Bosz sorgt sich um seine Spieler

Trainer Peter Bosz von Bayer Leverkusen sorgt sich angesichts des Terminplans um die Gesundheit seiner Spieler. Alle Profis stünden vor einer „fast unmöglichen Herausforderung“, sagte der Niederländer am Donnerstag vor dem ersten Training nach nur 17 Tagen Pause: „Die Spieler werden sehr belastet sein. Und es ist physisch unmöglich, in so vielen Spielen in so kurzer Zeit 90 Minuten Gas zu geben. Irgendwann sagt der Körper: Stopp! Das haben wir schon von Paulinho gesehen. Das ist die Angst, die ich als Trainer habe.“ Der 20 Jahre alte Brasilianer Paulinho hatte am 30. Juni einen Kreuzbandriss erlitten.

23.07.2020, 16:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Peter Bosz reagiert an der Seitenlinie. Foto: Marius Becker/dpa-Pool/dpa/Archivbild

Peter Bosz reagiert an der Seitenlinie. Foto: Marius Becker/dpa-Pool/dpa/Archivbild

In der kurzen Pause sei auch das mentale Abschalten schwierig gewesen, erklärte Bosz. Zum einen sei die Enttäuschung des verlorenen Pokalfinals gegen den FC Bayern München (2:4) hängengeblieben, zum anderen „braucht man aus wissenschaftlicher Sicht mindestens elf Tage, bevor man überhaupt abschalten kann. Und wir hatten nur ein bisschen mehr als elf Tage Urlaub.“

Er selbst habe zudem quasi jeden Abend Fußball geschaut. „Das hat Spaß gemacht“, sagte Bosz: „Fast jeden Abend konnte man ein großes Spiel und Top-Fußball schauen. Mit Vereinen, die man sonst nicht regelmäßig über 90 Minuten sehen kann.“ Dabei hätten ihn die Spiele aus Italien oder England auch als Geisterspiele gut unterhalten. „Es hat mir besser gefallen als gedacht“, sagte der 56-Jährige.

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