Unfall auf A40: Bahnpendler im Ruhrgebiet müssen mehr Zeit einplanen

Brückenabriss

Der Brückenabriss auf der A40 hat auch Folgen für Bahnfahrer im Ruhrgebiet. Pendler müssen sich auf Umleitungen und Ersatzverkehr einstellen. Auch der Fernverkehr ist betroffen.

Mülheim

19.09.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Brand eines Tanklastwagens hat auf der A40 bei Mülheim-Styrum schwere Schäden an der Fahrbahn und an mindestens einem Brückenbauwerk der Deutschen Bahn hinterlassen.

Der Brand eines Tanklastwagens hat auf der A40 bei Mülheim-Styrum schwere Schäden an der Fahrbahn und an mindestens einem Brückenbauwerk der Deutschen Bahn hinterlassen. © picture alliance/dpa

Nach einem Feuer auf der Autobahn 40 bei Mülheim wird Anfang kommender Woche mit dem Abriss einer dadurch stark beschädigten Eisenbahnbrücke begonnen. Die Vorbereitungen seien bereits im Gange, hieß es von der Deutschen Bahn. Am Donnerstag war unter der Brücke ein Tanklastzug nach einem Unfall auf der wichtigen Verkehrsader in Flammen aufgegangen. Die Hitze hatte die Brücke nach Angaben von Statikern abbruchreif gemacht. Sie gehört zu einer Gruppe von fünf Brückenbauwerken an der Stelle.

Die Bahnstrecke zwischen Duisburg und Essen, auf der das komplette Zugangebot von der S-Bahn bis zum ICE verkehrt, bleibt zunächst gesperrt. Die Deutsche Bahn teilte am Samstag mit, das derzeit aufgrund von geplanten Bauarbeiten bestehende Ersatzverkehrskonzept werde zunächst bis 27. September fortgesetzt. Alle beteiligten Zugbetreiber arbeiteten gemeinsam daran, es für die Zukunft zu optimieren.

Kein Fahrkartenverkauf im Bus

Laut der Mitteilung verkehren ab Montagmorgen die S9 von Abellio und der RE14 der Nordwestbahn wieder regulär. Der RE42 endet nicht mehr in Essen Hauptbahnhof, sondern wird über Essen-Altenessen und Oberhausen umgeleitet. National Express teilte mit, aufgrund der Streckensperrung verkehre der RE6 (RRX) ab Montag ausschließlich zwischen Minden und Essen und zwischen Duisburg und Köln/Bonn Flughafen. Der Halt Mülheim könne nicht bedient werden.

Der Ersatzverkehr mit Bussen war vor dem Unfall zum Teil über die A40 geleitet worden. Da die Autobahn aber nach dem Unglück noch rund zwei Wochen gesperrt bleibt, werden Ausweichrouten geplant. Pendler müssen sich auf Verspätungen einstellen. In den Bussen gibt es keinen Fahrkartenverkauf. Sie müssen online über die Apps der Verkehrsunternehmen oder an Automaten und Schaltern erworben werden.

VRR- und NRW-Tickets sind als Handyticket über den DB Navigator erhältlich. Der Geltungsbereich von Zeitkarten der Preisstufen B und C (Essen/Duisburg) wird um das Gebiet der Preisstufe D erweitert, um weitere Verbindungen zu ermöglichen. Über die Fahrpläne informieren die auf der Strecke fahrenden Eisenbahnverkehrsunternehmen Abellio Rail NRW, DB Fernverkehr, DB Regio NRW und National Express (RRX) auf ihren jeweiligen Kundenkanälen. Servicemitarbeiter seien ab Montag an wichtigen Knotenpunkten auf den Bahnhöfen, hieß es.

dpa

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