Bremens Altbürgermeister Henning Scherf zeigt in Lünen Alternativen zur Einsamkeit im Alter

Netzwerk Altenarbeit Lünen

Sein erster Besuch fand große Resonanz. Nun kommt Bremens Altbürgermeister Henning Scherf wieder nach Lünen, um den Menschen hier zu zeigen, dass man im Alter nicht einsam sein muss.

Lünen

, 27.02.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Henning Scherf bei seinem ersten Besuch in Lünen. Am 27. August liest er aus deinem Buch „Gemeinsam statt Einsam“.

Henning Scherf bei seinem ersten Besuch in Lünen. Am 27. August liest er aus seinem Buch „Gemeinsam statt Einsam“. © Goldstein (A)

Henning Scherfs Idee war fortschrittlich. Menschen im besten Alter ziehen zusammen in ein Haus, jeder in seine eigene Wohnung, aber man ist füreinander da. Teilt Freud, aber auch Leid. So wie im Fall einer Bewohnerin, die die Hausgemeinschaft bis zu ihrem Tod pflegte und begleitete. Da hat Einsamkeit keine Chance.

Diese Idee stellte der frühere Bremer Bürgermeister vor einigen Jahren bereits in Lünen vor. Der Andrang im Lükaz war groß, ebenso die Begeisterung über den Besuch Scherfs. Der Hanseat von der Weser verstand es, das Publikum mitzunehmen und Mut zu machen.

Nun kommt Henning Scherf wieder nach Lünen. Auf Einladung der Stadtbücherei und des Netzwerks Altenarbeit Lünen. Am 27. August liest Scherf um 18 Uhr in der Stadtkirche St. Georg aus seinem Buch „Gemeinsam statt Einsam“. Der Vorverkauf startet am 15. Juni. Annette Goebel, Koordinatorin für Altenarbeit, freut sich auf den zweiten Besuch Scherfs. Auch sie hat die lebhafte Diskussion mit ihm noch gut in Erinnerung.

Neuer Pflege-Tüv und Generationen im Gespräch

Für das Netzwerk Altenarbeit stellte die Koordinatorin für Altenarbeit der Stadt das Programm jetzt dem Seniorenbeirat vor. Los geht es am 18. März mit einem Vortrag einer Mitarbeiterin des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen. Um 15 Uhr sind Interessenten im großen Sitzungssaal des Rathauses willkommen. Es geht um Begutachtung der Pflegebedürftigkeit und die Vorstellung des neuen Pflege-Tüvs. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht notwendig.

Für das Projekt „Generationen im Gespräch“ wurde Lünen als eine von nur zehn Kommunen deutschlandweit ausgewählt. Am 24. April und am 29. Oktober sollen Senioren und Jugendlichen miteinander reden, über Themen, die beide Generationen gleichermaßen interessieren und betreffen.

Infos über Vorsorge und Betreuung

Eine Info-Veranstaltung beschäftigt sich am 15. Juni im großen Sitzungssaal mit dem Thema „Vorsorge und Betreuung“. Als Gesprächspartner stehen zur Verfügung: ein Richter des Lüner Amtsgerichts, eine Mitarbeiterin der Betreuungsstelle der Stadt Lünen und eine Vertreterin des AWO-Betreuungsvereins.

Der Film „Romys Salon“ wird in der Cineworld gezeigt - zum Weltalzheimertag.

Der Film „Romys Salon“ wird in der Cineworld gezeigt - zum Weltalzheimertag. © picture alliance/dpa

Passend zum Welt-Alzheimertag, der am 21. September rund um den Globus auf die Krankheit aufmerksam machen will, gibt es eine Kooperation des Netzwerks mit der Cineworld Lünen. Im Rahmen des „Kaffeeklatschs“ wird am 24. September der Film „Romys Salon“ gezeigt, der sich mit dem Thema beschäftigt.

Im Rathaus spricht am 3. November Uwe Johansson, Chefarzt der Gerontopsychiatrie der LWL-Klinik Dortmund, über Depressionen im Alter.

Noch nicht terminiert sind eine Veranstaltung zum Thema „Einsamkeit“, die im Herbst stattfinden soll und ein Offenes Singen - voraussichtlich im Juni,

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