Bonner Virologe Streeck empfindet in Corona-Krise Druck

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck empfindet bei seiner Arbeit an der großen Coronavirus-Studie im Kreis Heinsberg persönlichen Druck. Die Politik wolle schnelle Entscheidungen treffen. „Wir versuchen eben schnell zu arbeiten, aber gleichzeitig die größte wissenschaftliche Sorgfalt zu haben. Und das empfinde ich schon als Druck“, sagte Streeck am Dienstag. Seine Forschung verhalte sich da anders als etwa die Corona-Studie in München - dort würden über ein Jahr lang Daten gesammelt.

07.04.2020, 12:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Hinzu komme, dass seine Worte mitunter anders interpretiert würden, als sie gemeint seien, sagte Streeck. „Es wird einem manchmal dann auch zu viel, weil man denkt: Das habe ich so nicht gesagt.“ Streeck gehört seit Ausbruch des Coronavirus zu den meistzitierten Experten.

Der Virologe von der Uni Bonn soll im Auftrag der NRW-Landesregierung im Kreis Heinsberg nachvollziehen, wie sich das Virus ausgebreitet hat. Der Kreis hatte früh viele Krankheitsfälle und gilt daher als ein Corona-Epizentrum. Schon bald will er Ergebnisse vorlegen, damit die Politik Entscheidungen über den künftigen Corona-Kurs treffen kann.

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