Brustkrebs-Screening im Rheinland ausgesetzt

Wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus wird das Mammografie-Screening zur Vorsorge gegen Brustkrebs ausgesetzt. Im Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein seien davon rund 55 000 Frauen betroffen, teilte die KV am Freitag in Düsseldorf mit.

27.03.2020, 12:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die gesunde Brust einer Frau ist auf einer Röntgenaufnahme zu sehen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/Archivbild

Die gesunde Brust einer Frau ist auf einer Röntgenaufnahme zu sehen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/Archivbild

Die Standorte aller Screening-Einheiten schließen vom kommenden Montag an. Bis zum 30. April werden keine Einladungen für Untersuchungen verschickt. Die Termine sollen später nachgeholt werden. Frauen, die vor kurzem untersucht worden seien und einen auffälligen Befund hätten, bekämen natürlich trotzdem eine zeitnahe Abklärungsdiagnostik.

Die Verschiebung basiert auf einer bundesweiten Entscheidung von Ärzten und Krankenkassen in Abstimmung mit dem Bundesgesundheitsministerium. Unabhängig von der Entscheidung hätten im nördlichen Rheinland aber bereits etwa ein Viertel der Screening-Stationen wegen krankheits- und quarantänebedingter Personalausfälle in Folge der Corona-Pandemie schließen müssen.

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