen kämpfen“. „Und wenn ich sehe, was die DFL aktuell plant, dann muss man sich, was das betrifft, auch keine Sorgen machen“, fügte der BVB-Chef an.

Mit Hilfe der 50-1-Regel soll verhindert werden, dass Kapitalanleger die Stimmenmehrheit in Profi-Clubs übernehmen. Die jüngsten Einnahmeverluste könnten dazu verleiten, finanzkräftigen Investoren verstärkten Einfluss zu gewähren.

Die von den 36 Erst- und Zweitligisten am Dienstag beschlossene Lockerung des Lizenzierungsverfahrens hält Watzke für „alternativlos, da wir uns in einer massiven Sondersituation befinden, die so noch nie da war. Da muss man sich auch mal von der reinen Lehre verabschieden.“ So wurde der Liquiditätsnachweis verschoben und der Punktabzug bei Insolvenz von neun auf maximal drei reduziert.

Watzke hofft, dass die Saison im Mai mit Geisterspielen fortgesetzt werden kann: „Es ist völlig klar, dass wir erst dann wieder spielen können, wenn uns die Politik dafür Grünes Licht gibt und es rechtlich möglich ist. Wir haben in der DFL-Versammlung besprochen, dass wir uns imstande sehen würden, ab Mai wieder spielen zu können - unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen und mit so wenig Menschen wie möglich in einem großen, offenen Stadion. Der Fußball wird sich nicht seine eigenen Regeln machen.“

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