Botschafter fordert mehr Schutz für rumänische Arbeiter

Nach mehreren massiven Corona-Ausbrüchen unter Beschäftigten in der Fleischindustrie fordert Rumänien mehr Schutz für seine Staatsbürger in deutschen Schlachthöfen. Die Arbeits- und Lebensbedingungen der Mitarbeiter müssten „dringend verbessert werden“, sagte der rumänische Botschafter in Berlin, Emil Hurezeanu, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Die Kritik an den Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie sei zu Recht immer heftiger geworden.

24.06.2020, 05:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Ortstafel weist auf die Ortseinfahrt Gütersloh hin. Foto: David Inderlied/dpa/Archivbild

Eine Ortstafel weist auf die Ortseinfahrt Gütersloh hin. Foto: David Inderlied/dpa/Archivbild

Der Botschafter betonte mit Blick auf den Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies im Kreis Gütersloh: „Die Hälfte der Mitarbeiter des Unternehmens sind rumänische Staatsangehörige.“ Sein Land erwarte, dass die Bundesregierung die geplanten Gesetze zur besseren Regulierung der Branche umsetze. Notwendig seien aber auch intensivere Kontrollen vor Ort. Rumänien begrüße das Vorhaben der Bundesregierung zu einer stärkeren Regulierung der Beschäftigung in Schlachtbetrieben. Es führe „hoffentlich zu mehr Transparenz bei den Arbeitsbedingungen und „zu mehr Verantwortung der Unternehmen“.

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