Busfahrer schreit Mädchen an und schmeißt sie aus dem Bus

Verkehr

Im niedersächsischen Duderstadt hat ein Busfahrer ein Mädchen offenbar angeschrien und des Busses verwiesen. Sie brach in Tränen aus und musste den Weg dann bei Schneeregen zu Fuß zurücklegen.

Duderstadt

09.03.2020, 13:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Busfahrer in Niedersachsen soll ein Mädchen angeschrien und aus dem Bus geworfen haben.

Ein Busfahrer in Niedersachsen soll ein Mädchen angeschrien und aus dem Bus geworfen haben. © picture alliance / dpa

Im niedersächsischen Duderstadt ist es zwischen einem 13-jährigen Mädchen und verschiedenen Busfahrern offenbar schon häufiger zu ärgerlichen Zwischenfällen gekommen, sodass der Vater des Kindes sich damit nun an das „Eichsfelder Tageblatt“ (ET) gewendet hat. Demnach soll das Mädchen zuletzt so von einem Busfahrer angeschrien und des Busses verwiesen worden sein, dass es in Tränen ausbrach und dann bei Schneeregen den Weg zu Fuß zurücklegen musste.

Schon mehr als 40-mal habe er seine Tochter an einer falschen Haltestelle abholen müssen, berichtet Dirk Vohwinkel dem ET. Das hat laut der Zeitung wohl damit zu tun, dass die Busroute geändert wurde, für das Mädchen aber eine Sonderregelung gilt - sie muss den Busfahrern Bescheid sagen, damit sie an einer Bushaltestelle, die sonst nicht mehr angesteuert wird, herausgelassen wird. Was offenbar nicht gut funktioniert.

Landkreis schon häufiger mit solchen Vorfällen konfrontiert

„Sie diskutieren mit unserer Tochter und schmeißen sie dann in Fuhrbach aus dem Bus. Sie wird dabei immer öfter von den Fahrern angeschrien. Sie lassen sie bei Wind und Wetter in Fuhrbach stehen“, schildert Vater Vohwinkel dem ET. Das schlimmste Erlebnis seines Kindes in dem Zusammenhang beschreibt er so: „Ein Busfahrer der RBB hat unser Kind angeschrien, dass es aus dem Bus steigen soll und er sie nicht nach Langenhagen fährt. Unser Kind war so erschrocken, das sie lautstark zu weinen anfing und sich gegenüber den anderen Fahrgästen schämte.“

Offenbar kein Einzelfall: Wie das ET berichtet, sagte der Sprecher des Landkreises Göttingen, Ulrich Lottmann, dass er schon des Öfteren mit solchen Vorfällen konfrontiert wurde. In diesem Fall geht er aber von einem Einzelfall aus - und bestätigt die Sonderregelung für die Schülerin. Er empfiehlt dem Kind außerdem eine andere Busverbindung.

Angekündigte Rückmeldung vom Busunternehmen kam nicht

Er versichert dem ET, dass der Landkreis beziehungsweise der Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) den Fall aufgegriffen und an die RBB als beauftragtes Unternehmen gemeldet habe. Die vom Tageblatt angefragte RBB teilte mit, dass der betreffende Fahrer zum Vorfall angehört würde und danach eine Rückmeldung erfolge. Zu der ist es bisher aber nicht gekommen.

RND/hsc