Bundeskabinett beschließt Eckwerte für Haushalt 2021

Finanzen

Finanzminister Olaf Scholz will im Jahr 2021 Rekordinvestitionen tätigen. Zugleich sollen keine neuen Schulden aufgenommen werden. Die Eckwerte für den Haushalt könnten jedoch durchkreuzt werden.

Berlin

18.03.2020, 14:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat die Eckdaten für den Bundeshausalt 2021 vorgestellt.

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat die Eckdaten für den Bundeshausalt 2021 vorgestellt. © picture alliance/dpa

Das Bundeskabinett hat die Eckwerte für den Haushalt des Jahres 2021 abgesegnet. Darin plant Finanzminister Olaf Scholz (SPD) weiter mit Rekordinvestitionen, zugleich sollen die Bürger über die Grundrente und den Abbau des Solidaritätszuschlags deutlich entlastet werden. Die „schwarze Null“ soll weiter stehen, Scholz will also keine neuen Schulden machen.

Allerdings sind die Auswirkungen der Coronakrise in den Plänen noch nicht berücksichtigt. Sie könnten derzeit nicht seriös beziffert werden, erklärte das Ministerium. Viele Ökonomen rechnen damit, dass Deutschland in eine Rezession abrutscht - damit brechen voraussichtlich auch die Steuereinnahmen ein.

Ausgaben sollen auf rund 370 Milliarden Euro steigen

Dies soll nach der nächsten Steuerschätzung im Mai nachträglich eingearbeitet werden. „Wir können und werden alles tun, um unser Land durch diese schwierige Zeit zu führen“, versprach Scholz.

Zunächst sehen die Eckpunkte des Etats vor, dass die Ausgaben um 2,3 Prozent auf 370,3 Milliarden Euro steigen. Investitionen sollen weiter erhöht werden, vor allem im Verkehrssektor und für den Breitbandausbau. Mehr Geld ist auch für Klimaschutz, Innere Sicherheit und Verteidigung eingeplant.

RND